Junge bleibt gesperrt

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Marco Reus, Mario Götze oder Robert Lewandowski - dass große Fußballclubs bei der Konkurrenz Spieler abwerben, gehört zum Geschäft. Aber selbst in der C-Jugend auf dem Lande geht es schon heiß her.

Christian Schmithuysen

„Beim Vereinswechsel wird mit zweierlei Maß gemessen“, stellt Hans-Theo Küp­pers ernüchternd fest. Früher lange selbst im Vorstand von Viktoria Goch tätig, trainiert er nun die C-Jugend des SV Uedem. Sein Sohn und dessen Freund Gerardo (13) haben den Wechsel in die kleinere Gemeinde mitgemacht. Doch während Küppers junior sofort eine Freigabe erhielt, wurde sein Freund gesperrt. „Ein Unding“, ärgert sich der Jugendtrainer, „dabei hat der Junge frühzeitig signalisiert, dass er nach Uedem wechseln möchte.“ Während die Mutter ihrem Sohn keine Steine in den Weg legt, gibt es von der Gocher Jugendabteilung ein klares Veto. Somit wäre Gerardo erst ab November für Uedem spielberechtigt und könnte solange seiner neuen Mannschaft nur von der Bank aus die Daumen drücken.

Kein Verständnis


Mike Theissen kann das ganze Theater nicht so recht verstehen. „Herr Küppers kennt doch die Einstellung unseres Vereins“, reibt sich der Vorsitzende von Viktoria Goch verwundert die Augen. „Er weiß genau, worum es geht. Der Junge bleibt gesperrt.“
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1 Kommentar
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Beate Haack aus Emmerich am Rhein | 19.08.2015 | 09:02  
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