Fulminante Show bringt Gocher Karneval auf Trab

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  Goch: Sporthalle |

Das jecke Volk in der Gocher Sporthalle hatte das Lachen mit den neuen Tollitäten und den weiteren Akteuren auf der Narrenbühne kaum beendet, da ging es nahtlos weiter in das große Showprogramm, das wieder gespickt war mit Showgrößen aus dem ganzen Land.

Von Franz Geib

Jörg Hammerschmidt durfte den sogenannten „Warm up“ vollführen und das gelang dem Stimmenimitator bestens. Mit seinen Parodien auf Udo Lindenberg, der sich um die Parkscheinautomaten in Goch herumnuschelte oder Angela Merkel, die sich als nächste Prinzessin beworben habe, weil sie die Haare schön, aber keinen Hals habe, begeisterte der Entertainer aufs Größte.

Gelungene Ehrerbietung der Reitergarde


Was Ex-Kanzler Gerhard Schröder über seinen Job zu sagen hatte, „Seit ich bei Gazprom bin, ist das Gas prompt teurer“, oder Kaiser Franz „Mit der Fifa läuft es wie geschmiert“ verriet, ließ der Parodist jeden im Saal wissen und das Volk dankte es mit lautem Gelächter. Olli Kahn, Jürgen von der Lippe, Peter Maffay, Heinz Ehrhardt und Christian Wulff, sie alle waren im Gocher Gürzenich zu Gast und Hammerschmidts sprachliche Kompetenz rief einen Schenkelklopfer nach dem anderen hervor.
Mit ihrem anschließenden Tanz unter dem Motto „Nie mehr Fastelowend ohne euch!“ machte die Reitergarde ihrem Prinzenpaar die artistisch gelungene Ehrerbietung, die der Sitzungspräsident und Prinzenvater nur mit den Worten „Es ist immer wieder eine Freude, diesen Herren ein wenig Akuratesse beizubringen“ kommentieren konnte. Sandra Sauter hatte den Männern um Gardemajor Jens Thüs offenbar richtig Beine machen können, die folgende Rakete war somit mehr als verdient.
Lutz Kniep, der schon die Proklamation des Kölner Dreigestirn mit seiner Trompete eröffnete, bot neben seinen musikalischen Ausflügen in die Welt des Pop und Karnevals eine bis dahin noch nie dagesene Laser-Show, die das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss. Für die sich anschließende Thronrede war somit der Boden geebnet, der daraufhin vom Stallburschen (Achim Verrieth) weiter mit gekonnten Kommentaren über das Leben im Kreise der Pferdefreunde bearbeitet wurde. Phänomenal der Auftritt der Prinzessin, die mit dem von Dr. Friedrich Emmerich verfassten Song „Wir sind die Reiter ...“ das Narrenvolk komplett für sich einnahm, so dass die Power Ladies mit ihren Interpretationen von Tina Turner und Co. es schwer hatten, mitzuhalten. Doch sie gaben sich alle Mühe, das Publikum von ihrer Kunst zu überzeugen und schickten hierfür sogar den Bürgermeister auf den „Highway to hell“ (AC/DC).
Was folgte, war das nächste akustische Highlight. „De Kleefse Tön“ schon lange zu Recht mit reichlich Vorschusslorbeeren bedacht, lieferten auf der Bühne eine fulminante Show, die den Saal komplett auf links drehte. Jetzt war Party angesagt, wenn gleich es schon kurz nach Mitternacht war. Mit diesen Finale furioso, dass mit allen Akteuren auf der Bühne den Ausklang fand und dem Versprechen des Prinzen, dass „die Partnerbörse jetzt geschlossen ist“ (siehe Bericht auf vorheriger Seite), weil er jetzt seine Partnerin (Prinzessin) gefunden habe, verabschiedeten sich die Jecken von allen Karnevalisten im Saal, dem der Prinz nur noch eines mit auf den Weg gab: „Wir werden im Trab durch den Gocher Karneval gehen. Versprochen ...“
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