Rückenschmerzen durch Schuppenflechte?

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Privatdozent Dr. Martin Meyer, Chefarzt der Rheumaklinik am Mops. (Foto: privat)
Hagen: Ev. Krankenhaus Haspe |

„Gelenkentzündungen bei Schuppenflechte - eine mögliche Ursache auch von Rückenschmerzen“, ist das Thema des nächsten Patientenforums im Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe. Privatdozent Dr. Martin Meyer, Chefarzt der Rheumaklinik am Mops, erklärt, warum bei einer Hauterkrankung auch Schmerzen im Rücken auftreten können und was man dagegen tun kann. Beginn der Veranstaltung ist am Dienstag, 19. Mai, um 18 Uhr im Schulungsraum des Krankenhauses, Brusebrinkstraße 20.

„Psoriasis Arthritis“, schon der Name lässt es erahnen, dass hier zwei Erkrankungen zusammenkommen: Psoriasis, zu Deutsch Schuppenflechte, und Arthritis, die medizinische Bezeichnung für Gelenkentzündung. Fachleute sprechen daher von einer Gelenkentzündung, die mit einer Schuppenflechtenerkrankung einhergeht.
„Als ob eine Erkrankung nicht reichen würde!“, hört der Rheumatologe oft, wenn er diese Erkrankung bei Patienten feststellt. „Aber wenn man als Patient eine klare Diagnose erhalten hat, dann ist schon viel gewonnen“, betont Dr. Meyer. Denn die Arthritis bei Schuppenflechte sei eine ‚launische Erkrankung‘ und sei selbst für Ärzte nicht immer leicht zu erkennen. Manchmal geht die Gelenkentzündung voraus und erst Jahre später erkrankt die Haut. Die Betroffenen haben Gelenkschmerzen, aber es ist kein Rheumafaktor feststellbar. Oft fehlen sogar Anzeichen von erhöhter Entzündungsaktivität im Blut und die Gelenke sind gar nicht geschwollen, sie schmerzen nur.
„Wie die Hauterscheinungen bei der Schuppenflechte beruhen auch die Gelenkentzündungen der Arthritis auf einer Autoimmunreaktion: Das Immunsystem verwechselt hier Gelenkstrukturen mit schädlichen Eindringlingen, greift sie daher an und zerstört sie“, erklärt der Facharzt. Betroffen seien oft die Finger - und Zehengelenke, aber auch die Knie- und Sprunggelenke sowie der untere Rücken. Nicht selten sind Finger oder Zehen im Strahl geschwollen. Dabei entstehen die so genannten Wurstfinger oder -zehen. In seinem Vortrag erklärt der Chefarzt, wie man die die Erkrankung feststellen kann und wie man sie behandelt. Danach bleibt genügend Zeit für Fragen. Der Eintritt ist frei.
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