Einschläfern oder wachküssen?

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Wie man dem Leerstand in der City beikommen kann, darüber wollen die Architekten des „Blauen Tisches“ mit den Bürgern diskutieren. (Foto: Ramona Stöpgeshoff)
Diskussion mit Bürgern und Fachleuten zur städtebaulichen Zukunft Hohenlimburgs

Das Nichts hinter vielen Schaufensterscheiben in der Hohenlimburger Innenstadt lässt nicht nur diejenigen Einzelhändler verzweifeln, die hier ihre Geschäfte noch betreiben. Es führt auch dazu, dass die Bewohner in ihrer Stadt eine Schlafstadt sehen. Hier muss sich etwas verändern.

Eine ehrliche und konstruktive städtebauliche Diskussion könnte ein guter Anfang sein. Deshalb ist am kommenden Freitag der „Blaue Tisch“ des Architekten- und Ingenieurvereins Mark-Sauerland (AIV) zu Gast in der Stadt und lädt um 15 Uhr zu einem Stadtrundgang mit anschließender Diskussion ein. Los geht es an der Freiheitsstraße/Ecke Gaußstraße, um sich ein Bild von der aktuellen Situation zu verschaffen.

In der anschließenden Diskussion ab 16 Uhr soll die aktuelle Situation und die Zukunft der Hohenlimburger Innenstadt thematisiert werden.
Für die Antwort auf die provokante Frage „Einschläfern oder wachküssen?“ werden zahlreiche Einzelaspekte differenziert beleuchtet. Da geht darum, weshalb sich das Interesse an den Ladenlokalen rund um die Limburger Freiheit steigert, aber in der östlichen Innenstadt in der Herrenstraße nahezu stirbt. Das Konzept um die neuen Einkaufsmärkte am Bahnhof hatte eher das Gegenteil prognostiziert. Es geht weiterhin um bürokratische Hürden wie Nutzungsänderungsanträge und Stellplatznachweise – kostentreibende Anforderungen – die das Interesse von neuen Mietern im Keim ersticken. Die Chancen und Perspektiven des zentrumsnahen Wohnungsbaues als Möglichkeit, Käufer in die Innenstadt zu lenken, sollen ebenso diskutiert werden wie die mögliche Wieder-Befahrbarkeit der Innenstadt, ein Thema, das in Hohenlimburg seit Jahren ein Dauerbrenner ist.

„… sehen, was dahinter steckt…“ – heißt das Motto, mit dem der AIV zu seinen Diskussionsveranstaltungen lädt. Dann wird vor Ort der „Blaue Tisch“ mit Riesenbleistift und Zirkel als Stütze aufgebaut, der als Mittelpunkt der Veranstaltungen dient. Daran und davor sollten dann Fachleute, Politiker und Bürger miteinander in den Dialog zu ihrer Stadt kommen. Die Präsentation des Ortes wird immer von einem oder mehreren Paten vorbereitet. Für Hohenlimburg ist das AIV-Mitglied Michael Rabe.
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