Südwestfälischer Frieden: Geschichtenwettbewerb für Kinder und Jugendliche

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Ausnahmsweise mal auf der Bank: Die Mitglieder des Runden Tischs der Religionen und Schirmherr Dr. Peter Paul Ahrens freuen sich auf Beiträge. Foto: Stan
Frieden zu definieren, ist gar nicht so einfach. Sicher handelt es sich um mehr als die Abwesenheit von Krieg. Was Kinder und Jugendliche dazu zu sagen haben, interessiert den Runden Tisch der Religionen. "Meine Geschichte vom Frieden" heißt ein neuer Wettbewerb. "Wir hoffen, dass wir mit unserem Aufruf viel Kreativität freisetzen", sagt Martina Espelöer, Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises und Sprecherin des Runden Tischs. Ihr steht eine riesige Themenfülle vor Augen. Anknüpfungspunkte biete eigentlich jede Art von Konflikt und die Ideen, ihn zu lösen.
Gerhard Schaper von der Bahai-Gemeinde erzählt beispielhaft die Geschichte von den Rangen, die beim Fußballspielen eine Fensterscheibe zerdeppern. In einer solchen Situation, meint der Iserlohner, wäre es doch prima, wenn sich allen Beteiligten erstmal zusammensetzen und ein Eis essen. Denn nicht Kampf und Auseinandersetzung dürften im Vordergrund stehen, meint Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, der die Schirmherrschaft für den Geschichten-Wettbewerb übernahm. Dank des Engagements der Sparkasse sind Geldpreise ausgelobt. Insgesamt 1.400 Euro werden verteilt.
Neben der großen Themenvielfalt ermöglicht der Runde Tisch auch eine Fülle an Umsetzungsformen. Die Geschichten vom Frieden können in Prosa, gereimt oder als Spielszene auf Papier eingereicht werden. Möglich sind aber auch Zeichnungen, Grafiken, Fotos, Bildergeschichten oder Comics und Filme. Sofern man sich der geschriebenen bzw. gesprochenen Sprache bedient, muss es nicht zwangsläufig die deutsche sein. Schließlich sitzt am Runden Tisch nicht nur geballte religiöse, sondern auch kulturelle Kompetenz. Beiträge auf Türkisch oder Arabisch etwa treffen in mehrfacher Hinsicht auf Verständnis.
Der Katholikin Judith Temme gefällt, dass sich der Aufruf an junge Menschen richtet. "Bei unserem letzten Fest der Religionen ist mir mal wieder aufgefallen, wie unvoreingenommen sich Kinder begegnen. Sie scheren sich nicht um die Herkunft. Uns Erwachsenen fällt das häufig nicht so leicht." Martina Espelöer denkt in diesem Zusammenhang an Streitschlichter, wie es sie an zahlreichen Schulen gibt. "Ich kann mir gut vorstellen, dass sie sich sehr freuen, wenn sich zwei Schüler dank ihres Einsatzes die Hand reichen." Auch sie sind herzlich willkommen, von diesem Erfolgserlebnis zu berichten. Der Runde Tisch der Religionen wurde 2012 gegründet.

Stichwort: Runder Tisch
Er besteht aus Vertretern der evangelischen, katholischen und griechisch-orthodoxen Kirchen, der muslimischen DITIB-Gemeinde, der Bahai- und der Hindu-Religion, der jüdischen Gemeinde sowie des Integrationsrats der Stadt Iserlohn.
Sprecherin des Runden Tisch der Religionen ist Superintendentin Martina Espelöer.
Ziel ist, den Dialog zwischen den Religionen zu fördern.

Die Spielregeln
Der Aufruf richtet sich an Jugendliche von 12 bis 18 Jahren.
Man kann sich in drei Altersstufen (12-13 /14-15 / 16-18) mit einem Beitrag in Text, Foto, Video oder Bild beteiligen.
Über die Beiträge entscheidet eine Jury. Sie besteht aus Mitgliedern des Runden Tisch der Religionen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die besten Ergebnisse in den drei Alterstufen werden mit je 300 Euro und die beste Gruppenarbeit (unabhängig von der Alterstufe) mit 500 Euro prämiert.
Letzter Abgabetermin ist am Freitag, 30. September.
Adressen: Evangelischer Kirchenkreis Iserlohn, Piepenstockstraße 21, 58636 Iserlohn oder per Mail karl-heinz.struve@­kk-ekvw.de
Die Preisverleihung erfolgt am 30. November 2016.
Weitere Informationen gibt es auf www.kirche-iserlohn.de/Friedenspreis-fuer-Jugendliche.
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