Junger Fahrradunternehmer möchte alte Zeiten aufleben lassen

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Im August eingerichteter Showroom
 
Rennrad mit Trikos
 
Ausschnitt des Lagerbestands des Jungunternehmers Marek Hajduk
 
Gesamtes Rennradsortiment

1970, 1980, 1990, 2000


Der Hagener Berufsfachschüler Marek Hajduk, hat mit gerade einmal 19 Jahren ein Unternehmen gegründet. In einem Gespräch berichtete der Jungunternehmer von seinen Beweggründen, die ihn dazu führten, seine Leidenschaft, die er für Rennräder in einigen Jahren entwickelte, zum wirtschaftlichen Erfolg zu bringen.

Herr Hajduk, Sie haben Anfang August ein Kleinunternehmen gegründet. Welchem Hintergrund liegt die Gründung zugrunde?

Ich habe mich schon länger mit Rennrädern beschäftigt. Also, dass ist einfach meine Passion die alten Rennräder. Ich finde, da liegt eine bestimmte Geschichte hinter. Jedes Rennrad hat seine Historie.
Mich begeistern die alten Rennräder, also die aus den 1960iger und 80iger Jahren, da die etwas erlebt haben, man sieht denen die Spuren an und irgendwann habe ich mein erstes gehabt und dass habe ich dann aufarbeitet, was mir Spaß gemacht hat und so fing ich an, zu sammeln. Aber man hat ja keinen Platz und dann begann ich, diese zu verkaufen und das hat dann auch Spaß gemacht. Mit Menschen in Kontakt zukommen, die das gleiche Hobby haben, die sich für die alten Stahlrenner interessieren, ist mir wichtig.

Wenn ich mir Ihr Sortiment ansehe und eine potenzielle Kundin / ein potenzieller Kunde Ihre Facebook-Seite, ihre Homepage betrachtet, und sich für ein Fahrrad entscheidet, stellt sich natürlich auch die Frage, ob der- oder diejenige der Zielgruppe entsprechend ist. Herr Hajduk, welche Zielgruppe darf sich denn angesprochen fühlen, für Ihre Fahrräder?

Also ich würde sagen, dass die Zielgruppe sehr ausgedehnt ist. Von Jungs oder Mädchen ab einem Alter von 15 Jahren bis hin zu einem Alter von 18 oder 19 Jahren, die sich für das Fahrrad fahren interessieren. Ich hatte schon eine Kundin, die war 14 Jahre alt und ist durch ihren Vater an die Rennräder gekommen, weil dieser selber Rennräder fährt und sie sich so für diese interessierte. Aber auch im mittleren Alter von 30 bis Mitte 40, weil die aus ihrer Kindheit die Fahrräder von ihren Eltern noch kennen oder welche mit 65 oder 70 Jahren, die einfach genau solche Fahrräder damals hatten und an die damalige Zeit erinnert werden möchten.

Bei unserem Vorgespräch, was wir vor diesem heutigen Tage geführt haben, haben Sie mir mitgeteilt, dass ihr Vater Marathon fährt. Durch die Tätigkeit ihres Vaters kann natürlich schnell die Frage aufkommen, dass ihr Interesse für Ihre heutige Tätigkeit auf der Tätigkeit ihres Vaters beruht. Ist dem so?

Ja, mein Vater hat mich schon in irgendeiner Art und Weise dort hin geführt. Da liegen Sie richtig. Aber auch mein Opa, der hat mich ganz extrem da hin geführt. Als mein Opa 40 Jahre alt war, hat er sich ein solchen Stahlrahmen gekauft, hat ihn zusammengebaut, jedes einzelne Teil selber ausgesucht, es ist sozusagen ein Meisterstück, welches bei uns jetzt schon seit einigen Jahren an der Wand hängt und mich immer fasziniert hat.

Außerdem sind Sie noch Schüler und besuchen ein Hagener Berufskolleg. Wenn man sich ansieht, dass Sie einerseits zur Schule gehen, also in Vollzeit, und dann den Beruf, den Nebenerwerb mit ihrem Onlineshop machen, könnte man meinen, dass Sie einen enormen Zeitdruck haben, sowie täglich unter Stress stehen. Schaffen Sie es eigentlich den Beruf und die Schule unter einen Hut zu bringen?

