Hilfe für Flüchtlinge und Bedürftige - Der Gocher Topf leert sich - Spenden erwünscht

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Gocher und Menschen aus Syrien, Irak, Afghanistan und anderen Krisengebieten leben das Miteinander beim Abholen und Reparieren von Möbelspenden, Elektrogeräten und Fahrrädern.Foto: Steve
Goch: Gocher Wochenblatt |

Menschen brauchen vieles, um eine Perspektive zu haben: Auch ein Dach über dem Kopf und idealerweise Bett, Schrank, Herd und mehr, um die persönliche Situation in einer Stadt zu erleichtern. Beim Runden Tisch in Goch gibt es beispielsweise die Gruppe "Furniture & more", die nicht mehr gebrauchte Möbel, Elektrogeräte, Fahrräder einsammelt und an bedürftige und geflüchtete Menschen in Goch weitergibt. Doch die Arbeit der Gruppe wird schwieriger.

VON FRANZ GEIB

Zweimal in der Woche, jeden Dienstag und Samstag, werden die rund sechzehn Mitglieder des Gocher Projektes aktiv, kommen einheimische Gocher mit Menschen aus Syrien, Afghanistan oder anderen Krisengebieten zusammen, holen nicht mehr gebrauchte Möbel, Elektrogeräte oder Fahrräder ab, reparieren diese bei Bedarf und geben sie an Flüchtlinge oder Bedürftige weiter. Handwerksmeister wie Franz Douteil sind ebenso dabei wie der Brite David Clink, Kalbeck-Gutsverwalter Andreas Mesch oder Arnold Schridde, der sich im Laufe der Zeit als "Küchen-Manager" profilierte.
"Seit eineinhalb Jahren vermitteln wir Möbelspenden Gocher Bürger an Flüchtlinge, Bedürftige und Zugezogene, stehen mit Hausmeistern, Ordnungsamt und Jugendamt in engem Kontakt." Die Spenden werden immer mit einer Gruppe durch die Einbindung der Betroffenen lernen diese bei der praktischen Arbeit die deutsche Sprache und den sozialen Umgang.
Im ehemaligen Stall eines nicht mehr bewirtschafteten Bauernhofes werden die Möbel- und Gerätespenden und Fahrräder repariert und gelagert, bis sie an die betroffenen Familien ausgeliefert werden. Eigens dafür haben sich Douteil und Co. aus eigenen Mitteln eine Werkstatt eingerichtet, um so mit den Flüchtlingen arbeiten zu können. In einer Küche nebenan sorgt Arnold Schridde für das leibliche und mentale Wohl. Die Aufwendungen für Spritkosten, Miete und Strom für Lager und Werkstatt wurden bislang ausschließlich durch Spendengelder aus dem Runden Tisch in Goch finanziert, wie Andreas Mesch betont: "Wir kriegen kein Geld von der Stadt!"
Doch jetzt ist der Spendentopf leer. Monika Riße vom Runden Tisch: "Der große Hype von 2015 hat nachgelassen, jetzt hat sich vieles eingespielt, die Angekommenen suchen mit den vielen Helfern ihren Weg." Am Runden Tisch arbeiten die Ehrenamtlichen daran, den Menschen, Flüchtlingen und Bedürftigen gleichermaßen, langfristige Perspektiven zu geben.
Die Bevölkerung scheint die neue Situation erkannt zu haben, was sich offenbar bei der Bereitschaft bemerkbar macht. Doch die Hilfe ist nach wie vor wichtig für den Runden Tisch. Wer spenden will, ist herzlich willkommen: Die Hilfe sollte möglichst auf das Spendenkonto des Runden Tisches eingehen: IBAN DE60 3206 1384 0025 8910 15.
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