Cemile Giousouf nimmt Stellung zu den Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte

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Foto: Archiv

Cemile Giousouf: Nicht die Gewalt durch Flüchtlinge nimmt zu, sondern gegen Flüchtlinge und Einwanderer!

Zu den vom Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichten Zahlen zu Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte nimmt Cemile Giousouf, die Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stellung:
"Mehr als 800 Mal wurden Flüchtlingsunterkünfte dieses Jahr attackiert. Viermal so häufig wie im Jahr 2014. Aber nicht nur Flüchtlingsheime werden angegriffen, auch Angriffe und Anfeindungen auf Muslime und Einwanderer nehmen zu. Sie werden auf offener Straße als IS-Anhänger beschimpft, angefeindet, bespuckt und sogar angegriffen. Dabei nimmt die Hemmschwelle immer weiter ab. Der Terror hat dann gewonnen, wenn Hass unsere Gesellschaft spaltet und unbehelligte Bürger dieses Landes zur Zielscheibe werden. Ich bekomme vermehrt Zuschriften von Muslimen, die schildern, dass sie Angst haben, Ihre Kinder allein nachts auf die Straße zu schicken, weil sie arabisch aussehen.
Wir müssen als Zivilgesellschaft Courage zeigen und dürfen Betroffene nicht allein lassen. Wir müssen alle Mittel des Rechtsstaates nutzen und Anzeige erstatten. Schulen müssen aber auch stärker über Terrorismus aufklären. Mittlerweile gibt es viele junge muslimische Initiativen, die sich in Schulen engagieren. Sie sind wichtige Partner."

Hintergrund:
Eine Sprecherin des BKA teilte mit, dass mehr als 800 Mal Flüchtlingsunterkünfte dieses Jahr attackiert wurden. Bei den Übergriffen handelt es sich überwiegend um Sachbeschädigungen, Propagandadelikte und Volksverhetzungen. Aber auch die Zahl der Gewaltdelikte gegen Flüchtlingsunterkünfte ist deutlich gestiegen. Während letztes Jahr lediglich 28 Fälle Gewalttaten verzeichnet wurden, sind es jetzt bereits 130 tätliche Angriffe.
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