Divertikel – bin ich krank? Patienforum im Ev. Krankenhaus Haspe

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Priv.-Doz. Dr. Björn Menge. (Foto: privat)
Hagen: Ev. Krankenhaus Haspe | Über 50 Prozent der Bevölkerung sind betroffen: Ausstülpungen im Darm (Divertikel) sind häufig nur ein Zufallsbefund. Sie können über Jahre im Körper bestehen, bevor sich Symptome zeigen. Die Frage „Divertikel im Darm – bin ich krank?”, beantwortet Priv.-Doz. Dr. Björn Menge beim Patientenforum, zu dem das Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe, Brusebrinkstraße 20, einlädt. Am Dienstag, 22. August, um 18 Uhr erklärt der Chefarzt der Allgemeinen Inneren Medizin und Gastroenterologie was Divertikel sind, auf welche Symptome man achten muss und wie man sich als Betroffener verhalten sollte.
Divertikel sind sackförmige Ausstülpungen der Wand eines Hohlorgans, zu dem auch der Dickdarm zählt. Meist werden sie bei einer Darmspiegelung entdeckt. „Beschwerden machen Divertikel aber erst, wenn sie sich entzünden. Das nennt man Divertikulitis“, so der Chefarzt. In seinem Vortrag erläutert Dr. Menge, wie Divertikel entstehen, warum sie sich entzünden und wie man eine solche Entzündung verhindern kann.
„Menschen mit Darmdivertikeln sollten auf eine ausreichende körperliche Aktivität sowie ausreichende voluminöse Flüssigkeitsaufnahme, eine ballaststoffreiche Ernährung unter Vermeidung von Körnern, Nüssen etc. und eine Gewichtsabnahme im Falle von Übergewicht achten“, erklärt der Chefarzt der Allgemeinen Inneren Medizin und Gastroenterologie.
Während leichte Formen der Divertikulitis durchaus zu Hause behandelt werden können, ist bei einer schweren und akuten Entzündung eine stationäre Behandlung im Krankenhaus notwendig. Der Patient erhält dann Antibiotika, Schmerzmittel, entzündungshemmende und krampflösende Medikamente, die den Darm entspannen und muss für einige Zeit auf feste Nahrung verzichten.
Im Fall von wiederkehrenden oder besonders starken Entzündungen ist eine Operation die sinnvollste Therapie. „Vor allem bei einem Durchbruch des Divertikels mit einer Bauchfellentzündung, einer starken Blutung oder einer Abszessbildung ist ein sofortiger Eingriff notwendig“, verdeutlicht Dr. Björn Menge.
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