Problemfall „Essen“

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Gesunde Ernährung ist wichtig. Doch was passiert, wenn das Essen zum Problem wird? Maria Peeters von der Beratungsstelle Impuls bietet Lösungsansätze an.
Goch: Impuls |

„Wenn das Essen zum Problem geworden ist und die Gedanken dauernd ums Gewicht, verbotene Lebensmittel, Schuldgefühle und Selbstwertverlust kreisen, dann wird es Zeit, etwas zur Vorbeugung einer chronischen Essstörung zu tun.“

Christian Schmithuysen

Maria Peeters weiß, wovon sie spricht. Seit zwölf Jahren arbeitet die Diplom Pädagogin als Beraterin für die Frauenberatungsstelle Impuls in Goch. Und während dieser Zeit hat sie bereits einiges erlebt. „Vor allem die Mädchen ringen um ihre Rolle im Leben“, berichtet die Familientherapeutin von ihren täglichen Erfahrungen und prangert damit den Körperkult in der Gesellschaft an. „Die jungen Frauen sehen Karriere, Familienleben und möglichst ein perfektes Aussehen auf sich zukommen und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen.“ Wenn dann auch noch mangelnde Zuwendung oder Übergriffe aus der Familie hinzukämen, wäre der Weg bereits vorprogrammiert. „Anfangs kann man vielleicht noch die Kurve kriegen“, sagt Maria Peeters. Aber oft sehen die Frauen nur noch einen Ausweg im gegen den eigenen Körper gerichteten Ess-Verhalten.

Von Brechsucht bis zu starkem Übergewicht


Unterschieden werden dabei die Magersucht, die Ess-Brechsucht (Bulimia nersosa) und die Ess-Sucht, häufig mit starkem Übergewicht verbunden. Hohe Anforderungen an sich Selbst und das eigene Äußere sind ebenso häufige Begleiter­scheinungen wie Scham, Depression und sozialer Rückzug.
Der Weg zum Arzt oder zur Ernährungsberatung ist ein richtiger Schritt. Hilfe gibt‘s auch bei der Gocher Frauenberatung, die mit vielen Ärzten und Kliniken eng zusammenarbeitet. „Es geht darum, das Selbstwertgefühl neu aufzubauen und den Leidensdruck immer mehr zu verkleinern“, sagt Peeters. „Entwicklungsschritte beim Selbstbewusstsein, dem Körperempfinden, der Handlungsbereitschaft und der Beziehungsfähigkeit werden möglich und machen das problematische Essverhalten überflüssig.“

Für Betroffene und Angehörige


Ab dem 1. September bietet Impuls wieder jeden zweiten Dienstag (an sieben Abenden) von 18 bis 20 Uhr ein Gruppenangebot für Frauen mit einer Essstörung an. Auch weibliche Angehörige können was tun. Eine angeleitete Selbsterfahrungsgruppe für Frauen, die sich Austausch, Unterstützung und Veränderung wünschen, startet am 25 August (an acht Dienstagen jeweils von 15 bis 17 Uhr). Anmeldungen sind nach einem Vorgespräch mit der Gruppenleiterin möglich. Infos unter Telefon: 02823/ 419171 oder www.fb-impuls.de
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