Senioren und Schüler auf gleichen Wegen sicher unterwegs

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  Goch: Gocher Wochenblatt |

„Zu einem selbstbestimmten Leben gehört auch, dass ich mich bewegen kann und in meinen eigenen vier Wänden leben kann.“ Mit diesen Worten begrüßte Wolfgang Pitz die Teilnehmer einer außerplanmäßigen Busfahrt durch die Stadt Goch. Die Gäste: Senioren aus allen Teilen der Stadt. Die Route: Stadtlinie 18 (teilweise Linie11). Der Zweck: siehe oben!

Von Franz geib

„Viele Senioren steigen irgendwann in ihrem Leben aus dem Auto und lassen es dauerhaft stehen. Damit sie sehen, welche Fortbewegungsmöglichkeiten es gibt, und wie das Prinzip Bus reibungslos funktioniert, soll diese Fahrt helfen“, so der Vorsitzende der SeniorenUnnion in Goch.

Günther Heursen moderierte


Günther Heursen von den Stadtwerken Goch moderierte die Fahrt, die am Bahnhof Goch ihren Anfang nahm. Ebenfalls an Bord: Alt-Bürgermeister Willi Vaegs und CDU-Bürgermeisterkandidat Heinz van Baal.
Zunächst gab es mal eine Aufklärung: „Dieser Bus ist kein normaler Linienbus, sondern der Gardebus.“ Keineswegs wollte der Betriebsleiter für den Öffentlichen Personennahverkehr damit den Teilnehmern eine allzu närrische Reise versprechen, sondern vielmehr pflichtschuldigst versichern, dass ein normaler Linienbus über einen tieferen Einstieg von 18 Zentimetern verfügt, was der Bordsteinhöhe am Straßenrand entspricht und somit den barrierefreien Einstieg möglich macht.

In Kessel warteten Kaffee und Kuchen


Vom Bahnhof aus ging es Richtung Kessel, denn da sollten später Kaffee und Kuchen warten. Doch zunächst wurde „gearbeitet“. Hinsetzen, Zettel und Bleistifte raus? Mit Schule hatte die Tour zwar schon zu tun, doch mitschreiben musste keiner, dafür gab‘s am Ende der Tour die Fahrpläne, die jeder mitnehmen durfte. Stattdessen erläuterte Günter Heursen den mitreisenden Senioren das seit 2007 umgesetzte Haltestellenkonzept, bei dem alle Stopp-Punkte neu überarbeitet wurden, um sie so sicherer für Jedermann und vor allem Jung zu machen.

Absolut sicher für alle Fahrgäste


Heursen erklärte im Vorbeifahren den neugestalteten Bus-Bahnhof mit Busschleife auf der ebenfalls neu gestalteten Straßen An der Post und beschrieb die neuen, tiefer in die Straße hinein gebauten Bushalteflächen (Bsp.: Markt/Mühlenstraße): „Wenn der Bus hier steht, kann keiner mehr!“ Absolut sicher für die Fahrgäste, und hier vor allem die jungen, die noch zur Schule gehen!

Der Bus steht und Ruhe ist


Die Teilnehmer der Seniorentour erfuhren vom Stadtwerker, dass alle Haltestellen im Stadtgebiet in der Weise umgebaut wurden, den Straßenverkehr von den Fahrgästen fern zu halten beziehungsweise diesen für den Moment des Ein- beziehungsweise Ausstiegs zum Erliegen zu bringen. Soll heißen, ein Überholen unmöglich zu machen. Oder wie es der Betriebsleiter auch ausdrückte: „Der Bus steht und Ruhe ist.“

Verknüpfung mit den Ortschaften


Die Verknüpfung des Innenstadtgebietes mit den entlegenen Ortschaften wie Nierswalde, Asperden, Hassum, Hommersum, oder Nergena (mit seiner am weitesten entfernten Haltestelle „Sternberg“) ist sowohl für die Planer als auch für die Fahrer eine loggistische Herausforderung, gerade im täglichen Schulbetrieb, wo Sicherheit höchste Priorität hat. Nicht immer einfach, gerade in den Dörfern mit ihren engen Straßenverläufen: „Hier wird deutlich, was unsere Fahrer täglich leisten.“

Sicher für Schüler, sicher für Senioren

Nach der Stärkung im Restaurantbereich des GochNess ging es wieder gen Bahnhof. Am Start-/Zielort angekommen, bedankte sich Wolfgang Pitz in seiner typischen Weise: „Man kann feststellen, dass unsere Kinder sicher zur und von der Schule kommen. Und dass wir Alten heute auf den Wegen der Jungen unterwegs sein durften, hat uns ebenfalls gefreut.“
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1 Kommentar
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Lothar Dierkes aus Goch | 03.08.2015 | 12:29  
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