Phoenix Hagen besiegt Ulm - Bernd Kruel gefeiert

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    Am gestrigen Abend spielte Phoenix Hagen gegen Ratiopharm Ulm. In der Halle brannte es da Bernd Kruel nach 20 Jahren Basketball seine Laufbahn beendet. Er war von 2008 bis 2014 bei Phoenix Hagen.
Die Zuschauer haben sich etwas Besonderes einfallen lassen für diesen Abschied. Die Fans rollten 3 Riesen große Transparente aus. Damit bedankten sich die Fans bei Bernd Kruel. Es war ein Abschied mit Tränen. Von Phoenix bekam Bernd Kruel eine große Torte, jedoch war auf dieser Torte ein Basketballfeld mit Körben. Zusätzlich wurde das Trikot mit der Nummer 15 in die Hall of Fame in der Enervie Arena hinzugefügt. Eine Ehre für den Storch Bernd Kruel.
Bei den Cheerleadern hat sich auch etwas getan. Heute wurden die neuen Cheerleader vorgestellt in allen Gruppen.
Das Spiel war gleichwertig. Beide Mannschaften egalisierten sich. Im letzten Drittel jedoch bebte die Halle. In 5 Minuten machte Phoenix Hagen den Sieg gegen Ulm klar. Erst sah es so aus als wenn Phoenix dieses Heimspiel verlieren würde. Dann kam die Defensive und der gute Abschluss. Die Schlusspunkte setzte Bernd Kruel mit einem 2 Punkte Dunking zum 104 : 91.
Damit hat Phoenix immer noch die Chance die Playoffs zu erreichen.

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DER TRAUM VON DEN PLAYOFFS LEBT WEITER!
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Sieben Leben hat die Katze, sagt zumindest der Volksmund. Das scheint auch
für Phoenix Hagen zu gelten. Nach einem emotionalen 104:91 (50:48) über
ratiopharm ulm bleibt die Mannschaft von Ingo Freyer im Playoff-Rennen.
3.145 Zuschauer in der ausverkauften ENERVIE Arena erlebten einen weiteren
Moment, der unter die Haut ging: Bernd Kruel feierte seinen Heimabschied,
begleitet von einer gewaltigen Zeremonie.

Mit dem Sieg hat Phoenix Hagen den zehnten Platz gesichert. Der
Mitteldeutsche BC und die MHP RIESEN Ludwigsburg liegen zwei bzw. vier
Punkte vor den Feuervögeln. Phoenix spielt am Sonntag in Ludwigsburg, das
zum Abschluss nach Oldenburg muss. Der MBC spielt noch gegen Bamberg und
bei den Artland Dragons. Wenn Hagen noch zweimal gewinnt und die
Konkurrenz mitmacht, dann ist die erneute Qualifikation für die besten
Acht doch noch möglich.

Diesmal gab es ein Kontrastprogramm zum Frankfurt-Spiel (66:63) zu
bestaunen. Defensive stand nicht unbedingt im Vordergrund zwischen Hagen
und Ulm. Phoenix, das zum Abschied mit Bernd Kruel begann, ließ aber
gleich zu Beginn fünf leichte Korbleger liegen. Dabei fanden die Hagener
immer wieder relativ einfach den Weg zum Ulmer Korb. So zogen die Gäste
auf 10:2 davon (4.). Doch Phoenix Hagen fand nun offensiv immer besser den
Rhythmus – und begann gegen Ende des ersten Viertels auch damit, seine
Dreier zu treffen. Fabian Bleck und David Bell brachten Phoenix die
19:17-Führung. Bitter für Ulm: Guard Cameron Long musste nach neun
Minuten mit einer Bänderverletzung im Sprunggelenk ausscheiden.

David Bell erhöhte kurz nach Beginn des zweiten Viertels per Dreier auf
28:22. Doch beide Mannschaften überzeugten mit guten Wurfquoten. Bei
Phoenix Hagen war es immer wieder der überragende David Bell, während
bei den Gästen Edgar Sosa heiß lief. Richtig laut wurde es in der
ENERVIE Arena, als Bernd Kruel zum 40:40 ausgleichen konnte. Phoenix
führte zur Pause mit 50:48, weil es sensationell Dreier (7/11) und
Freiwürfe (11/11) traf. Da auch die Ulmer Quoten stimmten, durften an
diesem Abend die Freunde des Offensivbasketballs frohlocken.

