Phoenix Hagen verliert auch das siebte Heimspiel

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HEIMNIEDERLAGE GEGEN GÖTTINGEN TRÜBT GREGORY-COMEBACK
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Auch im siebten Anlauf wurde nichts aus dem ersten Heimsieg: Phoenix Hagen
hat die Partie am 13. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga gegen die BG
Göttingen mit 88:93 (48:45) verloren. Vor 3.145 Zuschauern in der
ausverkauften ENERVIE Arena hatte das lange Zeit ausgeglichene Spiel am
Ende einen unglücklichen Ausgang für die Feuervögel.

Das Personal:

Dino Gregory ist zurück in Hagen! Eine weitere gute Nachricht für Ingo
Freyer: Fabian Bleck, der unter der Woche wegen einer Grippeerkrankung mit
dem Training aussetzen musste, war einsatzbereit. Nicht dabei war Jonas
Grof, der im Training mit NOMA Iserlohn umgeknickt war. Wie schon beim
Sieg in Bonn vor einer Woche stand Niklas Geske neben Larry Gordon, Keith
Ramsey, Urule Igbavboa und David Bell in der Starting Five. Die BG
Göttingen musste auf Harper Kamp verzichten, der sich am Freitag im
Training eine schwere Fußverletzung zugezogen hatte.

Der Spielverlauf:

Göttingens Neuzugang Raymar Morgan eröffnete die Partie mit einem
verworfenen und einem getroffenen Freiwurf. Auf der Gegenseite brachte
Igbavboa die Hagener in Führung. Nachdem sich Morgan die Führung
zwischenzeitlich zurückgeholt hatte, übernahm erneut Phoenix. Niklas
Geske legte den Ball zum 8:3 ins Netz (3.). Riesenjubel in der 4.
Spielminute, als Dino Gregory zum ersten Mal seit dem 1. Mai wieder im
Phoenix-Dress den Basketball-Court betrat. Göttingen schaffte unterdessen
dank des überragenden Morgan den Ausgleich (5.). Robert Kulawick, der per
Dreier die 13:10-Führung der Veilchen herstellte, war erst der zweite
erfolgreiche Schütze der BG an diesem Abend – die zehn Punkte zuvor
hatte Morgan im Alleingang erzielt. Nachdem Zamal Nixon die Feuervögel
ebenfalls per Dreier wieder heranbrachte, legte David Godbold einen
weiteren Treffer aus der Distanz nach (6.). Kurz darauf brachte eine lange
nicht mehr gesehene Szene die Halle zum Beben: Dino Gregory schnappte sich
den Offensiv-Rebound und wuchtete den Ball anschließend ins Netz (7.).
Und die Dino-Show ging weiter: Nach seinem Ballgewinn unter dem eigenen
Korb sprintete Zamal Nixon los. Dessen Assist vollendete Keith Ramsey zur
erneuten Hagener Führung (8.). Beim nächsten Angriff erkämpfte sich
Gregory am Boden liegend den Ball, Larry Gordon veredelte die Aktion mit
seinem Treffer zum 21:18 (9.). Alex Ruoff glich per Dreier noch einmal
aus. Mit 24:21 endete das erste Viertel.

David Bell baute den Hagener Vorsprung mit zwei Freiwürfen aus (11.).
Jamal Boykin traf für Göttingen, bevor Bell zwei weitere Freiwürfe
nachlegte. Gordon sorgte mit seinem Treffer zum 30:23 für die höchste
Differenz in der ersten Hälfte (12.). Doch mit Ruoff, Boykin und Morgan
startete Göttingen einen 9:1-Lauf und übernahm so die Führung (15.).
Dank Nixons Dreier lag Phoenix wieder vorne. Ruoff traf zum
34:34-Ausgleich. Dino Gregory brachte Phoenix in Führung, die sich dann
David Godbold per Dreier zurückholte (16.). Todd Brown antwortete erst
mit einem Dreier und dunkte schließlich zur 41:39-Führung ein (18.).
Nach Dreier von David Bell brannte die ENERVIE Arena förmlich,
Göttingens Trainer Johan Roijakkers war zur Auszeit gezwungen. Doch das
Momentum blieb zunächst bei Phoenix: Der Angriff durch Boykin wurde
abgewehrt, im Gegenzug tanzte sich Nixon fast die vollen 24 Sekunden durch
die Göttinger Reihen und legte den Ball elegant zum 46:39 ins Netz (19.).
Nach Ballverlust von Nixon lochte Godbold zum Pausenstand von 48:45 ein.

