Kriminalität 2016 in Hagen wieder rückläufig - Aufklärungsquote wurde weiter verbessert

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Pressesprecher Ralf Bode, Polizeipräsident Wolfgang Sprogies, Kriminaloberrätin Michaela Helm (v.l.). (Foto: Polizei Hagen)
Hagen: Kreispolizeibehörde Hagen |

2016 verzeichnete die Polizei Hagen 16427 Straftaten. Das waren genau 699 Fälle bzw. 4,04 % weniger als im Vorjahr (Land NRW: 1,47 Millionen Straftaten, - 48000, - 3,2%). Deutlich mehr als die Hälfte dieser Straftaten wurde aufgeklärt. Die
Aufklärungsquote konnte weiter auf 57,26% gesteigert werden und übertraf um 0,15% den Vorjahreswert. Damit liegt die Polizei in Hagen weiterhin deutlich über dem Landesdurchschnitt von 50,68%.

„Die gesellschaftlichen Veränderungen haben auch die Hagener Polizei vor eine Reihe schwerer Aufgaben gestellt. Dennoch ist es uns mit großer Anstrengung gelungen, die ungünstige Entwicklung des Jahres 2015 aufzuhalten und gerade auch im Bereich der Eigentumskriminalität wieder zu drehen. Damit gilt Hagen im Vergleich weiter als sichere Stadt“, bilanziert Polizeipräsident Wolfgang Sprogies im Rahmen der Vorstellung der Hagener Kriminalstatistik am Montag.
Insgesamt zeigte sich die Gewaltkriminalität in Hagen von den Zahlen her leicht
verbessert. Mit 514 Taten im Vergleich zu 551 Taten im Jahr 2015 verzeichneten wir
einen Rückgang von 37 Taten bzw. 6,72%. Verantwortlich hierfür ist in erster Linie die Entwicklung bei den Raubdelikten, hier sank die Deliktszahl von 213 auf 154 (-59 Taten bzw. -27,7%). Die Aufklärungsquote aller Gewaltdelikte erreichte 73,93% und lag damit 2,61% über dem Vorjahresergebnis.

Widerstand gegen die Staatsgewalt

Aber auch die Polizistinnen und Polizisten des PP Hagen selbst werden bei der
Ausübung ihres Dienstes zunehmend Opfer physischer Gewalt. Der sogenannte
„Widerstand gegen die Staatsgewalt“ hatte schon im Vorjahr enorm zugenommen.
Lagen die Zahlen 2013 noch bei 77 bzw. 2014 bei 76 Taten, so wurde im
Jahr 2015 einen Anstieg um über 73% auf 132 Taten verzeichnet. Im Jahr 2016 erreichte der „Widerstand“ mit 121 Delikten nahezu das gleiche, hohe Niveau.

Straßenkriminalität

Die Straftatengruppe „Straßenkriminalität“ umfasst die Delikte, die sich im öffentlichen Raum ereignen und insofern wesentlich auf das Sicherheitsgefühl der Hagener Bürger auswirken. Die Zahl der Delikte ist mit 3794 im Vergleich zum Vorjahr (3783) nahezu unverändert geblieben. Die Aufklärungsquote konnte von 16,5% auf 19,29% gesteigert werden.

Eigentumsdelikte

6856 Eigentumsdelikte bildet die Hagener Statistik für 2016 ab, ein Rückgang von 643 Taten bzw. -8,57%. Etwa ein Drittel dieses Rückgangs (-212 Taten) fällt dabei auf den Ladendiebstahl zurück. Knapp die Hälfte des Rückgangs (-290 Taten) konnte bei den Einbruchsdelikten verzeichnet werden und verteilt sich quer auf fast alle Einbruchsobjekte. Lediglich beim Kellereinbruch und beim Kfz-Diebstahl stiegen die Zahlen an.
Auch der Wohnungseinbruch zeigt sich im Jahr 2016 leicht verbessert, die Zahlen
sanken 611 im Jahr 2015 auf 575 um 36 Delikte (-5,9%). 40,9% aller
Wohnungseinbrüche (235 Taten) blieben im Versuchsstadium stecken. Die
Aufklärungsquote stieg um 4,33% auf 12,35%.

Polizeipräsident Sprogies zeigt sich ein Stück weit zufrieden mit der
Kriminalitätsentwicklung in Hagen: „Angesichts der gewaltigen gesellschaftlichen Herausforderungen bewerte ich die Ergebnisse der Kriminalitätsbekämpfung in Hagen insgesamt positiv. Die Anstrengungen meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden über Schwerpunktsetzung auf einige Bereiche besonders fokussiert. Dies scheint gewirkt zu haben. Dennoch mussten wir im Einzelfall auch hinnehmen, dass sich die Zahlen nicht so deutlich gebessert haben, wie wir uns das gewünscht hätten. Daher sind wir auch 2017 wieder mit diesen Schwerpunkten an die Arbeit gegangen. Zusätzlich haben wir mit der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus einen landesweiten Schwerpunkt hinzubekommen. Wir stehen also erneut vor großen Herausforderungen. Gemeinsam mit den Hagener Bürgerinnen und Bürger werden wir diese annehmen und für das größtmögliche Maß an Sicherheit in dieser Stadt sorgen.“
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