Hagen: Aktion zum Weltnichtrauchertag

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Hagen: Rathaus-Apotheke |

Mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 30. Mai, von 10 bis 15 Uhr unterstützen die Rathaus-Apotheke und die Fachstelle Suchtvorbeugung der Kommunalen Drogenhilfe Hagen die Landesinitiative „Leben ohne Qualm“, welche jährlich zum Weltnichtrauchertag einlädt.

Unter dem Motto „Lass einen los“ lädt die Landesinitiative „Leben ohne Qualm“ Jugendliche und Erwachsene ein, am 30. Mai an der Rathaus-Apotheke, Badstraße 4, einen von rund 200 bunten Heliumballons in den Himmel steigen zu lassen. Die Ballons tragen Kärtchen, auf welche die Teilnehmenden ihre persönlichen Sprüche und Botschaften zu den Vorteilen des Nichtrauchens schreiben können. Für die gelungensten Slogans und die am weitesten geflogenen Botschaften gibt es tolle Preise zu gewinnen.

Seit 1987 wird der Weltnichtrauchertag von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) genutzt, um weltweit auf die Gefahren des Rauchens und Entwicklungen in der Tabakindustrie aufmerksam zu machen. Mit Erfolg, denn die Zahl der rauchenden Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als halbiert.

Aktuell wird jedoch von Fachleuten befürchtet, dass der neue Trend zu E-Zigarette und E-Shisha die Präventionserfolge bremst: Kinder und Jugendliche werden zunehmend durch elektronische Rauchprodukte verführt. Mit ansprechendem Produkt-Design und „kinderfreundlichen“ Geschmacksaromen wie Erdbeere, Schoko, Pistazie oder Karamell wird gezielt um junge Konsumentinnen und Konsumenten geworben. Jeder zehnte Jugendliche hat schon mal E-Shisha oder E-Zigarette geraucht.

Die Deutsche Krebshilfe und das Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. haben deshalb zum Weltnichtrauchertag 2015 in Deutschland das Motto „E-Zigaretten und E-Shishas: Chemie für die Lunge!“ ausgegeben.

Mit dem Konsum von E-Zigaretten und E-Shishas – so Prophylaxefachkraft Sabine Michel von der Fachstelle Suchtvorbeugung der Kommunalen Drogenhilfe Hagen – werden früh Verhaltensweisen eingeübt, die den Einstieg ins Tabakrauchen erleichtern und die Abhängigkeit von Nikotin fördern können.

Gewarnt wird auch vor den gesundheitlichen Risiken der neuen Dampfformen, die derzeit noch nicht abschätzbar sind, inhaliert man dabei ein Chemikaliengemisch aus Propylenglykol und/oder Glyzerin (bekannt aus Nebelmaschinen in Discotheken), Aromen und oft auch Nikotin. Eine Studie des Bundesamts für Risikobewertung zeigt, dass alle Flüssigkeiten, auch nikotinfreie, die Schleimhäute reizen, die Stammzellen der Lunge schädigen und Krebs auslösen können. Auch verschlechtert der E-Dampf die Innenraumluft.

Von Fachleuten werden eine konsequente Regulierung von E-Zigaretten und weitere Maßnahmen der Tabakprävention gefordert. Die hiesigen Bundesländer haben bereits ein Gesetz angemahnt und die Bundesregierung ist auf dem Weg, den Verkauf der Produkte an Minderjährige zu verbieten. Auch der Jugendschutz ist gefordert. Bis spätestens 2016 wird es dann mit der Umsetzung der Tabakrichtlinie EU-weit zu einer Regulierung von E-Produkten kommen.

Um diesen Trend und eine positive Haltung zum Nichtrauchen zu stärken, führen einige Hagener Schulklassen verschiedene Projekte durch – von der Teilnahme am Projekt „Be smart, don’t start“ bis hin zu Unterrichtseinheiten und Projekttagen mit den „LoQ-Parcours“ (Leben ohne Qualm).

Weitere Informationen gibt es bei Sabine Michel von der Kommunalen Drogenhilfe, Fachstelle Suchtvorbeugung unter Tel. 02331-2075661 oder E-Mail Sabine.Michel@stadt-hagen.de und unter www.loq.de.
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