Mit Basar und Kinderkunst

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Pastor Berthold Engels eröffnete einen neuen Spielbereich auf dem Außengelände. Foto: privat
UEDEM. Kinder können Inklusion. Völlig problemlos, stressfrei und ohne Diskussion. Sie machen es den Erwachsenen vor, „weil Kindern das Anders-Sein nicht als etwas Unnormales begegnet“, weiß Birgit Lennartz. Sie ist Leiterin der Inklusiven Kindertagesstätte Lebensgarten in Uedem, die nicht nur Kinder beheimatet, sondern als Familienzentrum allen Uedemer Eltern mit Hilfestellungen in Erziehungsfragen offen steht. Am vergangenen Wochenende feierte der Lebensgarten in Trägerschaft der Lebenshilfe gGmbH – Leben und Wohnen Kleve seinen 20. Geburtstag – und blickt man die beiden Jahrzehnte in der Pädagogik zurück, stellt Birgit Lennartz vor allem eines fest: „Früher war man sehr stark an Defiziten orientiert. Immer schaute man, was das Kind nicht kann. Heute ist das anders, da geht es um einen ressourcen-orientierten Ansatz“, schildert sie, „die Frage lautet jetzt: Was kann das Kind? Wir holen es dort ab, wo es steht, und passen die Umgebung an, damit es möglichst selbständig agieren kann.“
Angesprochen fühlen dürfen sich Kinder mit und ohne Einschränkung oder mit und ohne Migrationshintergrund – „wir leben das, was unser Träger, die Lebenshilfe, als seine Philosophie versteht: Wir leisten für alle, die sich uns anvertrauen, Hilfestellung“, so die Kita-Leiterin. Dahinter steht ein insgesamt 30-köpfiges Team, welches täglich für einen reibungslosen Ablauf sorgt. Eine sehr gute Vernetzung mit Kooperationspartnern wie beispielsweise dem Caritasverband Kleve sowie anderen Experten und eine intensive Elternarbeit sind für das Lebensgarten-Team selbstverständlich. Ebenso selbstverständlich war und ist die Inklusion im Lebensgarten. Fünf Gruppen, darunter heilpädagogische und inklusive Angebote, bieten 88 Jungen und Mädchen mit und ohne Behinderung Begleitung, Betreuung und Bildung. Seit 2009 ist im Lebensgarten auch die U3-Betreuung angesiedelt, ein Jahr zuvor wurde der Lebensgarten zum Familienzentrum zertifiziert.
Inklusion funktioniere unter Kindern deshalb so gut, weil sie das Miteinander leben. So sind Singkreise, gemeinsame Frühstücke und Spiele, gruppenübergreifende Angebote und beispielsweise das „Erzählzelt“ (Kinder erzählen Geschichten) reguläre Angebote für alle Kinder. „Wer in jungem Alter gelernt hat, dass Vielfalt normal und Andersartigkeit nichts Abschreckendes ist, der hat auch als Erwachsener keine Probleme damit“, ist sich Birgit Lennartz sicher. Und so feierten zahlreiche kleine und große Gäste den runden Geburtstag der Einrichtung. Das abwechslungsreiche Programm unter dem Motto „Ein-Blick in die Kunst des Lebens-Garten“ beinhaltete jede Menge Highlights – von der Eröffnung eines neuen Spielbereiches auf dem Außengelände mit Pastor Berthold Engels bis hin zu einem Basar mit liebevoll gestalteter Kinderkunst.
Nicht fehlen durften der Zirkus „Katastrofale“ und ein Theaterstück mit Eltern, Erziehern und Kindern: Pippi Langstrumpf sucht den Kindergarten und bekommt dabei Hilfe vom Osterhasen, dem St. Martin, Robin Hood und dem Nikolaus. Zum Abschluss schenkt Pippi den Kindern der Kita den "Kleinen Onkel", ein von einem Kind angemaltes weißes Holzpferd mit schwarzen Punkten, auf dem die Kinder reiten können – das absolute Highlight.
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