2.300 Schüler informierten sich auf Hagener Ausbildungsmesse

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Auch am Stand der Funke Mediengruppe informierte sich Minister Rainer Schmeltzer.
 

Rund 120 Aussteller aus den Bereichen Industrie, Dienstleistung, Einzelhandel und Handwerk präsentieren sich am Freitag bei der vierten Ausbildungsmesse im Gewerbegebiet Kückelhausen. Ebenfalls vertreten sind Behörden wie Finanzamt und Polizei, die Industrie- und Handelskammer, Arbeitgeberverbände und Bildungsträger. Die Funke Mediengruppe ist Medienpartner der Ausbildungsmesse und natürlich auch mit einem Infostand vor Ort.

Bei der Eröffnung bedankte sich Kirsten Kling, Geschäftsführerin der Agentur Mark, im Namen der Veranstalter für die finanzielle und konzeptionelle Unterstützung der Agentur für Arbeit und das Sponsoring der Märkischen Bank.
In seinem Grußwort beim Eröffnungsempfang begrüßte Oberbürgermeister Erik O. Schulz das Engagement der Unternehmen bei der Suche nach geeignetem Nachwuchs. Die Teilnahme an der Messe sei eine gute Investition in die Zukunft, denn nur über den direkten Kontakt mit Unternehmensvertretern könnten die Jugendlichen eine Idee für ihre berufliche Zukunft entwickeln. Schulz fügte hinzu: „Der Anteil zahlreicher Unternehmen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Märkischen Kreis zeigt, dass sie bei der Suche nach künftigen Auszubildenden über ihren regionalen Tellerrand hinaus gucken.“
Anschließend hob NRW Arbeitsminister Rainer Schmeltzer in seinem Grußwort hervor, dass eine gute Ausbildung nicht nur der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe sei, sondern gleichzeitig auch das Fundament der deutschen Wirtschaft. Das zentrale Thema des Ausbildungskonsenses NRW sei die Steigerung der Ausbildungszahlen. Um das zu erreichen, müssten die Potenziale der Jugendliche frühzeitig gefördert werden. Die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ gewährleiste, dass alle Schüler in NRW die gleichen Chancen auf eine gute Ausbildung erhielten. Schmeltzer betonte in diesem Zusammenhang, wie wichtig die Gleichwertigkeit von dualer Ausbildung und Studium sei: „Nicht nur das Abi zählt“. Um die Ziele der Landesinitiative zu erreichen, müssten die Partner in den Regionen ihren Teil beitragen und zusammenwirken. Gleichzeitig betrachte das Land die Menschen mit Migrationshintergrund als ein wichtiges Potenzial, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Für junge Flüchtlinge entwickle NRW daher zurzeit ein maßgeschneidertes Angebot, um ihren Einstieg in Ausbildung zu fördern.
Der Präsident der Handwerkskammer Dortmund, Berthold Schröder, zeigte sich beeindruckt von der Ausbildungsmesse Hagen. Die Branchenvielfalt und die Beteiligung der Partner seien ein guter gemeinsamer Versuch, die Zielgruppe zu erreichen. Bei der Eröffnung berichtete Schröder von den zahlreichen Aktivitäten des Handwerks im Wettbewerb um den Fachkräftenachwuchs.
Ein Beispiel sei die Imagekampagne, die seit sechs Jahren mit originellen Plakatmotiven die Vielfalt im Handwerk darstelle. Daneben gäbe es ein spezielles Beratungsangebot für Abiturienten. Ebenso wichtig sei es der Handwerkskammer Dortmund, Flüchtlingen eine Möglichkeit zur Ausbildung und damit zur Integration zu geben. Im Anschlussprojekt der im Juli 2015 begonnenen Flüchtlingsinitiative werden aktuell 91 Teilnehmer aus Syrien, Eritrea, Afghanistan und anderen Ländern betreut, fünf von ihnen kommen aus Hagen. Sie durchlaufen eine dreistufige Vorqualifizierung, bei der es vorrangig um Spracherwerb und praktisches Wissen geht. Insgesamt zeige sich ein steigender Trend bei den Ausbildungsverträgen, so der HWK-Präsident. Alleine in Hagen habe es vier Prozent mehr gegeben als im letzten Jahr. Diesen Trend gelte es fortzusetzen und auszubauen.
Am Vormittag werden rund 2.300 Schüler von Hagener Haupt-, Gesamt-, Förder- und Realschulen, Gymnasien und Berufskollegs auf der Ausbildungsmesse erwartet. Für die angemeldeten Schulen ist wie im vergangenen Jahr ein kostenloser Transfer von der Schule zur Messe und wieder zurück durch die Hagener Verkehrsbetriebe eingerichtet. Nachmittags hat die Messe für die breite Öffentlichkeit geöffnet.
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