Das ist eine gute Frage. Klar, kommt es hier und da schon mal zu Engpässen, aber ich versuche mein bestes zu geben, beides irgendwie
unter den Hut zu kriegen. Schule geht natürlich vor. Das ist jetzt erstmal mein Nebenberuf (Marek lacht) Aber klar würde es mich freuen, wenn sich das intensivieren würde, aber wie gesagt die Schule dafür aufgeben, würde ich jetzt erst einmal nicht.

Ich habe es gerade schon angesprochen Sie haben einen Onlineshop, den Sie ebenfalls im August diesen Jahres ins Leben gerufen haben und Sie haben eine Facebook-Seite, die Ihr Kleinunternehmen weiter bewirbt. Wenn man sich Ihren Onlineshop und Ihre Facebook-Seite ansieht, findet man einige Informationen. Welche davon zeigen einem Interessenten an, dass Ihr Unternehmen das Beste ist?

Das Beste? Ich weiß nicht, ob ich mich so schon nennen würde, aber ich glaube, dass ich die Interessen von den Leuten in meinem Alter versuche abzudecken. Wie man auf Facebook sehen kann, ich bin selber auch mit dem Rad unterwegs, poste hier und da auch ein Foto wo ich mit meinem Rad gerade bin und versuche immer die Interessen einzubinden. Ich versuche verschiedene Marken mit rein zu nehmen, sodass für jeden was dabei ist. Weiterhin, versuche ich die hoch qualifizierten Marken, die man auf der Welt so findet und die sich bis heute auch durchgesetzt haben, zu präsentieren. Da sind halt viele große Namen dabei und wenn man die hört, dann interessiert man sich auch dafür.

Viele Kleinunternehmer haben Informationen zu sich als Person auf der Homepage geschaltet. Wenn man sich Ihre Homepage ansieht, dann findet man in erster Linie nur Informationen zu Ihrem Sortiment, den vielen Fahrrädern. Ihre Person bleibt daher unberührt, was natürlich jeder Unternehmer für sich entscheiden muss. Dennoch gibt es Käuferinnen und Käufer, die sich dafür interessieren, wo der Unternehmer herkommt, welche Fähigkeiten er vorweisen kann und vor allem, mit welchen Projekten er sich beschäftigt hat und welche er zurzeit anstrebt. Deshalb meine Frage: Welche Projekte werden Sie in naher Zukunft verfolgen und werden Sie auf Fahrradmessen präsent sein?

Wie gesagt, sind die Facebookseite und die Homepage noch relativ neu. Klar, werde ich versuchen als Person dort aufzutreten und Fotos von mir auch reinstellen. Ich möchte zeigen, mit welchen Fahrrädern ich unterwegs bin, vielleicht auch welche Menschen ich kennengelernt habe, die in diesem Geschäft auch tätig sind. Mit welchen Leuten ich zusammen arbeite. Aber weil es noch recht neu ist, habe ich da noch recht wenig erlebt im Namen der Firma. Messebesuche sind natürlich schon geplant. Ich bin auch schon im Kontakt mit einigen Leuten, die so etwas veranstalten. Im September wird eine Veranstaltung stattfinden. Das ist das Kulturereignis Deutschland, was das Fahrrad betrifft. Die Veranstaltung heißt VeloClassico und dort werde ich auch präsent sein. Ich bin zurzeit dabei meine eigenen T-Shirts zu drucken, die ich dann auch an die Kunden weitergeben möchte, falls diese angenommen werden. Ich möchte langsam anfangen, schauen, ob es überhaupt funktioniert, wie es angenommen wird. Weitergedacht, wäre es auch schön, wenn man irgendwann auch mal seinen eigenen Stand hat.

Weiterhin ist auf Ihrer Homepage www.steelbiciclassic.de zu lesen, dass Sie als Inhaber Ihres Unternehmens fungieren. Betreiben Sie das Gewerbe alleine oder bekommen Sie Hilfe von außen, bspw. durch Freunde, Familie und dergleichen?

