Bell lässt Phoenix in Göttingen jubeln!

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Matchwinner David Bell

Ein Veilchen für die Veilchen: Mit 83:73 (36:28) hat Phoenix Hagen die BG Göttingen am 21. Spieltag der Bundesliga geschlagen. Vor 3.447 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena gerieten die Feuervögel über die vollen 40 Minuten nie in Rückstand. Dennoch war es eine hochspannende Partie, in der ein überragender David Bell mit 31 Punkten Topscorer wurde.



Phoenix startete gut in das erste Viertel. Knapp eine Minute war gespielt, als Dino Gregory mit einem sehenswerten Alley-oop nach Zuspiel von Larry Gordon die ersten zwei Punkte der Partie erzielte. Zweimal konnten die Göttinger ausgleichen, die Führung übernahmen sie jedoch nicht. Die Feuervögel starteten einen kleinen Lauf, zu dem der starke David Bell acht Punkte in Folge beisteuerte. Erst nach über drei Minuten konnten die Veilchen beim Stand von 6:13 durch Jamal Boykin wieder punkten (6.). In der Folge kämpften sie sich etwas heran und verkürzten den Rückstand bis zum Viertelende auf zwei Punkte.

Mit einem Dreier zum 16:21 eröffnete Hagens Kapitän Bell das zweite Viertel (11.). Beide Teams standen defensiv sehr kompakt. Nach der Hagener 25:20-Führung durch Bell (13.) vergingen mehr als zwei Minuten ohne einen einzigen Korb auf beiden Seiten. Dann ging es aber Schlag auf Schlag mit Korblegern von David Godbold, Urule Igbavboa und Alex Ruoff (15.). Durch Treffer von Geske, Gordon und Bleck setzte Phoenix sich jetzt deutlicher ab. Todd Browns Sprungwurf zum 26:36 bedeutete die erste zweistellige Hagener Führung im Spiel (19.). Ein Korbleger von Göttingens Spielmacher Khalid El-Amin nach einer schönen Einzelaktion markierte den Pausenstand von 28:36.

Trainer: Bell war der Kopf des Teams

Die zweite Halbzeit begann aufgrund von technischen Problemen leicht verzögert. Als diese behoben waren, machte Göttingen den Hagenern Probleme: Boykin und Bahiense de Mello trafen aus der Distanz, was den Hagener Vorsprung auf zwei Punkte schmelzen ließ (23.). Nach je einem verworfenen Dreier von Brown und Gordon begann die stärkste Phase der Feuervögel. Offensiv ließen sie jetzt kaum etwas liegen, bauten die Führung auf elf Zähler aus. Spannend wurde es wieder gegen Ende des dritten Viertels, als erst Bahiense de Mello per Korbleger und schließlich Godbold per Dreier zum 54:60 trafen.

In den letzten zehn Minuten entwickelte sich eine Art integrierter Dreier-Contest: Zunächst brachte ein Dreier von Godbold die Halle zum Kochen (31.). Etwas später traf auch David Bell aus der Distanz (33.). Die Antwort von El-Amin folgte auf dem Fuß, und gut zehn Sekunden später scorte auch Larry Gordon von Downtown. El-Amin traf den nächsten Dreier zum 63:66 (34.), Bell punktete zur Abwechslung per Korbleger. Erneut traf El-Amin einen Dreier und brachte auch den Bonus-Freiwurf nach Foul von Bell im Korb unter (36.). Bis auf einen Punkt hatten sich die Veilchen herangekämpft. Richtig eng wurde es auch kurz darauf noch einmal, als El-Amin seinen bereits vierten Dreipunktewurf im letzten Viertel zum 70:72 im Netz versenkte (37.). Die Feuervögel blieben cool und tüteten mit Treffern von Ramsey, Brown und Nixon den Sieg ein, während bei den Hausherren jetzt das Wurfglück fehlte. Den Endstand zum 73:83 setzte Larry Gordon per Freiwurf.

Mit dem 83:73-Erfolg in Göttingen hat Phoenix Hagen bereits das siebte von elf Auswärtsspielen in dieser Saison gewonnen. Trainer Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Ich bin natürlich sehr froh, dass wir dieses wichtige Spiel für uns entscheiden konnten. Wir haben beim letzten Auswärtsspiel in München eine ziemliche Packung bekommen. Uns lag sehr viel daran, erneut in unseren Rhythmus zu kommen und überhaupt gut zu spielen. Unsere Defense war heute sehr stark. Ich hebe ungern einen Spieler hervor, aber David Bell war heute über die gesamte Zeit der Kopf des Teams. Er hat einen großen Anteil daran, dass wir das Spiel in Göttingen gewinnen konnten.“
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