Phoenix Hagen: Aufholjagd im Schlussviertel reichte gegen ALBA nicht

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Die Feuervögel von Phoenix Hagen haben zwar eine Sensation verpasst, aber mit 74:78 (40:52) letztlich nur knapp bei ALBA Berlin verloren. Am 30. Spieltag der Basketball-Bundesliga kämpfte sich eine junge Hagener Mannschaft nach zwischenzeitlichem 20-Punkte-Rückstand auf bis zu drei Punkte im letzten Viertel zurück. Vor 7.277 Zuschauern in der Berliner o2 World gingen am Mittwochabend aber dennoch die Albatrosse als Sieger vom Parkett.

David Bell unterzog sich am Montag einer Operation am Ellbogen und wird daher für den Rest der Saison ausfallen. Im ersten Spiel ohne den Kapitän in dieser Spielzeit berief Headcoach Ingo Freyer Dino Gregory, Keith Ramsey, Todd Brown, Larry Gordon und Niklas Geske in die Starting Five.
Nach dem Aus in der Euroleague und im Halbfinale des Beko BBL TOP FOUR fuhr ALBA BERLIN wieder einen Sieg ein. Dass es am Ende noch einmal dermaßen knapp wurde und der Rückstand von 20 auf bis zu drei Punkte schmolz, zeugt vom enormen Kampfgeist der Feuervögel. Topscorer Todd Brown (21 Punkte) und Larry Gordon (18) gaben in der Offense ordentlich Gas. Bei den jungen deutschen Spielern überzeugten nicht nur Niklas Geske und Fabian Bleck, sondern besonders Jonas Grof, der mit acht Punkten einen Karriere-Bestwert aufstellte. Auch Arber Tolaj und Moritz Krume bekamen ihre Einsatzzeiten. Dass es am Ende nicht zu einem Sieg reichte, lag unter anderem an den Rebounds. Mit 32 zu 43 war Phoenix unter den Körben unterlegen. Die Wurfquote war nicht der entscheidende Faktor: Die Feuervögel trafen 59 Prozent ihrer Würfe aus der Nahdistanz, die Albatrosse nur 47 Prozent. Die Werte bei den Distanz- und Freiwürfen lagen bei beiden Teams in ähnlichen Bereichen.

Trainerstimmen:


Sasa Obradovic (ALBA Berlin): „Nach den letzten Niederlagen hatten wir uns ein stärkeres Statement für heute vorgenommen. Aber vielleicht stecken meinem Team immer noch die letzten Spiele in der Euroleague und beim TOP FOUR in den Knochen. Es ist nur drei Tage her und meine Spieler sind keine Maschinen. Wir haben heute nicht so gespielt, wie ich es erwartet habe, aber wir haben gewonnen und stehen insgesamt gut in der Liga da.“


Ingo Freyer (Phoenix Hagen):„ALBA hat die Qualität, auch nach so einer harten Woche, wie sie sie hinter sich haben, dieses Spiel zu gewinnen. Allerdings waren wir so nah dran wie nie zuvor, einen Sieg in Berlin zu holen. In der ersten Halbzeit sahen wir nicht gut aus und hatten auch etwas Pech mit unseren Würfen. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir konstant unseren Rhythmus gehalten und ALBA durch das konsequente Doppeln aus dem Tritt gebracht. Kompliment auch an unsere jungen Spieler, die heute sehr gut für unseren verletzten Routinier David Bell in die Bresche gesprungen sind.“
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