3. Handball-Liga: VfL Eintracht Hagen behält im Stadtderby klar die Oberhand

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Der Einstand von Niels Pfannenschmidt als Trainer des Handball-Drittligisten VfL Eintracht Hagen ist geglückt – und wie: Im Stadtduell beim TuS Volmetal setzten sich die Grün-Gelben souverän mit 28:38 (16:21) durch, und es wirkte, als habe der neue Mann auf der Hagener Bank sein erstes kurzfristiges Ziel erreicht. Sichtlich befreit spielten Kapitän Pavel Prokopec und Co. auf, zeigten eine teils begeisternde Leistung gegen den Außenseiter, der den Kampf annahm und sich teuer verkaufte.

„Das war wirklich ein toller Einstand. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat die Aufgabe gut angenommen, die Jungs waren sehr präsent und sind engagiert aufgetreten“, resümierte ein sichtlich zufriedener Pfannenschmidt nach dem Schlusspfiff.
Nach einem Blitzstart, mit dem die Gäste auf 3:0 vorlegten (4.), fing sich der TuS und glich mit dem Treffer von Silas Kaufmann zum 3:3 aus (7.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später gingen die Gastgeber dank Timon Schliepkorte gar erstmals in Führung, 5:4 lautete der Zwischenstand. Bis zum 7:7 (12.) blieb es eine ausgeglichene Partie, ehe der VfL erneut vorlegte – und nur noch in den Rückspiegel blickte. Beim 12:9 (18.) stellte Jan von Boenigk die alte Drei-Tore-Führung wieder her, die bis zum Seitenwechsel auf fünf Treffer anwuchs.
Im zweiten Abschnitt sorgten Jan-Lars Gaubatz und Julian Renninger mit zwei weiteren Treffern schnell für eine Vorentscheidung. Zwar hielten die Volmetaler den Abstand lange bei fünf bis sechs Treffern, doch an diesem Tag ließen die Grün-Gelben nicht locker und bauten den Vorsprung bis zum Schlusspfiff auf zehn Tore aus. „Wir haben auch in den kritischen Phasen die Ruhe bewahrt und sie gut überstanden“, berichtete Pfannenschmidt, dem vor allem imponierte, dass seine Farben immer dann einen Treffer nachlegten, wenn sich das Publikum gerade anschickte ein Faktor zu werden. Zudem freute sich der Ostwestfale, dass die Umstellungen in der Defensive sofort fruchteten: „Wir waren sehr aktiv, auf Ballgewinn aus. Dazu haben wir ein gutes Tempospiel an den Tag gelegt.“
Ein Extralob gab es nach dem Spiel für Co-Trainer Hans-Peter Müller. „Er hat unter der Woche gut mit der Mannschaft gearbeitet und sie vordergründig auf das Spiel vorbereitet“, erläuterte Pfannenschmidt. In seinem abschließenden Fazit fand der neue Trainer indes doch noch ein Haar in der Suppe: „Wir haben jetzt sicherlich einen ersten Schritt getan, aber wir haben ja noch ein paar Spiele vor uns. Und es gab auch Sachen, die mir nicht so gut gefallen haben. Daran gilt es jetzt weiter zu arbeiten.“ Schnell schob er aber nach: „Positiv war, dass sich jeder neu beweisen wollte. Dieses Niveau müssen wir jetzt aber halten und bestätigen, es immer wieder aufs Neue zeigen. Das ist eine Grundhaltung, die ich im Training und im Spiel erwarte. Deshalb haben wir auch in der Höhe verdient gewonnen.“
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