Gehölzpflege an der Haßleyer Straße

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Eine umfangreiche Gehölzschnittmaßnahme entlang der Haßleyer Straße zwischen dem Kreisel an der Straße „Zur Hünenpforte“ bis auf Höhe der Raiffeisenstraße führt „Straßen.NRW“ seit der vergangenen Woche durch. Da diese Maßnahme zu großen Protesten und Nachfragen aus Politik und Bürgerschaft führte, besichtigte „Straßen.NRW“ das Areal und erläuterte zusammen mit dem Umweltamt der Stadt Hagen den Vertretern des Landschaftsbeirates, des Umweltausschusses und der Bezirksvertretung Mitte die Hintergründe und Funktion der Schnittmaßnahme.

Anlass zum Beschnitt der Bäume und Sträucher ist in erster Linie die Herstellung der Verkehrssicherheit. Kranke, alte und zu hoch gewachsene Bäume verlieren ihre Standfestigkeit und gefährden Auto-, Radfahrer und Fußgänger. Zweige, die in den Verkehrsraum ragen, können Fahrzeuge beschädigen.

„Straßen.NRW“ strebt in der Regel eine selektive Gehölzpflege an. Das heißt, dass Sträucher, die im Randbereich zur Straße stehen, zurückgeschnitten und im hinteren Bereich stehende Bäume vereinzelt gefällt werden, damit deren Nachbargehölze freier stehen. Diese selektive Gehölzpflege eignet sich vor allem dann, wenn ausreichend Bäume vorhanden sind, die alleine und stabil stehen.

Dies ist an der Haßleyer Straße nicht der Fall, wovon man sich bei derBegehung des Areals überzeugen konnte. Die Gehölze stehen extrem dicht, vermehrt haben sich kleinkronige, langschaftige und instabile Bäume gebildet. Vor Ort wurden an den Bäumen Schadsymptome erkannt. Darüber hinaus stehen sie im Bereich der Böschungen auf einem nicht durchwurzelungsfähigen Boden. Der Anteil von nicht mehr standsicheren Bäumen, welche durch Wind- und Schneebruch eine Gefahr darstellen, ist an der Haßleyer Straße sehr hoch.

Der aktuell erforderlich gewordene Gehölzschnitt beruht aus heutiger Sicht auf einer ungünstigen Anpflanzung und einer ausgebliebenen „Durchforstung“ der letzten Jahre.

Nun soll durch ein gezieltes Zurückschneiden verbunden mit der Förderung von Einzelbäumen ein mehrschichtiger und dichter Aufbau der Bepflanzung erreicht werden. Für die Tierwelt wird sich die weitere Entwicklung des Gehölzbestandes positiv auswirken. Durch die Förderung der Sträucher entstehen zum Beispiel zahlreiche Nist- und Versteckmöglichkeiten.

„Straßen.NRW“ wird die Schnittmaßnahme an der westlichen Böschungsseite weiterführen. Die Teilnehmer der n Begehung forderten diesbezüglich eine umfassende und frühzeitige Information der Bürgerschaft und Politik.

Was für Außenstehende häufig nach einem „Kahlschlag“ aussieht, hilft der Natur dabei, sich zu verjüngen und neu aufzustellen bei gleichzeitiger Herstellung der Verkehrssicherheit.

Grundsätzlich beachtet „Straßen.NRW“ bei der Gehölzpflege die einschlägigen Vorschriften zu natur- und artenschutzrechtlichen Belangen gemäß des Landschaftsgesetzes Nordrhein-Westfalen und des Bundesnaturschutzgesetzes. Die Maßnahmen werden der zuständigen Unteren Landschaftsbehörde gemeldet, bevor sie vor Ort durchgeführt werden.

Die Unterhaltung und Pflege des Straßenbegleitgrüns unterliegt gemäß § 4 des Bundesfernstraßengesetzes und § 9a Absatz 2 des Straßen- und Wegegesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen der Eigenverantwortung des Trägers der Straßenbaulast für die Sicherheit und Ordnung seiner Anlagen. Einer Anzeige beziehungsweise einer Genehmigung oder Überwachung durch andere Behörden bedarf es verfahrensmäßig nicht.

„Straßen-NRW“ weist darauf hin, dass eine weitere Maßnahme in Kürze entlang der Straße „Zur Hünenpforte“ an der Böschung bis zum „Milchenbach“ durchgeführt werden muss.
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