Erst einmal wollte ich das alleine hoch ziehen. Ich habe selbstverständlich viel Unterstützung durch meine Familie bekommen. Mein Bruder hat mir sehr viel geholfen, meinen Shop einzurichten, meinen Showroom mitzugestalten. Freunde helfen auch. Streichen haben wir zusammen gemacht und ganz alleine werde ich dass in Zukunft sicherlich nicht schaffen. Weiterhin sind potenzielle Mitarbeiter im Gespräch, falls das weiter so erfolgreich weitergehen sollte. Aber das wird sich zeigen.

Herr Hajduk zu Beginn unseres Gespräches sind sie auf die Hintergründe zu der Gründung Ihres Unternehmens eingegangen und haben von einem weitgefächerten Sortiment gesprochen. Leider sind Sie dabei nicht darauf eingegangen, welche Produkte man in Ihrem Sortiment findet. Welche Fahrräder kann der Käufer bei Ihnen finden?

Generell habe ich mich auf alte Rennräder spezialisiert. Wie bereits gesagt aus den Jahren von 1960 bis 1990. Natürlich biete ich auch neuere Räder zum Kauf an, also Fahrräder aus den letzten Jahren, so beispielsweise auch Kinderfahrräder. Es kommt immer darauf an, was reinkommt. Es gibt Leute, die kommen auf mich zu und fragen ob ich z.B. ein Kinderfahrrad kaufen möchte. Ich nehme selbstverständlich so etwas ab, aber auch Herrenräder, Tourenräder und Hollandräder biete ich an. Ich möchte mich jetzt auch nicht festlegen. Jedes Fahrrad macht mir Spaß. Fahrrad ist Fahrrad und da grenze ich mich nicht völlig ab. Weiterhin habe ich auch noch andere Artikel im Sortiment, dass sind Schaltungen jeglicher Art. Auch Reifen sind in meinem Sortiment zu finden.

Wie in meiner dritten Frage bereits kurz angesprochen ist Ihr Vater selbst in der Fahrradwelt zu Hause. Ihr Vater ist Marathonfahrradfahrer und hat vor einigen Tagen am Wettkampf Paris-Brest-Paris teilgenommen. Ihr Vater ist also jemand, der sich mit dem Fahrrad sehr gut auskennt. Nun auf Sie Herr Hajduk zurückzukommen. Haben Sie in der Vergangenheit auch schon mal an einem Fahrradwettbewerb teilgenommen und würden Sie als jemand der mit dem Fahrrad ständig zu tun hat, an Fahrradrennen teilnehmen?

Marathon bin ich jetzt noch nicht gefahren, dass macht mein Vater. Ich bin allerdings im Training und versuche mit meinem Vater mitzuhalten. Ich bin schon einige Touren mitgefahren und habe auch schon an Events teilgenommen. Natürlich werde ich auch mit einigen Fahrrädern auch Touren fahren, darüber dann Berichte schreiben, teilweise auf Facebook. Hier möchte ich informieren, wie sich das Fahrrad verhält, wie die Steifigkeit ist, wie es läuft und wie es sich lenkt, da jedes Fahrrad unterschiedlich ist.

Sie haben in den letzten Augusttagen einen großen Kundenstamm aufgebaut. 700 Kundinnen und Kunden sind bis heute in Ihrem Kundenstamm zu finden. Des Weiteren nehmen Sie auch Bestellungen aus anderen Ländern entgegen und versenden dorthin Ihre Räder. Deshalb meine Frage in welche Länder durften Sie schon ausliefern?

Ich habe schon in einige Länder ausgeliefert. Ich hatte Japan schon öfter dabei. Schweden, Spanien, Italien, Norwegen waren auch schon dabei.
Ich habe also schon in viele Länder Fahrräder verschickt. Außerdem war Amerika auch mit dabei, wobei es natürlich immer ein Erlebnis ist, wenn man weiß, das man es selbst aufbereitet hat, mit dem Herzen dabei war und es jetzt soweit weg geht. Natürlich würde ich mich freuen, wenn der Verkauf sich weiter international ausbaut.

Weiterhin freut sich der Jungunternehmer, Marek Hajduk, auf die Resonanz seiner Kundinnen und Kunden und bittet darum, sich bei ihm zu melden, falls jemand Rennräder, Trikos oder Bilder aus vergangenen Zeiten hat. Marek Hajduk können Sie unter der Telefonnummer: 015739320132 erreichen.
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