Stadtmuseum Hagen zeigt interessante Schulprojekte

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Neben der museumspädagogischen Betreuung von Schulklassen beim Museums- oder Archivbesuch kooperiert das Historische Centrum Hagen jedes Jahr mit mehreren Schulen und führt mit diesen unterschiedliche Projekte durch. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden vom 28. Juni bis 14. Juli mit der Präsentation „Schule@Museum“ im Stadtmuseum Hagen gezeigt. Die Ausstellung zeigt zwei sehr unterschiedliche Schulprojekte aus diesem Schulhalbjahr.

Was macht ein Museum? Wie wird eine Ausstellung gemacht? Auf diese und ähnliche Fragen sollten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a der Freiherr-vom-Stein Schule eine Antwort finden und deshalb selbst eine Ausstellung machen. Da alle Kinder gerne spielen und viele Spielsachen zu Hause haben, sollte es eine Ausstellung zum Thema Spielzeug sein, aber nicht nur mit ihren Spielen und Spielsachen, sondern auch mit dem alten Spielzeug der Eltern und Großeltern. Beim Besuch des Stadtmuseums Hagen schauten sie dort hinter die Kulissen und lernten die Aufgaben eines Museums kennen. Danach haben sie sich mit viel Spaß und Eifer auf ihre eigene Ausstellung zum Spielzeug gestürzt. Dazu wurden unterschiedliche Spielzeuge gesammelt, nummeriert und die Daten zu den Spielzeugen auf Erfassungsbögen eingetragen, wie im richtigen Museum. Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Eltern und Großeltern zu ihren Erinnerungen an die Kindheit und ihr Spiel und Spielzeug befragt. Als eine Großmutter und ein Großvater in der Klasse von ihrer Kindheit in der Kriegs- und Nachkriegszeit erzählten, lauschten die Schülerinnen und Schüler ganz andächtig. Mit dem Spielzeug und den Aussagen der Eltern und Großeltern sowie alten Fotos vom Spielen planten die Kinder dann die Ausstellung, bauten und bemalten große und kleine Vitrinen, schrieben die Ausstellungstexte, gestalteten Plakate und präsentierten ihr Werk dann in den Schulen und jetzt noch einmal im Stadtmuseum Hagen.

Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a der Luise-Rehling-Realschule haben die Geschichte von Altenhagen erforscht und einen historischen Stadtteilrundgang erstellt. Im Stadtarchiv Hagen recherchierten sie nach Unterlagen, Karten und Fotos zu den wichtigsten Gebäuden und den Straßen rund um ihre Schule. Um noch mehr über die Geschichte der Gebäude zu erfahren, nahmen die Schülerinnen und Schüler Kontakt zu den Besitzern bzw. Vertretern der Gebäude auf. Aus den gesammelten Informationen verfassten sie dann Texte zur Geschichte der Gebäude und Straßen. Nach historischen Fotos wurden die Örtlichkeiten aus der gleichen Perspektive noch einmal fotografiert, um so die Veränderungen im Stadtteil zu dokumentieren. Die Texte sowie ausgewählte Fotos wurden zu einem Stadtteilrundgang zusammengefasst. Mit diesem Projekt, das mit Landesmitteln aus den Programm „Archiv und Schule“ gefördert wurde, wurden Schülerinnen und Schüler an die Arbeit im Stadtarchiv Hagen herangeführt. Sie lernten dabei auch ihre Heimatstadt Hagen besser kennen.


Die Eröffnung der Präsentation Schule@Museum findet am Freitag, 28. Juni, um 14 Uhr im Stadtmuseum Hagen statt. Im Anschluss an die Eröffnung besteht die Möglichkeit zum Besuch der Präsentation und zum Gespräch mit Projektbeteiligten.

Mit dieser Projektarbeit erfüllen das Stadtmuseum Hagen, das Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen und das Stadtarchiv Hagen ihren Bildungsauftrag und ermöglichen so wertvolle Projekte, die von den Schulen allein nicht zu tragen sind. Die Archiv- und Museumspädagogik ist auch in Zukunft offen für weitere, neue Projekte. Wege und Methoden können dabei vielfältig gestaltet werden. Offenheit für Alles ist oberstes Leitziel. In diesem Sinne sind alle Lehrerinnen und Lehrer aufgerufen, gemeinsam mit der Archiv- und Museumspädagogik Projekte innovativ und kreativ zu planen und zu gestalten.
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