Cowgirls und Gladiatoren: Abendsitzungen der Queekespiere mit zahlreichen Höhepunkten

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Mit ihrem Cowgirl-Showtanz eroberten die Queekenteenies die Herzen des Publikums. Fotos: Breuer

Wenn der Gartenthor in die Bütt zieht, dann hört das Publikum in Keppeln besonders gut hin. Immerhin hat Steffi Neu, Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft Queekespiere, das ganze Jahr über Klatsch und Tratsch aus dem Dorf gesammelt und präsentiert die lustigsten Geschichten in ihrer gereimten Rede.

Zuvor hatte sie schon einen Schnelldurchlauf durch das Jahr hingelegt – mit Trump, dem Brexit, Böhmermanns Erdogan-Gedicht und auch dem Versuch, die Glasfaser nach Uedem zu bringen: „Die Kinder drohen auszuzieh'n – zum WLAN-Spot, egal wohin“ berichtete sie. Passend dazu das diesjährige Sessionsmotto: „Ons Internet es nit so gauw, mer flott sind wej met ons Helau“.
Dass sich die Queeken keine Sorgen um den Nachwuchs in der Bütt machen mussten, hatten gleich zu Beginn der Sitzung schon Finn Baumann (14 Jahre) und Fini Bremers (11 Jahre) bewiesen. Die beiden Jugendlichen erzählten ihre Geschichten mit einer Selbstverständlichkeit, dass das Publikum sie in der ausverkauften Bürgerbegegnungsstätte „Zur Dorfschule“ nicht ohne Zugabe von der Bühne lassen wollten. Die wurde auch von Ralf Kerkmann als „Dän Bruckse“ eingefordert, der auf Platt über seinen Ausflug zu einem schwedischen Möbelhaus parlierte. „Männer können trinken, ohne dass sie Durst haben – Frauen können einkaufen, ohne was zu brauchen“ lautete sein Fazit nach einem Einkaufmarathon.
Ein besonderer Augenschmaus sind jedes Jahr die Tanzdarbietungen bei den Queekespiere. Schon die ganz jungen Mädchen des Miniballetts legten einen bezaubernden Gardetanz hin. Die Teenies liefen als Cowgirls auf und schwangen bei Hebefiguren Lassos über den Köpfen des Elferrates, angeführt von Sitzungspräsident Robert Terheiden. Sehr fantasievoll in diesem Jahr der Showtanz des Queekenballetts: Die Tänzerinnen versetzten das begeisterte Publikum in die Zeit der Römer und zeigten einen Gladiatorenkampf. Langer Applaus war der verdiente Lohn für das harte Training im Vorfeld. Den heimste auch Melissa Koenen als Solo-Mariechen ein, die mit halsbrecherischen Tanzfiguren über die Bühne wirbelte.
Insgesamt 19 Programmpunkte sorgten bei den ersten beiden Sitzungen für jeweils fünf kurzweilige Stunden in Keppeln. Für die letzte Sitzung der Session am Freitag, 24. Februar, die um 19.11 Uhr beginnt, gibt es noch Restkarten. An diesem Abend gibt es noch einen besonderen Auftritt. Der WDR-Comedian René Steinberg, ein Kollege von Steffi Neu, stellt sich dem anspruchsvollen Publikum in der Dorfschule. Wer ihn und die Keppelner Karnevalisten miterleben möchte, kann sich noch eine Karte im Vorverkauf bei Elektro Heiming in Keppeln sichern.
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