Rathaus-Galerie bleibt geschlossen - Probleme mit dem Brandschutz

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Der Haupteingang der Rathaus-Galerie bleibt geschlossen.
 
Mit Hinweisen an jedem Geschäft weißt das Centermanagement auf die Probleme hin.

Es war alles vorbereitet: Keine Gerüste versperrten sowohl außen als auch innen irgendwelche Blicke, die 60 vermieteten Shops waren eingerichtet und konnten es kaum abwarten, die Kunden zu empfangen. Doch dann kam alles anders als erwartet. In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde die Nichtöffnung der Rathaus-Galerie von Stadtverwaltung und Eigentümer gemeinsam beschlossen.

Praktisch bis zur letzten Minute hatten sich die Handwerker die Klinke in die Hand gegeben. Am Ende sollte nach über zwei Jahren Bauzeit und circa 120 Millionen Euro Investitionsvolumen die Rathaus-Galerie Hagen am 14. Oktober feierlich eröffnet werden. „Die Rathaus-Galerie ist ein Glanzstück für Hagen“, sagte Helmut Koprian, der Entwickler der Rathaus-Galerie, noch am Montagmittag der Presse. Sicherlich wusste er da schon von den technischen Probleme mit dem Brandschutz. Aber sowohl Koprian als auch die Techniker in der Mall waren guter Hoffnung, die vom Bauordnungsamt der Stadt Hagen aufgedeckten Defizite noch rechtzeitig zu beheben.
Aber dem war nicht so: Am Dienstagmorgen konnten lediglich der Unterhaltungselektroniker und die Tiefgarage öffnen. Hier funktionierten die Brandmeldeanlagen. Ebenso wie in den Gängen der Mall. Jedoch konnten die Probleme nicht in den Shops abgestellt werden.
Enttäuschte Gesichter bei vielen Besuchern, die nach Hagen gekommen waren, um in der Rathaus-Galerie einkaufen zu gehen. Enttäuschte Gesichter auch beim Eigentümer GEDO aus München und bei der Stadt Hagen. „Wir haben bis nach Mitternacht zusammengesessen“, sagt OB Erik O. Schulz, „die bittere Entscheidung haben wir gemeinsam getroffen.“
Die Shops bleiben vorerst geschlossen, was wiederum ein Vorteil für die Techniker ist, die sich jetzt in Ruhe - ohne Publikumsverkehr - auf die Fehlersuche begeben können. Und der Katalog, der abgearbeitet werden muss, ist dick und wird längere Zeit in Anspruch nehmen. „Es wäre unseriös, jetzt einen neuen Eröffnungstermin zu nennen“, sagt André Haase, Geschäftsführer von GEDO. Das Late-Night-Shopping am 7. November solle schon stattfinden, aber man sei guter Hoffnung, dass die Galerie schön früher eröffnet werden könne. Vielleicht sei sogar eine Eröffnung in Sequenzen, also Shop bei Shop, möglich.
Jedoch bleibt keine Zeit für großen Katzenjammer. Die Probleme müssen behoben und ein Schuldiger für das Desaster gefunden werden. Und der scheint bereits ausgemacht. Erst vor kurzem wurde ein neues Unternehmen mit der Errichtung der Lüftungs- und Brandschutztechnik beauftragt.Von dem Altunternehmen hatte man sich getrennt, als man feststellte, dass eine rechtzeitige Fertigstellung nicht möglich ist. Wohl zu spät. Im Zuge der baulichen Abnahme durch die Stadt wurden in den vergangenen 14 Tagen zahlreiche Mängel festgestellt, die in der Kürze der Zeit nicht mehr behoben werden konnten. Ob dabei Sabotage von Seiten des Altunternehmens im Spiel ist, sollen intensive Untersuchungen klären.
Bis zum Schluss wurde jedoch an eine Eröffnung geglaubt. Statt der nichtfunktionierenden Brandmelder sollten Brandwachen aus Fleisch und Blut postiert werden. Davon wurde jedoch letztendlich abgesehen.
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2 Kommentare
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Angelika Hartmann aus Hagen | 14.10.2014 | 16:03  
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Ingo Friedrich aus Hagen | 15.10.2014 | 11:38  
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