Auf der Suche nach neuer Bleibe in Goch

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Sie suchen eine neue Bleibe für ihren Weltladen GOFair: Elke Fischer, Lucie Weinert, Monika Riße, Hiltrud Druschel, Inge Pellny und Gudrun van de Loo (v.l.n.r.). Foto: Steve

GOCH. "Wir wollen nach vorne schauen", will Lucie Weinert nicht den Kopf in den Sand stecken. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin des Weltladen GO Fair und ihre Mitstreiter haben vor kurzem eine schlechte Nachricht erhalten. Ihr Laden muss Ende September dicht machen.

Seit 2011 bietet der Weltladen am Steintor ein umfangreiches Angebot mit fair gehandelter Ware an. Die Geschichte des Gocher Vereins geht aber bis in die 70er Jahre zurück. Die Frauenhilfe des evangelischen Kirchenkreises verkaufte während der Grenzlandschau auf dem Gocher Friedensplatz 1977 zum ersten Mal fair gehandelte Waren aus aller Welt. Daraus entwickelte sich zehn Jahre später die Ökumenische Eine-Welt-Gruppe Goch, die heute als eingetragener Verein den Weltladen GO Fair betreibt.
Rund 35 Personen umfasst der harte Kern der ehrenamtlichen Gruppe. Zwar sind hauptsächlich Frauen im Geschäft anzutreffen. "Aber wir haben auch einige Männer, die fleißig mit anpacken", versichert Elke Fischer. Diese seien jedoch eher im Hintergrund tätig, wenn es um Öffentlichkeitsarbeit, Protokolle oder Kontakte gehe. Gute Kontakte dürften in nächster Zeit von Nöten sein. Wurde doch das Mietverhältnis für das Ladenlokal zum 30. September gekündigt. "Wir möchten auf jeden Fall weiter machen", gibt sich Monika Riße kämpferisch. Wächst doch momentan bereits die dritte Generation der Ehrenamtlichen heran. So hat sich schon ein kleines Team gefunden, dass sich für einen Neustart des Weltladens an anderer Stelle einsetzen will. Im Internet und in Zeitungen wurden fleißig Angebote studiert. Die Kirchen, die mit im Beirat sitzen, haben zwar keine freistehenden Räumlichkeiten. Dafür hält aber selbst die Stadt die Augen auf.
Aber die Vorgaben sind nun mal engt gestrickt. "Wir möchten gerne in der Nähe der Fußgängerzone bleiben", sagt Lucie Weinert. Ein Ladenlokal zwischen 50 und 70 Quadratmetern plus Lagerraum wäre ideal. Und ohne Schaufenster wäre es fast unmöglich, Kunden ins Geschäft zu locken. "Es ist immer noch schwierig, die Menschen zu überzeugen, dass sie mit ihrem Einkauf einen kleinen Beitrag für mehr Gerechtigkeit in der Welt leisten", erklärt Monika Riße. Sie verweist darauf, dass der Verein deshalb auch mehrmals im Jahr Vorträge oder Filmvorführungen zu dem Thema veranstaltet. "Da wir uns ausschließlich durch den Verkauf im Laden finanzieren, dürfte eine Miete auch nicht zu hoch ausfallen", appelliert Lucie Weinert an mögliche Vermieter. Wer Geschäftsräume zur Verfügung stellen möchte, kann sich unter Telefon: 02823/4197267 oder info@gofair-goch.de an den Verein wenden. Nähere Infos gibt es auch unter www.gofair-goch.de
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