Kabarettistin Simone Fleck über Berufung, Inspiration und Traummänner

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(Foto: privat)
 
(Foto: privat)
Im März stattet die bekannte Kabarettistin Simone Fleck Wetter wieder einen Besuch ab. Mit im Gepäck: Ihr neues Programm „Mach mir den Prinz!“
Der Stadtanzeiger hat sich schon einmal einen kleinen Vorgeschmack geholt und mit der wortgewandten Wahl-Dortmunderin gesprochen.

Man sagte mir, Simone Fleck sei in den Ruhrstädten ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Wie finden sie das?
Simone Fleck: Das ist toll! (lacht) Wenn man an Weihnachten für ein Leuchten in den Augen sorgen darf...

Das liegt natürlich auch daran, dass das Publikum in Wetter sie bereits kennt...
Ja, ich spiele regelmäßig in der Harkortstadt. Wenn das Publikum einen kennt, ist das richtig schön. Die Menschen wissen, was sie erwartet, teilen meinen Humor. Da entwickelt sich dann eine ganz besondere Stimmung.

Für die, die sie noch nicht kennen: Was erwartet das Publikum?
Simone Fleck hautnah. Es gibt viele Passagen, wo ich dann einfach mal improvisiere und das Publikum mit einbinde. Vor allem die Figur der Oma Wally ist bekannt dafür, sich mal jemanden rauszupicken. (schmunzelt) Aber keine Sorge, es wird niemand auf die Bühne gezerrt.

Sie schreiben Ihre Bühnenprogramme selbst. Wo holen Sie Ihre Inspiration her?
Einfach aus dem Leben. Spätestens alle zwei Jahre wird ein neues Programm fällig. In dieser Zeit sammel ich allerlei Material. Das können aktuelle Umfragen sein, Gegebenheiten aus der Tierwelt, aber auch viel aus meinem eigenen Leben und was Freunde mir erzählen. Es muss mich nur persönlich berühren.

Als Frau stehen bei Ihnen natürlich Frauenthemen im Fokus. Können auch Männer über Simone Fleck lachen?
Auf jeden Fall. Auch die Herren der Schöpfung werden sich in vielem wiedererkennen. Zudem werden die typischen Frauenbilder gnadenlos durch den Kakao gezogen.

Wie kommt man als graduirte Designerin und Diplompädagogin eigentlich zum Kabarett?
Mein Vater war Fotograf und auch mir wurde früh nachgesagt, ich sei kreativ. So schlug ich nach dem Fachabi zunächst die Grafiker-Laufbahn ein. Ich merkte jedoch schnell, dass das nichts für mich ist.
Dann zog es mich aus meiner Heimat Bremerhaven nach Dortmund, wo ich Pädagogik studierte. Doch auch das war nicht die Berufung. In der Zwischenzeit hatte ich mich einer kleinen Hobby-Theatergruppe angeschlossen, zu der auch Fritz Eckenga gehörte. Eine tolle Zeit!
Und das anfängliche Hobby entwickelte sich immer mehr zu meinem Beruf. Nach dem Abschluss meines Pädagogikstudiums nahm ich professionellen Schauspielunterricht, spielte viel Theater, bis ich mich für den Weg als Solokünstlerin entschied.

Nie einen Moment des Zweifels?
Früher hatte ich Angst, es könne mir irgendwann mal nichts mehr einfallen, aber Sozialkritik kommt offenbar nie aus der Mode.

„Mach mir den Prinz!“ heißt das neue Programm? Worum geht es?
Es geht um Frauen, die ihrem Traummann hinterherhecheln. Das nehme ich gemeinsam mit Oma Wally und Susi gehörig auf die Schippe.

Vielen Dank für das Gespräch!

„Mach mir den Prinz!“ heißt das neue Programm von Simone Fleck, mit dem sie am 1. März 2013, um 20 Uhr in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiumes, Hoffmann-von-Fallerleben-Straße 28, in Wetter gastiert. Karten zum bewährten „Tannenbaumpreis“ (14 Euro) gibt es u.a. im Stadtinfobüro des Stadtmarketing in der Sparkasse Wetter, Kaiserstraße 78 (Tel. 02335-840188).
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