Einmal die Woche forschen

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Schafft er's ...? Hohenlimburgs Bürgermeister Hermann Josef Voss wusste, mit welchem Trick man einen Luftballon in der Flasche aufblasen konnte. Und den erforderlichen langen Atem hatte er auch.
Hagen: Grundschule im Kley | Eröffnung der Lernwerkstatt in der Grundschule im Kley

Wie bläst man einen Luftballon in einer Flasche auf, ohne dass einem die Puste ausgeht? In der neuen Lernwerkstatt der Grundschule im Kley konnte man in der vergangenen Woche viele rote Köpfe sehen – Politiker mit langem Atem und Geistesblitzen und neugierige Grundschüler.

Bei der feierlichen Eröffnung der neuen Lernwerkstatt konnten die vielen Materialien und Werkzeuge gleich ausprobiert werden. Und nicht nur von den Kindern selbst. Mit dabei waren Dr. Thomas Grünewald, Staatssekretär im Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung im Landesministerium NRW, sowie Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz. Zu den prominenten Gästen zählten auch der Bundestagsabgeordnete René Röspel sowie Dr. Matthew Ganz, President Boeing Germany and Northern Europe.

So macht Wissenschaft Spaß

Auf den ersten Blick ist die Lernwerkstatt ein Raum mit Regalen und durchsichtigen Kisten und in jeder Kiste schlummern Abenteuer und Spaß, zu tüfteln, zu basteln, zu experimentieren und naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu entdecken. Eigene Fragen stellen, selbstständig nach Lösungen suchen: So lernen die Schülerinnen und Schüler der Hohenlimburger Grundschule im Kley von nun an einmal in der Woche in ihrer neuen Lernwerkstatt.
Diese wurde seit März dieses jahres mit Unterstützung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) im Rahmen des Programms „Fliegen lernen“ konzipiert und gestaltet. Dieses Programm unterstützt seit 2006 Kitas und Grundschulen beim Aufbau und der Gestaltung von Lernwerkstätten. Das Unternehmen Boeing ist langjähriger Förderer des Programms.

Als die Grundschule im Kley die Anfrage erhielt, eine derartige Lernwerkstatt einzurichten, habe es sie unverhofft und spontan getroffen, sagt Schulleiterin Anja Krüselmann. „Aber so eine Anfrage bekommt man nicht alle Tage“, meint sie und dass damit ein Traum in Erfüllung gegangen sei. Bisher hatten die Kolleginnen erst aufwendig Material und Werkzeuge beschaffen müssen, wenn sie den Schülern eigenaktives und selbstentdeckendes Lernen ermöglichen wollten. So gingen die Lehrerinnen dann auch motiviert an die Arbeit und richteten innerhalb eines halben Jahres den Raum ein, schafften Material an und durchliefen entsprechende Fortbildungen.

"Was macht du eigentlich hier? ..."

Dr. Matthew Ganz war beeindruckt von dem Ergebnis und freute sich besonders, dass das amerikanische Unternehmen Geld in den Heimatort des Firmengründers investiert hatte. Das war dann auch die Antwort auf die Frage eines Grundschülers, was er überhaupt hier mache, wo Hohenlimburg doch gar keinen Flugplatz habe.

In der Lernwerkstatt dann hatten er und die Gäste aus Politik und Verwaltung viel Spaß am gemeinsamen Experimentieren mit den Kindern. „Die Kinder“, sagte Ganz im Anschluss an die Eröffnungsfeier, „sind die wahren Ehrengäste heute.“ Ganz freute sich über die Wissbegier der kleinen Hohenlimburger. „Einige Experimente waren gar nicht so einfach. Ich bin zwar Ingenieur, aber die Kinder haben viele Lösungen dank ihrer Neugier gefunden. Wenn ich so etwas sehe, dann sehe ich hoffnungsvoll in die Zukunft.“
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