Hagener Polizei suchte hilflose Person und fand Marihuanaplantage

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Am Dienstagabend wurde der Polizei mitgeteilt, dass ein Anwohner des Bergischen Ringes schon seit Tagen nicht mehr gesehen wurde und aus seiner Wohnung ein modriger Geruch wahrzunehmen war.

Die eingesetzten Polizeibeamten fuhren zu der Anschrift, klopften ohne Erfolg an der Tür des 35-jährigen Mieters und befragten die Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus. Keiner hatte den Mann in den letzten Tagen gesehen und der muffige und modrige Geruch ließ das Schlimmste befürchten. Die Polizeibeamten riefen die Feuerwehr hinzu und die Blauröcke öffneten die Tür. Aus der Wohnung kam den Beamten ein eher synthetischer Duft entgegen. Im Flur befanden sich zwei elektronische Duftzerstäuber, die in regelmäßigen Abständen ihre
Wirkstoffe versprühten.
Bei der Durchsuchung konnte der 35-Jährige nicht angetroffen werden, in einem Raum, dessen Tür mit einer Schaumstoffmatratze abgedeckt war, stießen die Polizisten stattdessen auf eine kleine Marihuanaplantage. Vier Pflanzen von etwa 1,20 bis 1,40 Metern Höhe wurden künstlich beleuchtet und der typische
Cannabisgeruch in Verbindung mit den künstlichen Duftstoffen verursachte das verdächtige Aroma. Die Kripo stellte die Pfanzen und eine kleine Plastiktüte mit der letzten Ernte sicher.
Von dem Mieter gibt es nach wie vor keine Spur, wenn er demnächst nach Hause kommt, wird sein bisheriger Wohnungsschlüssel nicht mehr passen, da der Schließzylinder ausgetauscht wurde. Das Rauschgiftkommissariat hat die Ermittlungen übernommen.
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