Gezielte Hilfe bei Sodbrennen

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Die Katholischen Kliniken in Hagen und Menden kooperieren ab sofort im Sinne einer optimalen Patientenbehandlung. (Foto: Privat)

Das ist eine Premiere. Das erste gemeinsame Zentrum der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis und dem Katholischen Krankenhaus geht an den Start. Refluxpatienten, also Patienten, die unter anhaltendem Sodbrennen leiden, können in Hagen, Menden und Umgebung zukünftig noch effektiver versorgt werden. „Mit dem Zentrum setzen wir einen echten Meilenstein“, sagt Achim Brenneis, Geschäftsführer des Katholischen Krankenhauses Hagen.

Dr. Frank Dederichs, Chefarzt der Inneren Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie im St.-Johannes-Hospital Hagen gründet zusammen mit Dr. Doris Beißel (Allgemein- und Viszeralchirurgie im Hagener St.-Josefs-Hospital), Dr. Andreas Wallasch (Allgemein und Viszeralchirurgie im St. Vincenz Krankenhaus in Menden) und Dr. Sabine Redemann (Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie im St. Vincenz Krankenhaus in Menden) das erste gemeinsame Zentrum der Katholischen Kliniken. Alle kooperieren ab sofort im Sinne einer optimalen Patientenbehandlung.

Doch was genau ist der Vorteil für den Patienten?

„Reflux ist ein komplexes Krankheitsbild. Durch das Zentrum gelingt es uns, schneller und vor allem genauer eine Diagnose zu stellen. Durch unsere Vielfalt an Behandlungsmethoden sind wir in der Lage, unsere Patieten nach höchstem Qualitätsmaß zu versorgen“, sagt Frank Dederichs. Im gesamten Team werden die Untersuchungsergebnisse diskutiert und mit dem Patienten im Einzelnen besprochen.
In Deutschland leidet mehr als 20 Prozent der Bevölkerung an Sodbrennen. Das kann zum Beispiel als Schmerz oder Brennen hinter dem Brustbein auftreten. Grund hierfür ist ein Zurückfließen (lat.: Reflux) von Magensäure in die Speiseröhre. Wenn dies häufiger auftritt, spricht man von einer „Refluxkrankheit“. Ursache für den Säurerückfluss ist eine Schwäche des Speiseröhrenmuskels am Mageneingang. Oft reicht die Umstellung der Lebensgewohnheiten und eine Behandlung mit Medikamenten aus, um die Beschwerden zu bessern.
Trotzdem wird bei bis zu 30 Prozent der Patienten keine zufriedenstellende Beschwerdelinderung erreicht. Bei diesen Patienten ist eine spezielle Diagnostik mittels Magenspiegelung (Gastroskopie), Säuremessung (Impedanz-pH-Metrie,
BRAVO-Kapsel-pH-Metrie) und Motilitätsdiagnostik der Speiseröhre (High Resolution
Ösophagusmanometrie) notwendig. „Alle Untersuchungen werden bei uns mit den modernsten Geräten durchgeführt und können sowohl in Menden als auch in Hagen erfolgen“, sagt Frank Dederichs.
Sollten Medikamente nicht mehr helfen, kann im Einzelfall auch eine Operation notwendig sein. „Das sind beispielsweise die so genannten Magenmanschetten oder Magnetbänder und Schrittmacher zur Steuerung des unteren Speiseröhrenverschlussmuskels, die den Reflux verhindern“, sagt Andreas Wallasch. Angst brauche aber niemand davor haben. „Erfahrungsgemäß sind unsere Patienten nach einer Behandlung mehr als glücklich, da die neu gewonnene Lebensqualität für viele nicht mehr vorstellbar war.“
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