Mit Kinderaugen in die Werkstatt schauen

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"Kinder erproben auf einer Baustelle spielerisch ihre Handwerksfähigkeiten" aus: Weber, Berti: Wir besuchen heute fleißige Handwerksleute, Wittlich 1939, S. 7.
Hagen: LWL-Freilichtmuseum Hagen | LWL-Freilichtmuseum Hagen sucht historische Handwerksspielzeuge

Hagen (lwl). Das LWL-Freilichtmuseum Hagen sucht für eine neue Ausstellung zum Thema „Handwerk im Spielzeug“, die 2015 zu sehen sein wird, nach Leihgebern. Es werden historische Spielzeuge gesucht, die Kindern auf spielerische Art und Weise die Grundlagen unterschiedlicher Handwerksberufe näher bringen, deren Besonderheiten darstellen und mit denen handwerkliche Fähigkeiten spielerisch erprobt werden können.

Was sind die Tätigkeiten und Werkzeuge eines Schneiders, Tischlers oder Schuhmachers? Wie wird Mehl gemahlen, wie macht der Bäcker das Brot und der Metzger die Wurst? Und was unterscheidet einen Huf- von einem Goldschmied?
Schnell denkt man hierbei zunächst an die bekannten Klassiker wie die weit ver-breiteten Kindernähmaschinen, die vielen Metallbaukästen, Spiel-Dampfmaschinen oder die Werkzeugkästen, aber eine Reise in die Vergangenheit des Spielzeugs mit handwerklichem Bezug reicht viel weiter.

Neben Kinderbüchern, Karten- und Brettspielen, in denen Handwerksberufe vom Bäcker bis zum Sattler dargestellt werden, sucht das Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auch Raritäten, die vielleicht gar nicht aus dem Spielzeuggeschäft stammen. Denn bisweilen haben Eltern ihren Kindern die Besonderheiten des eigenen Handwerks und die eventuellen Gefahren in der Werkstatt dadurch vermittelt, dass sie das Spielzeug für den Nachwuchs selbst individuell anfertigten. Werkzeuge und Werkstätten - den Kinderhänden angepasst - erhielten so Einzug in die Welt des Spiels. Der Nachwuchs konnte sich spielerisch mit den Lebensrealitäten des Handwerks in der jeweiligen Zeit vertraut gemachen.

Von Drillbohrern, Feilen, Hobeln, Werkbänken, Buchdruckpressen bis zu ganzen Werkstätten für Kinder sucht das Museum Spielzeug, das die zum Teil sehr komplexen handwerklichen Tätigkeiten widerspiegelt. Doch nicht allein die Spielzeuge sind von Interesse, auch die individuellen Geschichten, die Erinnerungen und Erlebnisse, die untrennbar mit dem Spiel verbunden sind, sollen im Ausstellungszusammenhang aufgearbeitet werden.

Wer sich an die eigene Kindheit erinnert fühlt und auf dem Speicher noch alte Spielzeuge hat, die das Handwerk zeigen, kann das Spielzeug im Rahmen einer Ausstellung zur Kindheit im Handwerk den passenden Ort im LWL-Freilichtmuseum Hagen geben. Kontakt: LWL-Freilichtmuseum Hagen, Marco Heckhoff, Tel.: 02331 78070.

LWL-Freilichtmuseum Hagen
Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik
Marco Heckhoff
Mäckingerbach, 58091 Hagen
Tel.: 02331-78070, E-Mail: lwl-freilichtmuseum-hagen@lwl.org
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