Der Pott wird fair!

Anzeige
Industriestandort, Fußballregion, Kulturhauptstadt - das Ruhrgebiet hat viele Facetten. Ab sofort kommt eine Vorreiterrolle hinzu: Als erste Großregion in Deutschland erhielt das Ruhrgebiet den Titel „Faire Metropole Ruhr“. 21 Städte und der Kreis Wesel - darunter auch Hagen - haben durch ihre Auszeichnung zur Fairtrade Town den Weg zur Titelverleihung an die Großregion geebnet. „Sechs Prozent der Bevölkerung Deutschlands leben in der fairen Metropole“, so TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath. „Ich wünsche mir, dass das die kritische Masse ist, um einen Dominoeffekt auszulösen, der alle Kommunen im Ruhrgebiet, in NRW und bundesweit mitnimmt.“ Die Kampagne Fairtrade Towns hat das Ziel, Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik zu vernetzen, um gemeinsam den Fairen Handel auf kommunaler Ebene zu fördern. Bundesweit gibt es über 200 Fairtrade Towns.

Die Champions League des Fairen Handels

Dr. Marc Jan Eumann, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien“, betonte den Vorbildcharakter des Titels. „Durch die Auszeichnung setzt das Ruhrgebiet ein starkes Zeichen. Die Region nimmt ihre globale Verantwortung ernst und ergreift konkrete Maßnahmen, um ihr gerecht zu werden.“ Sportreporter Manni Breuckmann, Schirmherr der Initiative Netzwerk Faire Metropole Ruhr, brachte es auf den Punkt: „Die Metropole Ruhr spielt in der Champions League der fair handelnden Regionen.“ Bereits 2010 hatte sich das Ruhrgebiet durch die Magna Charta Ruhr.2010 verpflichtet, auf Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verzichten. Die Teilnahme an der TransFair-Kampagne Fairtrade Towns ist ein weiterer Schritt für mehr Engagement für
Fairen Handel auf kommunaler Ebene.

Ein Etappenziel auf dem Weg zu mehr Fairness

Die Auszeichnung ist für die Initiatoren des Netzwerks Faire Metropole Ruhr nur ein Etappenziel. Weitere Pläne sind bereits gefasst: Ziel ist es, jede einzelne Kommune des Ruhrgebiets zur Fairtrade Town auszuzeichnen, und somit den Fairen Handel bei der breiten Bevölkerung und in der öffentlichen Beschaffung voranzutreiben. „Selbstverständlich stehen wir den Kommunen mit Rat und Tat zur Seite - schließlich wollen wir in zwei Jahren die Erneuerung des Titels für die Region erreichen und gerne auch Ziele darüber hinaus“, so Vera Dwors, Sprecherin des Netzwerks Faire Metropole Ruhr. „Im kommenden Jahr werden wir unser gemeinsames Projekt Faire KiTa intensiv angehen und wir arbeiten weiter daran, den Satz ‚Fairness gilt nicht nur auf dem Platz‘ mit Leben zu erfüllen: Wir wollen, dass die Fußballvereine im Ruhrgebiet faire Bälle ins Spiel bringen!“ Ein weiteres Highlight des kommenden Jahres ist die Fair-Handels-Messe FA!R vom 5. bis 7. September 2014 in Dortmund, an der sich das Netzwerk beteiligt. Für sein herausragendes Engagement erhielt das Netzwerk Faire Metropole Ruhr 2012 den Fairtrade Award in der Rubrik Zivilgesellschaft.

Hintergrund:
Der Verein TransFair wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern zu unterstützen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte und fördert das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 42.000 Geschäften. Über 20.000 gastronomische Betriebe schenken Fairtrade-Kaffee und -Kakao aus. 250 Firmen bieten rund 2000 Fairtrade-Produkte an. Laut einer Studie von GlobeScan (2013) kennen 80 Prozent der Verbraucher das Fairtrade-Siegel. 98 Prozent der Käufer vertrauen ihm. www.fairtrade-deutschland.de
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.