Hagen ist BUNT mit Integrationspreis ausgezeichnet

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Im Rahmen seines Neujahrsempfangs zeichnete der Integrationsrat der Stadt Hagen drei Projekte für ihr vorbildliches Engagement für ein respektvolles Miteinander mit dem Integrationspreis aus. (Foto: privat)
Hagen: Hagen |

Im Rahmen seines Neujahrsempfangs zeichnete der Integrationsrat der Stadt das Bündnis Hagen ist BUNT mit dem Integrationspreis der Stadt Hagen aus: Für sein vorbildliches Engagement zum respektvollen Zusammenleben in der Stadt.

Hagen ist BUNT entstand im Januar 2015 aus einer Demonstration gegen rechts heraus und etablierte sich in kurzer Zeit zu einer breit angelegten Bürgerbewegung, die sich durch Willkommensaktionen, Spenden, Integrationsnachmittage, die Beschaffung von Schulmitteln, Hilfe in den Notunterkünften des Landes und vor durch allem konsequente Lobbyarbeit immer wieder für Toleranz und Vielfalt in Hagen einsetzt. „Für uns ist dieser Preis eine große Ehre, eine Aufmunterung, weiterzumachen, ein Ansporn“, bedankte sich die erste Vorsitzende, Nicole Schneidmüller-Gaiser im Namen des Vorstandes. „Wir nehmen ihn allerdings nur entgegen und geben ihn weiter an alle Hagenerinnen und Hagener, die für ein tolerantes, vielfältiges, und weltoffenes Hagen einstehen. Davon gibt es sehr viele und dafür können wir alle dankbar sein!“

Nachahmer über die Stadtgrenze hinaus

Weitere Preisträger sind Silke Pfeiffer und Mana Mehdizadeh für ihr gemeinsames Projekt mit Zuwanderern "Story-Teller - Geschichten & Gerichte" sowie Karl-Heinz Kubas vom Radsportclub Hagen und Fatih Kurukafa vom Stadtsportbund (SSB), die im sommer 2015 gemeinsam mit der Caritas ein Fahrradlernprojekt für Migrantinnen durchgeführt haben, das mittlerweile schon Nachahmer im Münsterland gefunden hat und fortgesetzt wird.
Der Integrationsrat der Stadt setzt sich für die Rechte der in Hagen lebenden Menschen mit Migrationshintergrund ein. In seiner Eröffnungsrede forderte Sükrü Budak das kommunale Wahlrecht für Menschen, die schon lange in Hagen heimisch sind: „Mein Vater lebt seit 38 Jahren hier – aber seinen jetzigen Oberbürgermeister durfte er nicht wählen.“ Dieser nannte Integration eine fortwährende, wichtige Gemeinschaftsaufgabe in einer Stadt, in der bereits heute fast 60 Prozent der unter 15-jährigen mindestens ein Elternteil mit Migrationshintergrund hätten.
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