Phoenix Hagen deklassiert medi Bayreuth

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    Hagen: Ischelandhalle | Mit sage und schreibe 100 : 60 gewinnt Phoenix Hagen in der Ischehölle. Die Zuschauer feierten ihr Team. Das Team ging in den Heuboden und feierte dort mit ihren Fans.
Hier nun die Fotostrecke.


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100:60 – FEUERVÖGEL FEIERN REKORD-SIEG GEGEN BAYREUTH
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Den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte in der Beko Basketball Bundesliga
feierte Phoenix Hagen mit einem 100:60 (52:30) gegen medi bayreuth.
Nachdem sie in der fünften Minute in Führung gingen, zeigten sich die
Gastgeber das ganze Spiel über dominant, treffsicher und stark im
Rebound. 3.012 Zuschauer in der Arena am Ischeland sahen am 12. Spieltag
den sechsten Saisonerfolg der Feuervögel und den dritten Sieg in Folge.

Das Personal:

Bei Phoenix Hagen waren alle Spieler einsatzbereit. Headcoach Ingo Freyer
startete wie schon bei den Siegen gegen Oldenburg und in Ludwigsburg mit
Brandon Jefferson, David Bell, J.J. Mann, Ivan Elliott und Owen Klassen.
Die Gäste konnten sich über die Rückkehr von Daniel Mullings freuen,
der am letzten Wochenende gegen Ulm aufgrund von Rückenproblemen passen
musste. Weiter nicht dabei waren die Guards Jeffrey Xavier
(Syndesmoseriss) und Travis Leslie (Adduktorenriss) sowie Center Philipp
Heyden (Knie-OP). Bayreuths Trainer Michael Koch bot Jake Odum, Bastian
Doreth, John Flowers, Kenneth Horton und Andrew Naymick in der Starting
Five auf.

Der Spielverlauf:

Beide Teams begannen intensiv, aber Bayreuth erwischte den besseren Start
und blieb zunächst vorn. Für die Feuervögel erzielte J.J. Mann die
ersten sechs Punkte – per Dreier, Freiwurf und Korbleger. Er war es
auch, der Phoenix mit einem weiteren Dreier zum 10:8 erstmals in Führung
brachte (5.). Nach dem Bayreuther Ausgleich setzte sich Phoenix bis auf
18:12 ab (8.). Mann traf seinen dritten Dreier im ersten Viertel zum 23:17
(9.). Insgesamt holte er im ersten Spielabschnitt stolze 16 Punkte. Er
verpasste es, mit der Sirene noch weiter zu scoren. Das Viertel endete
dennoch mit einem aus Phoenix-Sicht starken Zwischenstand von 25:18.

Das muntere Dreier-Schießen ging weiter: Adam Hess besorgte die erste
zweistellige Führung zum 28:18 (11.). Auch in der Defense blieb Phoenix
konzentriert, etwa als D.J. Covington Kendall Gray zum Brechen der
3-Sekunden-Regel zwang (13.). Ihren Vorsprung bauten die Feuervögel auf
34:20 aus (14.). Besonders aus der Distanz waren sie treffsicher, was Ivan
Elliotts 39:22 unter Beweis stellte (15.). Die neue Bestmarke von 22
Punkten Differenz gelang Owen Klassen mit einem Freiwurf zum 48:26 (18.).
Dieser Abstand blieb auch zur Pause bestehen, da Mann dieses Mal in der
letzten Sekunde noch traf: 52:30 lautete der Halbzeitstand.

Phoenix hatte sich jetzt endgültig warmgeschossen und traf aus allen
Positionen. Nach wie vor war die Dreier-Bilanz beeindruckend: Im dritten
Viertel fanden fünf von sechs Distanzwürfen ihren Weg ins Netz. Damit
schraubten die Hausherren auch den Abstand zu Bayreuth in die Höhe. 57:32
(Elliott, 23.), 60:32 (Mann, 24.) und 68:34 (Jefferson, 25.) und 78:41
(Hess, 29.) lauteten die Schlagzahlen. In der Defense hatten die
Feuervögel ihre Gäste weiterhin im Griff. 82:45 war das mehr als
komfortable Ergebnis, mit dem Phoenix in die letzten zehn Minuten ging.

