Gehofft, gekämpft und letztendlich gewonnen (Teil 1)

Hagen: Hagen | Die Umbauarbeiten des Eilper Tierheims haben vor zwei Monaten begonnen. Doch der Weg dahin war sehr lang. Bereits im Jahr 2008 wurde beschlossen, das Tierheim zu sanieren. Die Genehmigung von Bürgermeisterin und Tierschützerin Brigitte Kramps kam am 10. September 2009. Anfang November kam es zur Unterzeichnung des Vertrages. Kurz darauf stand es lange Zeit sehr schlecht um den Tierheimumbau. Eine Einigung ist im Streit zwischen Stadt und Bezirksregierung Arnsberg gescheitert. Der damalige Regierungspräsident Diegel (CDU) wollte kein weiteres Geld geben. Doch eine Sanierung am alten Standort ist für den Tierschutzverein undenkbar. Doch auch dieses Problem wurde gelöst, und es ging weiter. Ende August gab es dann endlich grünes Licht „Die Stadt Hagen wird auf die 1,5 Mio. Euro für das geplante Tierheim aus dem Konjunkturpaket II zugreifen können“, fasst Jörg A. Linden, Sprecher der Bezirksregierung in Arnsberg, ein Gespräch zwischen dem neuen Regierungspräsidenten Gerd Bollermann (SPD) und einer Delegation um Oberbürgermeister Jörg Dehm (CDU) zusammen. Dehm konfrontierte die Spitzen der Ratsfraktionen mit dem jetzt realistischen Zahlenwerk. Demnach liegen die Kosten für das Bauwerk um 300.000 Euro, für die Technik um 100.000 Euro sowie für die Außenanlagen um 120.000 Euro höher als ursprünglich gehofft. Hinzu kommen Mehrkosten für eine Flächenausweitung ( 100.000 Euro), ein Kleintierhaus (253.000 statt 36.000 Euro) sowie Hundebehausungen (160.000 statt 42.000 Euro). Hier soll jetzt durch tiefgreifende Umplanungen und Verzicht versucht werden, den gegenüber der Bezirksregierung zugesagten Kostenrahmen von zwei Millionen Euro noch einzuhalten. So ist daran gedacht, das ungeheuer kostspielige Kleintierhaus zunächst durch Container zu ersetzen, auf eine angedachte Teichanlage zu verzichten und auch den Nachtauslauf für Hunde mit Schallschutz und Sicherheitsglas zu einem anderen Zeitpunkt zu realisieren. Auch Tierklappen aus Edelstahl, Alu-Fenster sowie aufwendige Belüftungstechnik für fußbodengeheizte Hundeboxen stehen auf dem Prüfstand. Damit würde allerdings der Standard, den der Tierschutzverein einst mit der Planungsverwaltung in einem gemeinsamen Kontrakt vereinbart hatte, deutlich unterschritten.
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