Erfolgreicher Workshop für angehende Azubis

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(v. l. n. r.): Anne Schleimer, Projektleiterin startbahn_zukunft bei agentur mark GmbH, Cornelia Garneyer-Bergenthal, Kreislehrlingswartin der Kreishandwerkerschaft Hagen und Peter Frese, Fachbereichsleitung Ausbildung und Prüfungen bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen. (Foto: privat)

Rund 30 angehende Auszubildende konnten sich gestern in der agentur mark über ihre Rechte und Pflichten während der Ausbildung informieren. Ausbildungsexperten des Handwerks, der Kreishandwerkerschaft Hagen und der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen gaben Tipps zum Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden, gingen auf die Berufsschulpflicht und das Berichtswesen ein und machten an vielen Beispielen deutlich, dass sich ein offener Umgang bei Fragen oder Problemen immer lohnt.

Ganz persönliche Einblicke in die Ausbildung und besonders in ihren ersten Tag gaben drei Auszubildende aus dem Handwerk und der Industrie. Dies kam bei den Teilnehmern gut an. „Mir hat es prima gefallen und ich bin froh, dass es eine solche Vorbereitung auf die Ausbildung gibt. Jetzt weiß ich besser, worauf ich beim Berichtsheft achten sollte“, so Ali Solmaz, angehender Auszubildender als Betriebstechniker aus Hagen.
Initiator dieses Workshops war die Kommunale Koordinierung, die die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ in Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis umsetzt. Ziel war es, den Jugendlichen den Start in die Ausbildung zu erleichtern. Daher wurde in Kleingruppen erarbeitet, worauf in der Ausbildung zu achten ist, um sich in den beruflichen Strukturen zurechtzufinden. Die Unterschiede zwischen Schulalltag und Arbeitsalltag spielten dabei eine wesentliche Rolle. Als Pilotveranstaltung sollte der Workshop aber auch dabei unterstützen, Ausbildungsabbrüche zu minimieren. Nina Gilfert, Mitarbeiterin der Kommunalen Koordinierung: „Wir wollen angehenden Azubis wichtige Infos aus erster Hand geben. Viele Ausbildungsabbrüche entstehen aus falschen Erwartungen heraus oder aus einfacher Unkenntnis. Gleichzeitig können die Jugendlichen mögliche Ansprechpartner bei Fragen und Problemen kennenlernen, damit sie im Fall der Fälle wissen, an wen sie sich wenden können.“ Ausbilder Heinrich Hilker ergänzte: „Rund 10 Wochen sollte man die Ausbildung aber auf jeden Fall ausprobieren und der neuen Situation eine Chance geben. Wenn man sich nach dieser Zeit immer noch unwohl fühlt, sollte man sich Rat holen.“
Die zweistündige Veranstaltung war schulübergreifend konzipiert und richtete sich v. a. an die Teilnehmer des Hagener Hauptschulprojektes startbahn_zukunft, alle bereits bei der Kreishandwerkerschaft Hagen gemeldeten künftigen Azubis sowie junge Geflüchtete, die über die KAUSA Servicestelle Hagen angesprochen wurden.
Aufgrund der guten Resonanz ist eine Folgeveranstaltung und eine Ausdehnung des Teilnehmerkreises im nächsten Jahr geplant.
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