Phoenix Hagen: Deutliche Hagener Niederlage in Bamberg

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Am Ende ohne Chance war Phoenix Hagen beim Deutschen Meister Brose Baskets. In der mit 6.800 Zuschauern ausverkauften brose Arena unterlag die Mannschaft von Trainer Ingo Freyer am Montagabend in einem Spiel der Basketball-Bundesliga letztlich klar mit 65:95 (42:54).

Phoenix Hagen drückte von Beginn an aufs Tempo. Bamberg spielte jedoch seine Qualität gegen die körperlich deutlich unterlegenen Gäste konsequent aus und dominierte den Rebound. Der Ball wanderte zudem schnell und präzise um die Hagener Verteidigung. Immer wieder fanden die Brose Baskets den freien Mann und vollstreckten sicher. Yassin Idbihi erhöhte auf 13:5 (4.), Bradley Wanamaker wenig später auf 20:10 (6.).

Im zweiten Viertel spielte Phoenix Hagen lange Zeit gut mit. David Bell verkürzte aus der Distanz auf 32:26, D.J. Covington traf per Korbleger mit Bonuswurf zum 34:29 (15.). Bamberg kontrollierte die Partie allerdings zu jedem Zeitpunkt. Insbesondere Daniel Theis dominierte unter den Körben nach Belieben und Wanamaker zog im richtigen Moment das Tempo wieder an. Die Brose Baskets führten zur Pause mit 54:42 und lagen beim Rebound sogar noch deutlicher vorn (23:9).

J.J. Mann eröffnete die zweite Hälfte mit sieben Zählern. Als auch noch David Bell einen Schnellangriff per Dreier zum 59:52 abschließen konnte (25.), kam tatsächlich für einen Moment ein wenig Unruhe auf. Hagen verteidigte sehr aggressiv und erkämpfte sich einige Bälle. Doch Phoenix, vor der Pause ungeheuer ballsicher, erlaubte sich im dritten Viertel einige Turnover zu viel. So verpassten es die Gäste, den Vorsprung der Brose Baskets in dieser Phase weiter zu verkürzen.

Bamberg zog nun in der Verteidigung spürbar an. Die Hagener bekamen mit zunehmender Spielzeit kaum mehr leichte Würfe und hatten in Korbnähe der Physis der Gastgeber nur wenig entgegenzusetzen. Ein 15:0-Run der Bamberger zum 74:52 entschied die Partie. Der Rest des Spiels war dann eher Schonkost. Bemerkenswert: Phoenix Hagen beendete die Begegnung mit fünf deutschen Spielern (Niklas Geske, Pascal Zahner-Gothen, Jonas Grof, Moritz Krume, Marcel Keßen).

Das Fazit:


Es war letztendlich ein Klassenunterschied zwischen den tapferen Hagenern und dem Bamberger Starensemble. Ohne den verletzten Owen Klassen und mit einem noch nicht wieder ganz fitten D.J. Covington waren die körperlich deutlich unterlegenen Feuervögel am Brett ohne jede Chance. Gegen die Physis, die individuelle Klasse und die taktische Disziplin der Bamberger wehrten sich die Gäste im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Erst ein Run gegen Ende des dritten Abschnitts brach den Hagener Widerstand.

Die Trainerstimmen:


Andrea Trinchieri: „Wir haben heute grundsolide gespielt, aber den Ball ein wenig zu häufig verloren, weil wir die Trap-Defense nicht gut gelesen haben. Später haben wir besser im Angriff agiert. Hagen erzeugt immer Probleme, wenn man nicht hoch konzentriert auftritt, weil sie dann ihre wilden Würfe nehmen und treffen. Mit fortlaufender Spieldauer wurde der Gegner aber müder und wir haben unseren Nutzen daraus gezogen. Elias Harris wurde heute aufgrund einer kleinen Verletzung geschont.“

Ingo Freyer: „Glückwunsch an Bamberg, sie haben zurecht gewonnen. Unter den heutigen Umständen war es uns nicht möglich, die Partie ausgeglichen zu gestalten. Was wir uns ausgedacht haben, hat leider nicht gegriffen. Somit ist der Bamberger Sieg, auch in dieser Höhe, korrekt. Wir sind zwar mehrmals wieder ran gekommen, haben dann aber immer wieder die gleichen Fehler gemacht und am Ende mit 30 Punkten Unterschied verloren.“
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