Hagener Ordnungsamt befreit Hund aus überhitztem Auto

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Hagen: Emilienplatz |

Einem kleinen Mischlingshund wäre die Hitze der vergangenen Tage beinahe zum Verhängnis geworden. Das Thermometer am Emilienplatz in Hagen zeigt momentan oftmals heiße 34 Grad. Da freuen sich Mensch und Tier über eine Abkühlung - sei es in der Eisdiele oder an den Ufern der Volme. Während eine Hundehalterin das spätsommerliche Wetter in der Stadt genossen hat, litt ihr Hund derweilen im Auto unter der Hitze.

Achtsame Bürger informierten die Polizei. Sofort wurde der städtische Ordnungsdienst aktiviert, welcher das Auto in Höhe der Böhmerstraße ausfindig machte. Weder war ein Fenster des Fahrzeuges geöffnet, noch hatte das Tier ausreichend zu trinken. Die städtischen Mitarbeiter ermittelten, dass der Hund schon über drei Stunden im heißen Auto ausharren musste. Ohne zu zögern wurde die Feuerwehr hinzugerufen, welche das Fahrzeug gewaltsam öffnete. Der kleine Mischling wurde umgehend mit Wasser versorgt sowie auf seine Gesundheit untersucht und dankte es den Beamten mit einem kurzen Schlecken über die Hand.
Um das Fahrzeug mit der eingeschlagenen Scheibe vor Fremdeinwirkung zu sichern, wurde ein Abschleppunternehmen beauftragt. Während der Wartezeit erschien die Halterin des Hundes. Diese zeigte sich nach dem ersten Gespräch völlig uneinsichtig und fand die Verhältnismäßigkeit der eingeschlagenen Scheibe und die damit verbundenen Kosten übertrieben. Die städtischen Mitarbeiter klärten sie auf, dass neben der Kosten der eingeschlagenen Scheibe auch die Leerfahrt des Abschleppunternehmens auf sie zukommt. Zusätzlich erwartet die Halterin eine Anzeige aufgrund des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und eine saftige Geldstrafe. In dem eingeleiteten Verfahren wird noch geprüft, ob ein Tierhalteverbot gegen die Hundebesitzerin ausgesprochen wird.
Das Ordnungsamt der Stadt Hagen weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bei heißer Witterung weder Kinder noch Tiere im Auto zurückgelassen werden dürfen. Auch eine kurze Wartezeit kann für betroffene Lebewesen tödlich enden.
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Monika Schäfer aus Ennepetal | 10.09.2016 | 14:53  
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