Deutsche Meisterschaften in Wuppertal: Alle Titel gehen nach Hagen

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Die besten deutschen Einzelspieler 2017: (v.l.) Marcel Scheffel, Torben Nass und Philipp Münzner. (Foto Karsten-Thilo Raab)
 
Die drei besten deutschen Doppel 2016: (v.l.) Torben Nass, Philip Kühne, Christopher Zentarra, Stefan Blank, Christopher Berges und Noah Wilke. (Foto Karsten-Thilo Raab)
Viel spannender hätte wohl selbst Krimi-Altmeister Alfred Hitchcock das Finale um die deutsche Doppel-Meisterschaft im Federfußball im Sportzentrum Küllenhahn in Wuppertal kaum inszenieren können. Zunächst schien für die Titelverteidiger Torben Nass und Philip Kühne von Flying Feet Haspe alles nach Plan zu verlaufen. Ohne Satzverlust war das Duo souverän ins Endspiel gestürmt. Und nach dem 21:16 im ersten Durchgang schien alles auf den abermaligen Titelgewinn hinaus zu laufen.

Doch im zweiten Durchgang entdeckten ihre Widersacher Christopher Zentarra und Stefan Blank vom FFC Hagen ihre Kämpferqualitäten. Plötzlich war es ein Spiel auf Augenhöhe, ein Spiel mit allenfalls marginalen Leistungsunterschieden. Ein offener Schlagabtausch, der gleich mehrfach in die Verlängerung ging, ehe Christopher Zentarra und Stefan Blank glücklich mit 29:27 die Nase vorn hatten, so dass der dritte Satz die Entscheidung bringen musste. Und hier legten Torben Nass und Philip Kühne einen 1:5 Fehlstart hin. Ein Rückstand, dem die beiden Hasper Nationalspieler in der ganzen Partie hinterherlaufen sollten, ohne diesen merklich verkürzen zu können. Am Ende setzten sich Christopher Zentarra und Stefan Blank mit 21:18 durch und sich damit erstmals die nationale Krone im Doppel auf.

„Einfach sensationell, was die beiden Doppel in punkto Schnelligkeit, Beweglichkeit und Reaktionsvermögen gezeigt haben“, schwärmte dann auch DFFB-Präsident David Zentarra bei der Siegerehrung.

Bronze erkämpften Noah Wilke und Christopher Berges vom gastgebenden Cronenberger BC. Sie kämpften im kleinen Finale Philipp Münzner vom TV Lipperode und Marcel Scheffel von Flying Feet Haspe 21:17, 21:18 nieder. Auf Platz 5 landeten Philipp Graefenstein und Tobias Tochtrop vom TV Lipperode, die im abschließenden Platzierungsspiel Karsten-Thilo Raab vom FFC Hagen und Daniel Nass von Flying Feet Haspe mit 21:15, 15:21, 21:15 auf Rang 6 verwiesen. Auf Platz 7 folgten Arne Twer vom FFC Hagen und Sven Walter vom TV Lipperode; Achte wurde Frida Varga vom FFC Hagen und Nora Henneböle vom TV Lipperode. Auf Rang 9 schoben sich die EM-Teilnehmerinnen Lina Marie Kurenbach und Franziska Oberlies von Flying Feet Haspe vor ihren Vereinskollegen Patricia Kovács und Thore Riepe, die als Zehnte gewertet wurden.

Weniger packend war tags darauf die Entscheidung bei den deutschen Einzel-Meisterschaften. Der frisch gebackene Europameister Torben Nass ging von Beginn an hoch konzentriert zu Werke und ließ keinen Zweifel daran, dass die Titelvergabe nur über ihn führen könnte. Ohne Satzverlust stürmte er ins Endspiel, wo ein wenig überraschend sein Vereins- und Mannschaftskollege Marcel Scheffel als Gegner wartete. Letzterer hatte auf dem Weg ins Finale Schwerstarbeit geleistet und nacheinander im Viertel- und Halbfinale die WM-Teilnehmer Philip Kühne mit 21:16, 21:17 und Noah Wilke mit 18:21, 22:20, 21:15 niedergekämpft. Im Finale hatte Marcel Scheffel dann nichts mehr zuzusetzen und fand vor allem gegen die harten und präzisen Angaben von Torben Nass nie ein probates Mittel. Und so sicherte sich der Europameister locker mit 21:6, 21:13 seinen zweiten DM-Titel in Folge.

Bronze ging an Philipp Münzner, der sich mit 21:4, 18:21, 21:13 gegen Noah Wilke durchsetzte. Platz 5 ging an Philip Kühne von Flying Feet Haspe, Platz 9 an Florian Krick, Platz 11 an Arne Twer und Rang 13 an Karsten-Thilo Raab (alle FFC Hagen). Nachwuchstalent Thore Riepe von Flying Feet Haspe wurde 14., gefolgt von Robin Weber auf Platz 15 und Detlev Stegmann (beide FFC Hagen) auf Platz 16.

Im Damen-Einzel ist die alte deutsche Meisterin auch die neue deutsche Meisterin. Sarah Rüsseler vom FFC Hagen sicherte sich ihre nunmehr siebten DM-Titel in Folge. Im Endspiel verwies sie mit Silke Weustermann vom gastgebenden Cronenberger BC ihre langjährige Widersacherin früherer Jahre mit 21:16, 21:15 auf den zweiten Platz. Bronze holte Lina Marie Kurenbach von Flying Feet Haspe. Im kleinen Finale hielt sie ihre Vereinskollegin Patricia Kovács mit 21:12, 21:10 auf Distanz und verwies sie auf den undankbaren vierten Rang.
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