Münchener Oktoberfest: Fünf Tipps für tolle Wiesntage

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Am 16. September startet das Münchener Oktoberfest. (Foto: Patrick Jost)
 
Am besten reist man mit der Bahn an. (Foto: Patrick Jost)

"O'zapft is!", diese magischen Worte hallen am 16. September wieder durch das Schottenhamel-Festzelt, wenn der Münchener Oberbürgermeister das Oktoberfest eröffnet. Von da an werden ca. 6 Millionen Besucher erwartet, die schöne Wiesn-Tage verbringen wollen. Das hat natürlich zur Folge, dass im Raum München viele Hotels teuer und ausgebucht sind und es in den Zelten kaum noch Plätze gibt. Wie man trotzdem noch gut nach München kommt und wie man dann Spaß auf dem Oktoberfest hat, zeigen ein paar Tipps:


1. Anreise/Übernachtung:

Es ist sehr schwer in München zu den Zeiten des Oktoberfestes eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Und findet man doch eine, dann ist diese teuer. Davon sollten sich interessierte Wiesn-Besucher nicht abschrecken lassen.
Da es rund um die Theresienwiese wenig Parkplätze gibt ist eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu empfehlen. Jetzt sind Tickets mit Direktverbindungen vom Hagener Hauptbahnhof für IC und ICE nach München aber nicht gerade billig. Also was tun?
Am besten sucht man sich Hotel in einer Stadt von der aus man München gut (und vielleicht günstig) mit dem Zug erreichen kann. Augsburg (ca. 1 Stunde Bahnfahrt) oder Ulm (ca. 2 Stunden auf Regionalbahnlinien) bieten sich da durchaus an. Auch in Münchener Vororten könnte man fündig werden. Da es hier günstigere Hotelzimmer gibt, kann es sein, dass man mit Hotelpreis plus Bahnreise günstiger unterwegs ist als in einem Hotel vor Ort.


2. Ab ins Zelt:

Zu einem Wiesn-Besuch gehört natürlich auch ein zünftiger Besuch im Festzelt. Hier heißt die Devise ganz einfach: Der frühe Vogel fängt die Maß.
Wer rechtzeitig bei oder vor Zeltöffnung vor Ort ist, dürfte in einem der vielen Zelte auch noch ein Sitzplatz finden. Ist drinnen alles besetzt bieten viele Zelte noch einen Außenbereich zum sitzen an.
Sind alle Zelte schon voll sollte man auf der "Oidn Wiesn", einem historischen Jahrmarkt, vorbeischauen. Hier bekommt man durchaus auch am Nachmittag noch einen Platz im Zelt oder auf der Terrasse und kann bei historischem Jarhmarktflair seine Maß genießen.


3. Besondere Attraktionen:

An diesem Punkt schauen wir einmal auf die Fahrgeschäfte. Es gibt nämlich einige Attraktionen, die nur einmal im Jahr und dann nur auf dem Oktoberfest gastieren. Außerdem stehen in München oft Karussell die nur selten in NRW auf den Festplätzen anzutreffen sind.
In diesem Jahr wäre eine Attraktion, welche nur auf der Theresienwiese zu finden ist die neue Geisterbahn „Geisterpalast“. Aber auch klassische Schaubuden wie „Das Teufelsrad“ oder „Auf geht’s beim Schichtl“ sorgen für einmalige Oktoberfeststimmung.
Lohnen tut sich auch ein Hochfahrgeschäft, denn die Aussicht zum Beispiel aus einem Freifallturm oder dem Riesenrad über München ist einfach grandios. Und wenn wir schon beim Thema “Überblick“ sind.
Eine Übersicht der Fahr- und Belustigungsattraktionen, sowie Infos über das diesjährige Sicherheitskonzept gibt es natürlich auf der Internetseite des Oktoberfestes.


4. Oide Wiesn:
Eigentlich kein Geheimtipp mehr, aber etwas ganz besonderes ist die Oide Wiesn. Auf einem ca. drei Hektar großem Areal wird ein historischer Jahrmarkt aufgebaut. Dieser kostet zwar drei Euro Eintritt, lohnt sich aber allemal. Nach dem betreten des historischen Jahrmarktes können die Geschäfte dort für nur einen Euro genutzt werden. Mit altertümlichen Fahrgeschäften wie die Berg-und Talfahrt „Fahrt ins Paradies“ oder dem Vorreiter des heutigen Breakdance „Calypso“ kommen alle Freunde der Nostalgie auf ihre Kosten. Auch der Showfaktor kommt hier nicht zu kurz. Unter anderem kann man hier die atemberaubende Steilwandfahrer sehen.


5. Preise:
10 Euro für einen Liter Bier. Um die neun Euro für große Achterbahnen. Preise die es durchaus in sich haben. Schaut man aber mal genauer hin, merkt man, dass die Oktoberfestpreise auch nicht teurer sind als woanders. In einigen Lokalitäten zahlt man auch für ein kleines Bier um die drei Euro. Auf diversen Festivals und Konzerten berechnen die Veranstalter und Clubbesitzer dem Besucher auch einen Euro pro 100ml. Rechnet man diese Sachen einmal hoch und schaut bei solchen Veranstaltungen genauer hin, ist man eigentlich umgeben von Oktoberfestpreisen.
Noch ein Tipp am Rande. Lokale Spezialitäten sind auf dem Oktoberfest günstiger, als Dinge jenseits des Weißwurstäquators. Eine Bratwurst zum Beispiel ist auf dem Oktoberfest teurer als auf einer Kirmes bei uns in NRW, ein Leberkäsbrötchen kostet aber genau soviel wie eine Bratwurst hier. Ob man das auf dem Oktoberfest dann essen möchte oder lieber zum Hendl greift, muss jeder selbst entscheiden.
Unter der Woche gibt es übrigens die Mittagswiesn bei der die Fahrgeschäfte bis zum Nachmittag mit ermäßigten Preisen fahren.



Aber auch trotz der hohen Preise sollte jeder den es interessiert das tolle Oktoberfestfeeling, die friedliche Stimmung zwischen unterschiedlichsten Menschen aus aller Welt und die besonderen Wiesn-Attraktionen einmal erlebt haben.
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