Rezension zu Tomi Ungerer: Kein Kuss für Mutter

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Kleine Kinder werden groß:
Katzenjunge Toby Tatze mag keine Küsse. Erst recht nicht von seiner Mama.
Das sagt er ihr ziemlich deutlich am Frühstückstisch und auch kurz später,
als es zur Schule geht ,so dass diese traurig ist und der Vater wütend.
Die Hausaufgaben sind natürlich nicht gemacht, und weil Vater den
Sohnemann per Auto trotz kaputter Scheibe zur Schule bringt, kann
er sie auch nicht im Bus abschreiben.
Überhaupt ist Toby ein Unruheherd: Ständig spielt er Streiche, paßt nicht
auf, stört den Unterricht. Bis..
Ja, bis er mit seinem Klassenkameraden und guten Freund einen Streit hat,
der zum Kampf führt. Beide erleiden ziemliche Blessuren, Toby muss
sogar genäht werden und wird von seiner Mama abgeholt, die das für ihn
schlimmste macht: Küsschen über Küsschen, weil er verwundet ist.
Toby rastet aus, wofür er von seiner Mama eine saftige Ohrfeige bekommt-
die erste überhaupt.
Das bringt ihn so zur Besinnung, daß er fortan gelobt, sich zu bessern.

Das Buch ist recht schnell (vor)gelesen, es besticht sowohl durch die
nette Story, vor allem aber auch durch die schönen Illustrationen.
Die Zielgruppe sind kleine große Jungen, also irgendwo zwischen Kindergarten
und vielleicht 2. oder 3. Klasse. Und natürlich deren Eltern oder Großeltern, die
vorlesen oder Fragen beantworten müssen, und vielleicht die Geschichte
noch weiter spinnen.
Alles in allem ein lesenswertes und immer noch aktuelles Buch, obwohl es
schon 1973 geschrieben wurde. Nur Katzenvaters Drohung mit dem Stock
passt überhaupt nicht mehr, aber sonst beschreibt es sehr schön die Sorgen
(aus Sicht des Jungen) auf dem Weg vom Kleinkind zum Heranwachsenden.
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