Phoenix am Mittwoch gegen die Bayern

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Das Team von Phoenix Hagen präsentierte sich kürzlich in der Volme-Galerie. (Foto: Kai-Uwe Hagemann)
Hagen: Enervie-Arena |

Kontrastprogramm in der Arena am Ischeland: Phoenix Hagen erwartet am Mittwochabend zum Heimdebüt in der Basketball-Bundesliga-Saison 2015/2016 den FC Bayern München. Das Duell mit dem übermächtigen Vizemeister beginnt um 20 Uhr in der Arena am Ischeland.

So positiv der 79:72-Erfolg beim Mitteldeutschen BC am vergangenen Samstag auch gewesen ist, so klar sind die Rollen diesmal verteilt. „Der Abstand zwischen Bayern, Bamberg und dem Rest der Liga ist noch größer geworden. Da kann offenbar nur Berlin noch mithalten“, sagt Hagens Trainer Ingo Freyer. Gegen die EWE Baskets Oldenburg siegten die Bayern zum Auftakt problemlos mit 82:56, führten zur Pause bereits mit 44:22. Und das, obwohl mit Bryce Taylor (Muskelprobleme), Vasilije Micic (Ellbogenverletzung) und Maximilian Kleber (Fußverletzung) gleich drei außergewöhnliche Spieler fehlten. „Solche Ausfälle bemerkt man fast gar nicht, so hoch ist die Qualität der Bayern“, so Ingo Freyer.

Trainer Svetislav Pesic und die Bayern-Verantwortlichen haben vor allem in den Bereichen Athletik und Spielkontrolle den Kader hochwertig ausgebaut. Mit den Guards K.C. Rivers (Real Madrid) und Alex Renfroe (ALBA BERLIN), mit den Forwards Deon Thompson (Hapoel Jerusalem) und Maximilian Kleber (Obradoiro CAB) sowie mit Center Andreas Seiferth (Artland Dragons) haben sich die Münchner auf Euroleague-Niveau verstärkt. Von den ausländischen Spielern des Vorjahres sind neben Bryce Taylor und Vasilije Micic auch Forward Dusko Savanovic und Center John Bryant geblieben. Svetislav Pesic muss in der Bundesliga jeweils auf einen seiner sieben Legionäre verzichten. Anton Gavel und Nihad Djedovic haben inzwischen einen deutschen Pass. Bei den Bayern geblieben ist auch Nationalspieler Paul Zipser.

„Es ist in der Tat eine schwere Frage, was man gegen eine solche Übermacht tut. Es gibt verschiedene Modelle, aber am Ende haben die Bayern natürlich die Qualität, um damit umzugehen“, so Freyer, den vor allem unter dem Korb der Schuh drückt. D.J. Covington, der sich im Training einen Innenbandriss im Sprunggelenk zugezogen hatte, dürfte rund sechs Wochen fehlen. Ersatz soll kommen, berichtet der Hagener Coach: „Es ist sehr schwer, zu diesem Zeitpunkt einen Spieler zu finden. Aber wir brauchen jemand, der uns hilft, bis D.J. wieder fit ist.“ Convingtons Ausfall trifft die Feuervögel schwer: „Wir hatten ein ganz gut funktionierendes System. Aber jetzt ändert sich die Rotation und einige Spieler müssen ungewohnte Positionen spielen.“ So musste der etatmäßige Flügelspieler Ivan Elliott in Weißenfels auch als Center aushelfen.

Umso wichtiger ist es, dass Phoenix Hagen beim MBC gewinnen konnte. „Wir haben den ersten Sieg gegen einen Mitkonkurrenten geholt und sind darum in einer etwas besseren Ausgangslage als einige andere Teams. Wir können etwas gelassener in die schweren Spiele gegen die Bayern und in Ulm gehen“, so Freyer. Zu Übermut führt der Erfolg aber ganz und gar nicht: „Wir wissen, wo wir stehen. Und das ist – wie bei den meisten anderen Teams auch – weit hinter der Qualität der Bayern. Trotzdem ist es fantastisch und eine große Herausforderung, sich mit so einem Team zu messen. Wir freuen uns darauf.“
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