Dass das Spiel noch einmal kippen könnte, glaubte niemand mehr ernsthaft.
Stattdessen blieb den Feuervögeln Zeit für die Kür: Geske erhöhte per
Freiwurf auf 40 Punkte Differenz und legte noch einen zum 88:47 nach
(33.). Covington besorgte mit dem 91:47 die höchste Führung im gesamten
Spiel, 44 Punkte Abstand (34.). Bayreuth ließ sich weiter verunsichern,
Schrittfehler und ins Leere geworfene Bälle waren die Folge. Trotz der
hohen Führung schraubten die Gastgeber ihre Intensität nicht herunter.
Geske knackte per Freiwurf die 100-Punkte-Marke (40.). Den Endstand
besorgte Bayreuth: Bastian Doreth traf kurz vor Schluss zum 100:60.

Das Fazit:

Ein fantastischer Abend für Phoenix Hagen: Noch nie gewannen die
Feuervögel in der Beko BBL so hoch. Den bisherigen Rekord-Sieg beim
107:77 in Bremerhaven am 15. Oktober 2010 überflügelten die
Volmestädter um zehn Punkte. Da wirkt der Blick auf die nackten Zahlen
schon fast zu emotionslos, aber dennoch: Deutlich wurde das Verhältnis im
Rebound (42:30) und bei den Assists (25:19) gewonnen. Auch die Wurfquoten
sprechen für die Feuervögel. Interessant: Aus der Distanz (52 Prozent)
war Phoenix noch etwas besser als aus der Nähe (49 Prozent). Die Gäste
trafen dagegen nur drei von 13 Dreiern, was 23 Prozent entspricht. Einen
Sahne-Tag erwischte J.J. Mann, der nur die ersten drei Viertel eingesetzt
wurde und dabei 28 Punkte erzielte.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Das war heute in allen Belangen eine sehr
gute Leistung von uns. Wir haben versucht, Odum und Doreth unter Druck zu
setzen, das ist uns gelungen. Dadurch haben wir die nötige Aggressivität
entwickelt und es sind uns auch andere Dinge gelungen. Wir haben sehr gut
Dreier geworfen und den Rebound dominiert. Außerdem sind wir zum Ende
konzentriert geblieben, darüber bin ich sehr froh.“

Michael Koch (medi bayreuth): „Es war ein auch in der Höhe verdienter
Sieg. Es gibt ja im Sport eine Menge schöne Phrasen: Das war ein
gebrauchter Tag für uns. Wir waren defensiv von Beginn an einen Schritt
zu langsam und haben Hagen dadurch gute Würfe und Selbstbewusstsein
gegeben. Dann war auch das Publikum im Spiel. Wir waren insgesamt mental
zu schwach und offensiv zu zögerlich. Letztlich hatten wir in 38 von 40
Minuten keinen Zugriff auf das Spiel.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – medi bayreuth 100:60 (52:30)

Phoenix Hagen: Mann (28/5), Hess (13/3), Bell (11/1, 9 Ass.), Klassen (11),
Covington (10, 11 Reb.), Geske (10), Jefferson (10/3), Elliott (6/2, 7
Reb.), Grof (1), Zahner-Gothen.

medi bayreuth: Flowers (25/3), Horton (10), Naymick (8), Odum (7, 7 Reb., 6
Ass.), Mullings (4), Gray (2), Doreth (2), Ziegenhagen.

Stationen: 10:8 (5.), 25:18 (10.), 39:24 (15.), 52:30 (20.), 68:34 (25.),
82:45 (30.), 91:49 (35.), 100:60 (40.).

Zuschauer: 3.012





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Herausgeber:
Basketball Hagen GmbH & Co. KGaA
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