Hagen: Erster politischer Stammtisch für Menschen mit Behinderung

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Unter dem Titel "Nicht ohne uns - über uns" haben sich 25 Menschen mit geistigen, psychischen und körperlichen Beeinträchtigungen, begleitet von Mitarbeitern verschiedener Dienste und Einrichtungen zum ersten politischen Stammtisch beim Caritas Verband Hagen getroffen. Zukünftig findet der Stammtisch regelmäßig jeden ersten Dienstag im Monat um 18 Uhr in der Cafeteria des Caritasverbandes, Bergstraße 81, statt.

Damit Menschen mit Behinderung in Hagen mehr Gehör finden, organisierte die "AG Partizipation" unter der Leitung von Friedrich Schmidt, Psychiatrie- und Suchtkoordinator der Stadt Hagen, und Meinhard Wirth, Vorsitzender des Hagener Beirates für Menschen mit Behinderung, den ersten politischen Stammtisch. Zusammen mit Ralf Quardt, Bezirksbürgermeister Hagen-Mitte, dem Ratsmitglied Ralf Sondermeyer, dem Bundestagsabgeordneten René Röspel und Professor Michael Boecker von der Fachhochschule Dortmund diskutierten die Teilnehmer, wie die Stadt behindertenfreundlicher werden kann: Ampelphasen für gehbehinderte Passanten, bezahlbarer Wohnraum ohne Barrieren, ebenerdig erreichbare Wahlbüros, mehr Platz in den Bussen zu Stoßzeiten, mehr Behindertentoiletten im öffentlichen Raum sowie eine höhere Bezahlung für Menschen mit Behinderung in Werkstätten. Neben diesen Sachthemen berichteten die Teilnehmer auch von der Ignoranz und der Diskriminierung, die sie bereits erlebt haben.

Bei den nächsten Treffen sollen immer wieder Fachleute zu den einzelnen Problemthemen referieren und gemeinsam mit den Teilnehmern diskutieren. Die politischen Vertreter werden sich dafür einsetzen, verlässliche Ansprechpartner für Menschen mit Behinderung in den Parteien zu benennen.
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