Eintracht Hagen: Deutliche Niederlage im Südwesten

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Knapp bis zur Mitte der zweiten Hälfte beim Gastspiel des Handball-Zweitligisten VfL Eintracht Hagen bei der SG BBM Bietigheim sah es so aus, als könne die Mannschaft von Trainer Lars Hepp ein gutes Ergebnis erzielen – oder gar eine erneute Überraschung landen. Doch danach brachen die Grün-Gelben völlig ein, etliche technische Fehler und Fehlentscheidungen reihten sich aneinander, was die Hausherren eiskalt ausnutzten und die Gäste förmlich überrannten. Am Ende der langen Liste von Unzulänglichkeiten stand für den VfL eine deftige wie verdiente 21:33-Pleite.

Bereits der Auftakt in die Partie ließ erahnen, wie sich der Auftritt für die Gäste gestalten sollte: Während es einzig Tobias Mahncke zu verdanken war, dass die SG nach zehn Minuten erst vier Treffer erzielt hatte – der Eintracht-Keeper entschärfte bis dahin sechs Würfe, darunter ein Siebenmeter – leisteten sich die Hagener in dieser Phase bereits vier technische Fehler sowie mehrere Würfe, die gar nicht erst den Weg auf den Kasten fanden, sondern neben dem Gehäuse landeten. Nach einer Auszeit in der zehnten Spielminute war es aber keineswegs die Eintracht, die den Sand aus dem Getriebe schüttelte. Im Gegenteil: In der Hintermannschaft taten sich plötzlich deutlich mehr Löcher auf und auch die Einsatzbereitschaft ließ nach, was dazu führte, dass Mahncke ebenfalls keine Hand mehr an den Ball bekam. Einige positive Akzente setzte der Gast dann aber in der Offensive, trotz weiterhin hoher Fehlerquote, immer noch, und schöpfte nach dem Anschluss zum 10:14 nochmals Hoffnung. Diese zerschlug sich aber kontinuierlich, da die Paraden von Jürgen Müller nach dessen Einwechslung nicht zur Ergebnisverbesserung genutzt wurden, sondern der Ball – meist durch eigenes Verschulden – wieder beim Gegner landete. Danach sahen die 2057 Zuschauer in der prächtig gefüllten EgeTrans Arena ein Spiegelbild des ersten Abschnitts: Die Eintracht ließ defensiv nach und fabrizierte vorne unzählige Fehler, die Hausherren nutzen diese zum Kontern.

„Bis zur 40. Minute war ich mit unserer Leistung einverstanden, danach haben mir die Rückzugs- und Umschaltbewegung nicht gefallen. Und bezogen auf die letzten 20 Minuten bin ich beinahe sprachlos, wie wir uns unserem Schicksal fast ergeben haben. Das war beinahe ein Hilfeschrei, dass endlich Pause ist, dass wir endlich spielfreie Zeit haben. Das darf uns aber nicht passieren, und über die Leistung müssen wir nach der Pause reden – auch wenn der Gegner heute in beinahe allen belangen besser war. Wir müssen das in Ruhe aufarbeiten, denn die Rückrunde wird vielen Mannschaften, auch uns, viel abverlangen. Wir müssen deshalb jetzt kurz durchatmen, den Kopf freibekommen und dann wieder ein anderes Gesicht zeigen“, resümierte Hepp. Ganz anders sah das Fazit von Hartmut Mayerhoffer aus, der aufgrund der starken und konzentrierten Vorstellung seiner Farben keine Auszeit nahm: „Wir haben egal in welcher Konstellation sehr gut funktioniert, haben eine starke Abwehr gestellt und das Tempo hochgehalten. Das waren unsere Schlüssel zum Erfolg.“
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