Die zweite Hälfte eröffnete Morgan mit seinem Treffer zum 48:47 (22.). Es
kam zum aus Hagener Sicht schmerzlichen Wiedersehen mit Dominik Spohr: Der
Ex-Feuervogel brachte seine Veilchen per Dreier in Führung (23.). Godbold
und der ehemalige NBA-Spieler El-Amin mit seinem Treffer zum 48:54
erhöhten (24.). David Bell brachte zwei Freiwürfe im Netz unter, doch
erneut traf der gebürtige Hagener Spohr einen Dreier. Boykin sorgte mit
seinem Treffer zum 50:59 für die höchste Göttinger Führung der Partie.
Erst Zamal Nixon half Phoenix mit einem Dreier zurück ins Spiel (25.).
Dino Gregory brachte mit seinem Dunking zum 59:63 den Korb zum Wackeln und
die Halle zum Jubeln (27.). Nun schnupperte Phoenix mehrmals am
Führungswechsel: Erst traf David Bell zum 66:67 und nach Dreier von
Boykin ebenfalls für drei zum 69:70 (29.). Ramsey holte die Anfang des
dritten Viertels verloren gegangene Führung schließlich zurück. El-Amin
brachte seine Farben zunächst per Dreier wieder nach vorne, doch Igbavboa
konnte ausgleichen. Beim Stand von 73:73 begannen in einer bis dahin
völlig offenen Partie die letzten zehn Minuten.

Und auch diese blieben lange offen: Beide Teams scheiterten mit ihren
Angriffen, erst nach knapp zwei Minuten traf Göttingens Dominik Bahiense
de Mello zum 73:75 (32.). Morgan legte nach, für Hagen beförderte
Gregory den Ball nach abgepralltem Ramsey-Wurf ins Netz (34.). Todd Brown
konnte erneut ausgleichen (35.). Nach fünf sehr trefferarmen Minuten ging
es in die entscheidende Phase der Partie. Ein Sieger zeichnete sich lange
Zeit nicht ab, dafür blieb das Spiel hoch spannend: Bis kurz vor Schluss
betrug die Differenz zwischen beiden Teams im letzten Viertel nur ein
einziges Mal mehr als drei Punkte. Die erste Hagener Führung in diesem
Spielabschnitt holte sich Brown, der diese anschließend mit zwei
Freiwürfen zum 82:79 ausbaute (37.). Beim Stand von 84:83 konnte David
Bell den Ball nicht im Korb unterbringen, auf der Gegenseite brachte
Morgan Göttingen wieder in Führung, Ruoff legte zwei Freiwürfe nach
(40.). 25 Sekunden vor Schluss traf der eingewechselte Niklas Geske für
den gefoulten David Bell nervenstark beide Freiwürfe. Doch auch El-Amin
verwandelte beide Freiwürfe. Phoenix war zum Dreipunktewurf gezwungen,
aber Ramsey vergab. Daraufhin versuchte Phoenix durch Fouls, Zeit zu
gewinnen, aber Morgan und Boykin trafen ihre Freiwürfe, sodass es am Ende
aus Hagener Sicht zu einer 88:93-Niederlage kam.

Das Fazit:

Bei der Rückkehr von Dino Gregory blieb der von den Fans ersehnte erste
Heimsieg aus. Obwohl Phoenix auch dank Gregory unter den Körben deutlich
stärker war und den Rebound mit 37 zu 30 gewann, reichte es am Ende nicht
zum Sieg. Über 40 Minuten spielte Göttingen tough und clever und hielt
in der Schlussphase auch die Konzentration hoch. Eine Minute vor Schluss
brachte Raymar Morgan Göttingen in Führung, der Hagener Gegenangriff
scheiterte. Obwohl die Feuervögel aggressiv angriffen, konnten sie den
Rückstand nicht aufholen. Göttingen kam damit zum bereits fünften
Auswärtssieg der Saison.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Göttingen verfügt über ein starkes Team,
auch und gerade auswärts. In der ersten Hälfte waren wir nicht so
schlecht, aber wir hatten leider eklatante individuelle Fehler, darum
haben wir zur Pause nicht höher geführt. Göttingen war tougher in den
direkten Duellen und hat teilweise härter verteidigt. Die knappe
Niederlage am Ende ist die eine Sache – aber man muss die ganzen 40
Minuten sehen. Jeder von uns muss sich an die eigene Nase fassen und über
die gesamte Zeit konzentriert bleiben. Da müssen wir uns verbessern.“

Johan Roijakkers (BG Göttingen): „Das war kein leichter Sieg für uns.
Mit Harper Kamp mussten wir auf einen wichtigen Spieler verzichten. Er hat
sich im Training am Fuß verletzt, vermutlich ist es schlimmer. Wir haben
das aber sehr gut aufgefangen. Mein besonderes Lob geht heute an Alex
Ruoff und an Raymar Morgan. Das waren am Ende Blocks auf NBA-Niveau. Ich
bin insgesamt sehr zufrieden mit allen Spielern.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – BG Göttingen 88:93 (48:45)

Phoenix Hagen: Bell (22/2, 6 Ass), Nixon (17/3), Brown (15/1), Gregory (13,
10 Reb.), Gordon (8), Igbavboa (5), Ramsey (4), Geske (4), Bleck.

BG Göttingen: Morgan (28, 10 Reb.), Boykin (19/1), Ruoff (12/2, 11 Ass.),
Godbold (12/2), El-Amin (9/1), Spohr (6/2), Bahiense de Mello (4),
Kulawick (3/1), Njei.

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Dr. Martin Matip, Henning Frölich, Dominik Bejaoui
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