„Das war eine geile Show“

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Fans von Horror und Co. mit Spaß an der grusligen Verkleidung gibt es zuhauf, daher waren die Horrornights insbesondere am Wochenende gut besucht. (Foto: Ramona Stöpgeshoff)
 
Da hatte jemand einen guten Maskenbildner. (Foto: Ramona Stöpgeshoff)
Hagen: Werkhof Kulturzentrum | ... dennoch erstmal die letzte des Veranstalters Marco Nowak in Hohenlimburg

Lichtblitze hinter den Fenstern, schaurige Geräusche und spitze Schreie – auch in der letzten Nacht der Horrorwoche jagten der Clown mit der Kettensäge und Pin Head den Besuchern auf ihrem Höllentrip einen gehörigen Schrecken ein.

Ein letztes Mal fanden am vergangenen Mittwoch Besucher den Weg zum Werkhof Kulturzentrum, um sich am Bundesministerium für magische Gestalten vorbei über den imaginären Friedhof zu schleichen, einen Blick in die Giftküche zu werfen oder der weißen Frau zu begegnen. Einige der Besucher waren ziemlich bleich, andere sichtlich amüsiert, als sie die Horrorstrecke durch die Katakomben der ehemaligen Schlossbrauerei, die spinnenbewebten Treppen hinauf und wieder herunter hinter sich hatten.

Hermine Granger und Harry Potter, die in Wirklichkeit natürlich zivile Namen tragen und dazu noch zwei Frauen aus der Arbeitsagentur sind, hatte das Grausen gefallen. „Die Show ist gut und man sieht die Liebe zum Detail und wieviel Arbeit in dem Aufbau steckt“, lobte Hermine beim Herausgehen. „Wir sind sogar zweimal durchgegangen“, meint Harry, „und beim ersten Mal war es echt gruslig.“ Das hörte der Herr der Horrornächte, Marco Nowak gern und auch das Versprechen der beiden, sein nächstes Event auch besuchen zu wollen.

Nix für ängstliche Seelen: Der Clown

Die 10-jährige Mia Möller, die mit ihrem Freund Jonas Bottmer (10) und dessen Vater extra aus Dortmund nach Hohenlimburg gekommen waren verließ den Werkhof eher mit gemischten Gefühlen. „Es war schon ganz schön, aber der Clown hat mir dann doch ganz schön Angst eingejagt.“ Deshalb, das verrät Jonas Vater, wollten die beiden Kinder partout nicht den ganzen Horrorparkour ablaufen und blieben lieber in der Eingangshalle beim Bundesministerium für magische Wesen. Dort lief auch ein kleiner Film, der nicht nur die die beiden fantastischen Kinohits um den englischen Zauberlehrling und die neuseeländische bunte Truppe aus Mittelerde erinnerte, sondern zeigte, wie lebendig Leute von heute ihren Spaß an Fantasy ausleben.

Das Geheimnis um Lennie

Unter ihnen auch Paul M. Herrmann, der die Gäste der Horrornacht in der Vorhalle zur Gruselstrecke empfing, ihnen launig etwas zum Bundesministerium für magische Wesen erzählte und gleich darauf noch ein riesiges Hohenlimburger Geheimnis verriet. Es hatte mit dem Bagger zu tun, der im April in der Lenne lag. Und die Antwort auf die Frage, wie er dahin gekommen war, können nur die ministerialen Experten geben. Die hatten nämlich ein Bild in ihrem Archiv, auf dem der Verursacher ganz deutlich zu sehen war. „Lennie“ war‘s, ein grünes Exemplar einer Wasserdrachengattung, die um die 500 Jahre alt werden kann. Was das Geschlecht des Drachen betrifft, wird vermutet, dass es sich um ein Männchen handelt, weil Jungen bekanntlich gern mit Baggern spielen. Sie wissen also alle, die die Horrornächte besuchten, dass auch Hohenlimburg sein Nessi hat.

„Schade“, sagt Marco Novak, dass die Hohenlimburger die Nächte eher ignorierten. Die rund 200 Gäste kamen eher aus Städten nebenan.
Bastian Biedermann (9)und seine Mutter Ruth können da widersprechen. Beide hatten Spaß an dem Horrorgang, der in Bastians Feststellung gipfelte: „Sowas habe ich noch nie gesehen.“ Angst hatte er keine, nur als der Kettensägenclown (Fabian Bornemann) ihn in die Enge getrieben habe, da habe er richtig laut geschrieen, was natürlich Marco Novak freut. Dennoch hat er sich entschieden, mit dieser Art Events in größere Städt zu gehen. „Schade“, meint auch unsere Fotografin, „Es war eine geile Show!“
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