Trauer um Dr. Wilhelm Bleicher

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Dr. Wilhelm Bleicher starb im Alter von 75 Jahren.
Die Heimatfreunde in Hohenlimburg und der Region trauern um Dr. Wilhelm Bleicher. Nach langer Krankheit starb der weit über die Grenzen Hohenlimburgs hinaus bekannte, geachtete und beliebte Heimatforscher am 18. Januar im Alter von 75 Jahren. Der Verein für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e.V. hat ihm viel zu verdanken und verliert einen außerordentlich profilierten Mitstreiter, der dem Verein seit nahezu 50 Jahren angehörte. Von 1967 bis 1972 stand er dem Heimatverein vor, danach war er bis 1985 Mitglied zunächst im Beirat, dann im Vorstand (Kulturwart). Zudem leitete Wilhelm Bleicher bis Mitte 2015 nahezu 47 Jahre lang verantwortlich die Redaktion der monatlich erscheinenden Vereinszeitschrift „Hohenlimburger Heimatblätter für den Raum Hagen und Iserlohn“. Das Mitgefühl des Heimatvereins gilt seiner Ehefrau, die sein großes Engagement für die Heimat und Region stets mittrug, und der Familie.
Den Menschen in seiner Heimatstadt Hohenlimburg, in Hagen wie auch in Iserlohn – wo er seit Mitte der 1970er Jahre lebte und als Gymnasiallehrer unterrichtete – und im Märkischen Kreis hat er die Geschichte und Kultur ihrer Region in einer überwältigend großen Zahl an Aufsätzen und Büchern vermittelt. Die Texte in den Heimatblättern und anderen Publikationen konnte er aus seinem überaus umfangreichen Archiv mit historischen Fotos, alten Karten und Abbildungen illustrieren. Künftig wird die Monatsschrift des Heimatvereins noch auf eine stattliche Anzahl von fertigen Beiträgen aus der Feder Wilhelm Bleichers zurückgreifen können. Aus dem breiten Themenfeld, das er abdeckte, bleiben in Hohenlimburg nachhaltig die Industriegeschichte von Nahmer, Oege und Wesselbach in Erinnerung, ebenso die bäuerliche Historie von Elsey mit Reh und Henkhausen oder seine Forschungen zur Geschichte der alten Grafschaft Limburg wie von Schloss und Stadt Hohenlimburg. Ein weiterer Schwerpunkt war die Geologie. Von 1975 bis 1985 leitete Wilhelm Bleicher das damalige städtische „Museum Hohenlimburg“ auf dem Schloss. Im Jahre 1987 erwarb er den Doktor-Grad. Das Bundesverdienstkreuz erhielt er im Jahre 1998, die Ehrennadel der Stadt Iserlohn 1991, die der Stadt Hagen im Jahre 2014. die Ehrenmitgliedswürde des Förderkreises Iserlohner Museen e. V. im November 2015.
Wilhelm Bleicher war Impulsgeber für ein künftiges Deutschen Kaltwalzmuseum in Hohenlimburg. Er gehörte zu dem Kreis um Hans-Martin Wälzholz-Junius, der sich um 1979 zur Einrichtung eines solchen Museums auf Schloss Hohenlimburg erstmals traf.
Im Jahre 2000 erschien unter dem Titel „Wilhelm Bleicher“ eine vom Märkischen Kreis herausgebrachte Biografie, verfasst von Ernst Dossmann, und eine Bibliografie, verfasst von Karin Müller. In keinem Bücherschrank eines Hohenlimburger Heimatfreunds fehlt Wilhelm Bleichers Werk „750 Jahre Hohenlimburg“ von 1979. Auch seine „Hohenlimburger Sagen“ von 1991 bieten nach wie vor interessanten Lesestoff. Wilhelm Bleichers besondere Leidenschaft galt der plattdeutschen Sprache. Der Verein für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e.V. wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Widbert Felka
Vorsitzender Verein für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e.V.
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1 Kommentar
Hans-Jürgen Köhler aus Menden (Sauerland) | 22.01.2016 | 20:18  
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