VW-Tiguan Top-Modell mit 240-PS-Biturbo-Diesel

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Tiguan II, 2,0 Biturbo-Diesel (240PS)
 
Tiguan II, 2,0 Biturbo-Diesel (240PS)
Hagen: Mitte | Fotos / Video-Clip: -urafoto-

von Ulrich Rabenort
Seit Ende April 2016 ist der neue VW Tiguan am Markt. Zur Auswahl standen bislang drei Benzinmotoren mit 125, 150 und 180 PS sowie drei Diesel-Aggregate mit 115, 150 und 190 PS. Erweitert wird die Motorenpalette für den Tiguan seit Mitte des Jahres durch einen 220 PS starken 4Motion Benziner und seit Herbst mit dem Biturbodiesel aus dem Passat mit 240 PS 2.0 TDI SCR 4Motion. Beide Modelle sind nur in der Highline-Ausstattung erhältlich. Ich konnte den 240 PS starken Testwagen aus Wolfsburg zwei Wochen fahren und habe mich dabei nicht nur von den Qualitäten des Biturbo-Motors überzeugen können.

In der Länge bringt es der Tiguan auf 4,49 Meter (plus 6 cm), in der Breite sind es 1,84 Meter (plus 3 cm, mit Außenspiegeln 2,10 Meter) und in die Höhe reckt sich der VW auf 1,65 Meter (minus 3 cm). Den Radstand von jetzt 2,67 Metern (plus 8 cm) bekommen besonders positiv die Passagiere im Innenraum zu spüren und das Kofferraumvolumen legt auch noch mal ordentlich zu. Den Tiguan gibt es in den VW-typischen Ausstattungsvarianten Trendline, Comfortline und Highline.

Sportpaket wertet den starken Tiguan nochmals auf

Dank optionalem R-Line-Paket (2765 Euro) macht das Top-Modell der Tiguan-Baureihe allerdings schon rein optisch mächtig was her. Stoßfänger, Radhäuser und Schweller wurden gegenüber den anderen Ausstattungsvarianten deutlich verbreitert, und am Heck prangen zwei eckige Fake-Auspuffblenden. Die wahren Doppel-Auspuff-Endrohre liegen unter der Heckschürze und sind auf den ersten Blick nicht zu sehen. Im Innenraum unterstreichen Alu-Pedale, Leder-Sportlenkrad mit rundem Pralltopf und diverse R-Line-Logos den dynamischen Anspruch.
An den bekannten Qualitäten des Wolfsburgers ändert der Sportdress hingegen nichts: Das Raumangebot ist mit üppiger Bein- und Kopffreiheit auf allen Plätzen angenehm und der 615 bis 1655 Liter große Laderaum steckt Urlaubsgepäck oder Großeinkäufe gleichermaßen souverän weg. Weitere Pluspunkte sammelt der Familienfreund mit seiner serienmäßig verschiebbaren Rückbank, zahlreichen Ablagen und Staufächern sowie den Klapptischen im Fond.

Schnell und sicher schiebt der Power-Diesel nach vorn

Bei der aktuellen Passat-Generation hat man es schon vorgemacht und den Zweiliter-Vierzylinder-Diesel mit einer Biturbo-Aufladung ausgestattet. Dieses Aggregat zieht nun auch in den Tiguan und wird dort (wie beim Passat) serienmäßig mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und dem 4Motion-Allrad gekoppelt.
Von unten heraus schieben die 500 Newtonmeter den in dieser Ausführung 1,8 Tonnen schweren Allrad-Tiguan gut nach vorne. Die Gangwechsel gelingen dem Wagen DSG-typisch sehr flott und nach 6,3 Sekunden fällt die 100-km/h-Marke. Bis Tempo 200 reicht die Leistung für spontane Zwischenspurts. Bis zur Höchstgeschwindigkeit von 228km/h braucht es dann doch ein wenig Geduld.
Dass sich der Tiguan gerade auf der Autobahn wohlfühlt, liegt nicht zuletzt an seinem knackigen Fahrwerk, das auch bei schnell durchfahrenen Autobahnkurven kaum Seitenneigung zulässt.
Auch bei hohen Geschwindigkeiten ist die Straßenlage sehr souverän und die Windgeräusche bleiben im Rahmen. Bei einer solchen Fahrweise sind die von VW angegeben 6,4 Liter Diesel je 100 Kilometer natürlich nicht erreichbar (bei Topspeed zeigt der Bordcomputer einen Momentanverbrauch zwischen 15 und 20 Liter), doch bei normaler bis leicht sportlicher Fahrt kam ich auf einen Wert von knapp unter acht Liter.

Auf dem Testwagen sind Winterreifen der Dimension:
Winterräder "Sebring", 4 Leichtmetallräder 7 J x 18, 235/55 R 18 H montiert.

Besonderes optisches Highlite für die Sommerausführung sind die Optionalen:
Suzuka 8,5 J x 20 in Dark Graphite, Volkswagen R (5-Y-Speichen Design), Mobilitätsreifen 255/40 R 20.

VW bietet solide Verarbeitung mit Top-Assistenzsystemen

Die Bedienung der vielen Funktionen von Infotainment und Assistenzsystemen geht ohne größere Eingewöhnung leicht von der Hand – einzig das Multifunktionslenkrad wirkt mit seiner doppelten Tastenbelegung für den Tempomaten überfrachtet. In puncto Verarbeitung kann der solide gemachte Wolfsburger voll überzeugen.
Das Komfortpaket in Sachen Online und Medien wird durch eine von Volkswagen erstmals verbaute induktive Ladeschale für Smartphones mit Qi-Standard sowie den neuen Dienst Car-Net Security & Service abgerundet. Mit den hier angebotenen Services kann der Fahrer die Sicherheit optimieren und wichtige Informationen über sein Auto abrufen. Das Angebot reicht vom Geschwindigkeitsalarm über den telemetrischen Pannenruf bis zur Fahrzeuglokalisierung.

Fazit:
Inklusive der umfangreichen Highline-Ausstattung kostet der stärkste "Tiger" stolze 42.700 Euro. Rüstet man ihn jetzt noch mit Navi, Assistenzsystemen und Co aus, ist schnell die 60.000-Euro-Marke wie bei diesem Testfahrzeug erreicht. Mit dem Sportpaket R-Line, DSG, Allrad, Adaptive Fahrwerksreglung (DCC) und in der Ausstattungslinie "Highline" ist der Tiguan preislich kein Wagen "fürs Volk" mehr. Diese Tiguan-Variante spielt mit ein paar zusätzlichen Extras preislich nun fast in der Oberklasse.

Technische Daten

Antrieb: Allradantrieb mit elektronísch
gesteuerter Lamellenkupplung als Längssperre
Anzahl Gänge: 7
Getriebe: Doppelkupplungsgetriebe
Motor Bauart: Biturbo-Diesel-Reihenmotor
Hubraum: 1.968
Anzahl Ventile: 4
Anzahl Zylinder: 4
Leistung: 176 kW (240 PS) bei UPM
Drehmoment: 500 Nm bei 1.750 - 2.500 UPM

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