Esra Claaßen könnte Gochs größter Sportler werden - Der 12-Jährige ist ein Basketball-Talent!

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Goch: Sporthalle | Esra Claaßen ist zwölf, aber hat er einmal einen Basketball in der Hand wirkt er wie ein "alter Hase". Dribbeln, passen, rückpassen, dunken, Körbe macht der Junge, der für den TV Goch in der U14 spielt, am Fließband, denn er gehört schon jetzt zu den Besten seiner Zunft. Sagt zumindest sein Trainer Mohammed Fateh und der muss es wissen, schließlich war er selbst Nationalspieler. Und genau dort will auch Esra hin und das ist gar nicht mal so unrealistisch.
Warum erklärt Mohammed Fateh so: "Als Esra noch für die U10 (Zweite Mannschaft) spielte, habe ich seine Beweglichkeit und seine Auffassungsgabe für das Spiel erkannt. Mir fiel dieser große Blonde schnell auf." Das war vor knapp sechs Jahren, mittlerweile ist der 1, 80 (!) Meter große 7. Klässler mit der U12 bereits einmal Meister geworden und belegte mit der U14 in der Regionalliga den zweiten Platz.
Beim Sichtungslehrgang "Talente mit Perspektive" des Deutschen Basketball-Bundes in Hamburg konnte Esra weiter überzeugen und schaffte von 12 Spielern aus NRW den Sprung in die besten vier, für die es zu Ostern zum Finalturnier Talente mit Perspektive nach Heidelberg geht. Unter den Augen von Henrik Rödl, Basketballtrainer und ehemaliger Nationalspieler, wird hier bereits die U16-Nationalmannschaft für 2018 zusammengestellt. Nach Meinung von Mohammed Fateh hat Esra Claaßen durchaus Chancen ganz vorne dabei zu sein: "Man spürt so was, wenn ein junger Mensch das entsprechende Talent hat. Aber er muss weiter daran arbeiten!"
Das sah am Anfang noch ganz anders aus, erinnert sich der Gocher Trainer, der für Tunesien auf Korbjagd ging und in Goch bereits seit 20 Jahren sein Zuhause gefunden hat: "Als seine Mutter ihn brachte, wollte er wieder weg, als er mich sah. Doch mit dem Erfolg kam das Vertrauen!"
Für Vater Thomas Claaßen (Stadtpark e. V.) war die Entwicklung des Sohnes ebenfalls überraschend: "Wir sind eigentlich eine Fußballerfamilie!" Aber der Erzieher hat früh gemerkt, dass Esra den etwas größeren Ball bevorzugte: "Er lebt 150 Prozent Basketball!" Die Auswirkungen für die Familie sind entsprechend: Kadertraining am Samstag in Gladbach, Spezialtraining in Duisburg, diverse Turniere und natürlich die Spiele für das eigene Team.
Doch der Aufwand lohnt, meint Thomas Claaßen, denn einen möglichen Nationalspieler im Haus gibt es nicht jeden Tag. Und auch für eine Stadt wie Goch dürfte dies eine schöne Image-Geschichte sein. Und wenn die Spiele mit ihm dann auch noch in der eigenen Halle stattfinden könnten ...
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