Neues Zeitalter für Daten

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Hagen: Hagen/Lennetal | 200 Unternehmen im Lennetal sind dank Richtfunk jetzt gut aufgestellt

Für die rund 200 Unternehmen im Gewerbegebiet „Lennetal“ beginnt in diesen Tagen ein neues Zeitalter der Datenübertragung. Ab sofort können digitale Daten aller Art mit einer Geschwindigkeit von einem Gigabyte pro Sekunde von und zu den Betrieben übertragen werden.

Die technischen Voraussetzungen dazu geschaffen hat die eigens dafür ins Leben gerufene Breitbandgenossenschaft Hagen eG. Mit einem moderaten Investitionsaufwand hat die Genossenschaft im Gewerbe^gebiet ein Richtfunknetz für schnelles Internet errichten lassen. „Aus dem Standortnachteil ist praktisch über Nacht ein Standortvorteil geworden“, freute sich Michael Hösterey, Vorstand der Genossenschaft, beim Anschluss des ersten Betriebes an das Funknetz.

Neben Vorständen, Aufsichtsräten der Genossenschaft sowie Vertretern der heimischen Wirtschaft und des Genossenschaftsverbandes hatte sich auch Oberbürgermeister Erik O. Schulz zu dem Termin bei der Firma Lipps Energie eingefunden. In einer kurzen Ansprache verwies das Stadtoberhaupt auf die Bedeutung einer funktionierenden Breitbandversorgung für die gewerbliche Wirtschaft. Schulz: „Schnelles Internet ist heute ein wichtiger Standortfaktor, der nicht selten über die Ansiedlung von Betrieben entscheidet. Damit geht es hier auch um den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen.“

Um für ihre Mitglieder schnellere Übertragungsraten zu erreichen, hatte die Breitbandgenossenschaft ursprünglich auf die Glasfasertechnik gesetzt. Aus Kostengründen war man davon jedoch abgerückt. Mit der jetzt gefundenen Lösung per Richtfunk hat die Genossenschaft für ihre Mitglieder eine preiswerte und technisch gleichwertige Alternative gefunden. Einer flächendeckenden symmetrischen Versorgung steht nach Ansicht von Michael Hösterey nichts mehr im Wege. „Technisch und organisatorisch sind wir in der Lage, bis Ende August jedes Unternehmen im Gewerbegebiet mit schnellem Internet zu versorgen“, sagt der Vorstand.

Bei dem jetzt gefundenen Geschäftsmodell hat die Genossenschaft die Rolle des Investors übernommen. Das in ihrem Auftrag errichtete Richtfunknetz vermietet sie an die Betreiberfirma „Almen“. Aus dem Nutzungsentgelt, dessen Höhe sich nach der Anzahl der Anschlüsse richtet, bestreitet die Genossenschaft ihren Kapitaldienst. Für die interessierten Betriebe führt der Weg zu schnellem Internet nur über die Mitgliedschaft in der Breitbandgenossenschaft. Aktuell zählt die Genossenschaft 15 Mitglieder. Für Vorstandsmitglied Michael Hösterey ist da allerdings noch reichlich Luft nach oben. „Jetzt, wo wir das Ding ans Laufen gekriegt haben“, sagt er „stellen wir uns auf einen größeren Zulauf ein.“
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