Im dritten Viertel änderte sich das Bild grundlegend. Ulm war jetzt viel
näher an den Gegenspielern dran und zwang Phoenix zu schweren Würfen.
Das zeigte Wirkung: Die Hagener Offensivmaschine kam ins Stottern,
während Ulm über seine spielstarken Langen am Brett zu Punkten kam. Da
Adam Hess in seinen alten Jagdgründen groß aufspielte, setzte sich die
Mannschaft von Thorsten Leibenath bis auf 68:62 ab. Doch wie schon zuletzt
in Oldenburg hatte Fabian Bleck einen starken Abend erwischt. Sein
Buzzerbeater zum 65:68 hielt Phoenix nach 30 Minuten auf Schlagdistanz.

Ein 10:0-Run brachte Phoenix Hagen wieder die Führung zurück. 75:71 stand
es, denn die Punkte waren an diesem Abend gut verteilt. Ole Wendt, Fabian
Bleck und Keith Ramsey sammelten zusammen wichtige 33 Punkte und sorgten
so für viel Entlastung. Ulm kam aber noch einmal zurück. Per Günther
markierte per Dreier das 75:80 (35.). Ingo Freyer nahm eine Auszeit und
ebnete so den Weg für die Vorentscheidung. Zwei Dreier von Henry Dugat
drehten die Partie erneut. Das Spiel blieb ausgeglichen, bis erneut Henry
Dugat per Dreier zum 96:91 traf (40.). Danach fiel Ulm auseinander und
ermöglichte Bernd Kruel einen Abschluss, wie er würdiger kaum hätte
sein können. Der 37-Jährige stopfte den Ball zum 104:91-Endstand in den
Korb!

Es folgte die ganz große Bühne. Nach der gewaltigen Choreographie vor dem
Spiel blieb die Halle auch lange nach Spielschluss noch bis auf den
letzten Platz gefüllt. Der Storch dirigierte die Humba, erhielt eine
überdimensionale Torte und durfte zusehen, wie ein ebenso
überdimensionales Trikot mit der Nummer 15 seinen Platz neben dem von
Matthias Grothe in der ENERVIE Arena fand. Gänsehaut pur!

Der Phoenix-Sieg hatte trotz der überragenden Team-Leistung einmal mehr
einen Vater: David Bell legte eine sensationelle Vorstellung auf das
Parkett. Der Hagener Guard erzielte 29 Punkte, holte sich 8 Rebounds,
verteilte 6 Assists und zog 9 Fouls. Extraklasse! Phoenix Hagen wollte den
Sieg an diesem Abend mehr und hatte beim offensiven Schlagabtausch am Ende
den längeren Atem.

Trainerstimmen:

Ingo Freyer: „Unser Ziel war es heute, in der Saison zu bleiben. Das
haben wir geschafft. Es war natürlich ein Spiel für Storch, aber er
selbst hat auch diesmal wieder nur das Team gesehen. Das Spiel war sehr
emotional, wir waren offensiv aggressiv. Das Drehbuch hätte am Ende nicht
besser geschrieben sein können. Ein Sieg für Hagen, ein Dunking von
Bernd. Es war einmal mehr zu sehen, was Fans und Team gemeinsam erreichen
können.“

Thorsten Leibenath: „Es war ein verdienter Sieg für Hagen. Wir haben
heute nur im dritten Viertel gut verteidigt. Wir haben besser gereboundet,
aber zu viele leichte Würfe zugelassen. Auch offensiv waren wir nur
phasenweise gut. Dass Long und Jönke verletzt raus mussten, hat uns
natürlich nicht geholfen. Aber mit nur einem defensiv gutem Viertel
kannst du hier nicht gewinnen. Das Genick gebrochen haben uns die beiden
Dreier von Dugat, als wir mit fünf Punkten geführt haben. In der
Schlussphase haben wir uns dann angestellt wie eine Schülermannschaft. 39
Gegenpunkte im letzten Viertel sind indiskutabel. Ich möchte die
Gelegenheit nutzen, Bernd Kruel zu einer einzigartigen Karriere zu
gratulieren – aber vielleicht war es gar nicht sein letztes
Heimspiel.“

Phoenix Hagen: Bell (29/5, 6 Ass., 8 Reb.), Gordon (16, 7 Reb.), Ramsey
(12), Bleck (11/3), Dugat (11/3), Wendt (10/1), Gregory (8, 7 Reb.), Kruel
(4), Dorris (3/1), Geske.

ratiopharm ulm: Hess (19/3), Sosa (17), Günther (14/1, 6 Ass.), Nankivil
(13/1, 7 Reb.), Howard (10, 7 Reb.), Clyburn (9/1,7 Reb.), Schwethelm
(6/1), Plaisted (3), Jönke, Long.

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Stationen: 6:10 (5.), 25:22 (10.), 36:37 (15.), 50:48 (20.), 55:56 (25.),
65:68 (30.), 78:80 (35.), 104:91 (40.).
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