Angel-AG der Wilhelm-Busch-Schule von den „Angelfreunden-Lenne“ Hohenlimburg unterstützt

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  Erstmals veranstaltet die Wilhelm-Busch-Schule in Hohenlimburg (Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung der Stadt Hagen) für ihre interessierten Schüler eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Thema „Angeln“.

Seit Beginn und für die Dauer des laufenden Schuljahres soll den Jugendlichen in Theorie und Praxis Einblick in die Welt der Sportfischerei gewährt werden. Dabei soll der gesamte Bereich von den unterschiedlichen Angelmethoden einschließlich der entsprechenden Materialzusammenstellung, Kenntnisse zu den verschiedenen Fisch- und Gewässerarten, Verhalten am Wasser und Naturschutz bis zur Verwertung des gefangenen Fisches abgedeckt werden.
Initiiert wurde die AG durch Herrn Kai Gintzel-Lange, der selbst seit Jahren begeisterter Angelfischer ist und sein Hobby nun seinen Schülern nahebringen wollte.
Tatkräftig unterstützt wird die Schule dabei durch Olaf Rubelt vom Hohenlimburger Angelverein.

LK: Herr Gintzel-Lange, worin sehen Sie den pädagogischen Nutzen dieser AG?

Die Angelfischerei erfordert im hohen Maße Verantwortungsfähigkeit gegenüber Umwelt und Natur, dem geangeltem Gewässer und nicht zuletzt gegenüber der Kreatur. Auch wenn der gefangene Fisch unter Umständen getötet und verzehrt wird, hat er einen waidgerechten, sprich: respektvollen, Umgang verdient.
Diese Art des Umganges lässt sich auch auf andere Lebens- und Lernbereiche übertragen. Durch die Umgebung und die Konzentration auf das Angeln können die Schüler für ein paar Stunden zur Ruhe kommen und Ruhe genießen lernen. Darüber hinaus erlernen die Kinder durch die Angelfischerei die Beachtung allgemeiner wie auch spezieller Regeln, wie z.B. die Fischereigesetze und selbstverständlich auch des Tierschutzgesetzes.

LK: Angler gelten im Allgemeinen als ausgeglichene, eher ruhige Typen. Wie glauben Sie, wirkt sich diese Angel-AG auf das emotionale Gleichgewicht Ihrer Schüler aus?


Ganz direkt: Das gemeinsame Angeln an einem kleinen Gewässer wie diesem Teich erfordert ähnlich wie im Straßenverkehr gegenseitige Rücksichtnahme und ggf. Unterstützung und Hilfeleistung.
Darüber hinaus weiß jeder, der einmal selbst geangelt hat, dass dies auch Misserfolge und Rückschläge beinhaltet. Gerade unsere Schüler lernen dadurch mit unangenehmen und frustrierenden Erfahrungen umgehen zu können. Am Wasser können die Kinder lernen, dass auch ein gelegentlicher „Nichtfangtag“ Normalität und keine Katastrophe ist…. Dennoch soll der Spaß an der Sache nicht zu kurz kommen….

LK: Wie wird die Angel-AG denn von den Schülern angenommen?

Die teilnehmenden 12 Schüler sind mit großer Begeisterung dabei. Jeder gefangene Fisch bedeutet ja auch ein Erfolgserlebnis und Motivation, weiter zu machen. Viele sind ganz begierig darauf, ihre „Beute“ zuhause vorweisen zu können.

LK: Fragen wir doch die Kinder selbst: Wie gefällt euch die Angelei?

Diyar: Großartig! Das möchte ich unbedingt weiter machen, und irgendwann einmal einen richtigen Angelschein machen.

LK: Und, hast Du schon einen Fisch gefangen?

Diyar: Sogar 2 Forellen! Da bin ich echt stolz drauf……


LK: Herr Gintzel-Lange, wie sind Sie denn mit den Angelfreunden zusammengekommen?

Mir wurde bei den Überlegungen zu dieser AG schnell klar, dass dieses Projekt ohne Unterstützung von außen nicht zu realisieren gewesen wäre.
Schließlich fehlt es der Schule nicht nur schlicht und einfach an Angelgeräten, sondern auch an Kontakten, anglerischem Wissen und Erfahrung darin, dieses erfolgreich zu vermitteln. Durch gezieltes Nachfragen bin ich letztlich bei Olaf Rubelt vom Hohenlimburger Angelverein gelandet, der nicht nur selbst langjähriger Angler ist, sondern auch umfangreiche Erfahrung als Jugendwart und Ausbilder von Fischereischeininhabern hat.
Olaf hat uns ehrenamtlich und kostenlos eine Menge an Ausbildungs- und Anschauungsmaterial zur Verfügung gestellt und hat auch unter seinen Angelfreunden Leute gesucht und gefunden, die uns unentgeltlich Angelgeräte überlassen haben.



LK: Wird es über diese AG hinaus gemeinsame Aktivitäten mit den Angelfreunden geben?


Nun ja, diese AG wird möglicherweise dazu führen. Es ist gut vorstellbar, dass wir uns an der Lenneuferreinigung der Angelfreunde beteiligen oder auch vor unserer Haustür am Nahmer Bach etwas in der Art durchführen. Im Rahmen von außerschulischen Lernorten könne ein Besuch der Messe „Jagd und Hund“ durchgeführt werden. Vielleicht gibt es ja auch noch eine Wiederholung der AG im nächsten Jahr….

Wer die Schule mit nicht mehr benötigtem Angelgerät unterstützen möchte, kann sich an Herrn Gintzel-Lange wenden. Kontakt über Telefon: Tel: 02334 442250 oder die Homepage der Schule: www.wilhelm-busch-schule-hagen.de
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