Die Damen vom Empfang

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Eva Reihs-Neumann (li.) und Margarethe Wiczorek sind viel mehr als nur die Damen am Empfang der Stadthalle.

Die Sagengestalt Hagen von Tronje strotzte vor männlicher Kraft. Hagen ist ein Name für Söhne. Unsere Stadt Hagen wird männlich regiert. Und doch kommt die Stadt ohne Frauenpower nicht aus. In einer lockeren Serie stellen wir Ihnen einige der Hagener Powerfrauen und ihre Arbeit vor. Den Anfang machen Margarethe Wiczorek und ihre Kollegin Eva Rehs-Neumann. An ihnen kommt in der Stadthalle keiner vorbei.

Der Empfang eines Konzert- und Tagungszentrums, wie die Stadthalle eines ist, ist mehr als ein Schreibtisch mit einer nett lächelnden Dame dahinter. Natürlich: Das freundliche Lächeln gehört zum Tagesgesicht von Margarethe Wieczorek und Eva-Reihs-Neumann und es ist in jedem Fall ein offen und ehrliches. Wer in die Stadthalle kommt, sei es zu einem der zahlreichen Kulturevents, Kongresse, Tagungen oder Messen oder um sich Karten für eine Veranstaltung zu kaufen, der trifft zuerst auf die weibliche Front des Hauses: auf eine der beiden Damen vom Besuchermanagement. Und mit dem freundlichen "Was kann ich für Sie tun?" können sich die Besucher sicher sein, dass Margarethe W. und EvaR. eine Menge für sie tun werden.
Die Damen sind Navigatoren, wenn es gilt, seinen Platz im Konzertsaal, einen bestimmten Messestand oder einen Raum zu finden. Sie beantworten am Telefon geduldig die Fragen und regulieren von ihrem gläsernen Büro im Foyer der Stadthalle aus auch schon mal das Licht oder die Lüftung - um nur einige, längst nicht alle ihrer Aufgaben zu nennen.
"Wir sind hier auch Problemlöser und manchmal sogar Seelsorger", lacht Margarete Wieczorek und erzählt davon, dass sie einer Konzerbesucherin sogar mal den Absatz wieder an den Pumps geklebt habe, nachdem diese ihn sich auf dem - zugegebenermaßen teilweise Highheels feindlichen Pflaster vor dem Eventhaus abgebrochen hatte.

Online ist nicht jedermanns Sache


Einen großen Teil der Arbeitszeit der beiden guten Feen des grünen Hauses im Wasserlosen Tal nimmt der Kartenverkauf ein, den die Stadthalle auch für Veranstaltungen außerhalb des Hauses anbietet. An der Tages-, als auch an der Abendkasse. Wenn um 8.30 der Rechner hochgefahren wird, eine halbe Stunde später das Haus geöffnet wird, dann beginnt in der Regel schon, das Telefon zu klingeln und das Tagesgeschäft beginnt für die Dame am Empfang. Ein Tagesgeschäft, bei dem man viel reden muss.
"Es gibt ja auch Leute, die ihre Karten nicht online reservieren können, weil sie entweder keinen Computer besitzen oder mit der Handhabung des online-Bestellsystems nicht zurecht kommen", erklärt Margarethe Wieczorek. Für sie und Eva Reihs-Neumann sind das ein paar Klicks am Computer, die sie jeden Tag viele Male machen. Kein Wunder, dass es dann auch schon mal eine telefonische IT-Beratung gibt. Margarete Wieczorek erinnert sich an eine solche Geschichte sehr gut: " Eine Dame rief mich von einem Internet-Café an, wo sie sich online Veranstaltungskarten kaufen wollte. Aber sie kam mit dem System überhaupt nicht zurecht. Sie weinte fast am Telefon, weil sie die Karten unbedingt kaufen wollte. So ging ich mit ihr Schritt für Schritt vor und letztendlich klappte die Bestellung."
Redet man sich in so einem Job nicht sprichwörtlich den Mund fusslig? Margarete Wieczorek und Eva Riehs-Neumann lachen unisono. "Schon, aber der Kontakt zu den Kunden ist, was unsere Arbeit so lebendig macht", sagt Eva. Freundlich zu sein, ganz gleich welche Laune die Kunden haben, falle ihr wie auch ihrer Kollegin nicht schwer. Manchmal könnten Wünsche nach bestimmten Karten ja auch nicht erfüllt werden, was die Kunden nicht besonders erfreut.

Beraten, wie man selbst beraten werden will


"Wir beraten so, wie wir selbst beraten werden wollen", erklärt Margarethe Wiczorek, warum ihr die Launen mancher Kunden die Freundlichkeit nicht verderben können. "Ich wünsche mir auch kein mürrisches Gegenüber, wenn ich Hilfe brauche."
Für den Geschäftsführer des Hauses, Jörn Raith, sind Mitarbeiterinnen wie Margarethe und Eva Gold wert, denn sie transportieren, wie auch alle anderen Mitarbeiter, das Image des Hauses nach außen. Der Chef weiß es auch zu schätzen, dass sich seine Mitarbeiterinnen auch außerhalb ihrer Arbeitszeit für das Haus engagieren. Sei es, dass die Hobbyschneiderin Wieczorek sich einfach an die Maschine setzt und Dekoration für das Oktoberfest näht. Zeugnis eines guten Arbeitsklimas.
Sowohl Margarethe Wiczorek als auch Eva Riehs-Neumann sind schon lange in der Stadthalle beschäftigt. Riehs-Neumann kann dabei schon auf 20 Jahre zurückblicken. In dieser Zeit hat sie nach eigenem Bekunden beinahe jede Abteilung des Hauses kennengelernt. Dass sie jetzt mit Margarethe Wieczorek am Empfang arbeitet, freut sie besonders. Denn auch wenn beide selten zur gleichen Zeit im Hause sind, so verstehen sie sich doch blendend.
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